Mittwoch, 24. April 2013






Normalerweise ist unsere Haut durch den eigenen Säureschutzmantel und die natürliche Hautflora gut geschützt gegen Angriffe von außen. Kommt es dennoch einmal zu Infektionen mit Pilzen, kann eine Creme mit dem Wirkstoff Clotrimazol helfen.

Ursachen und Symptome einer Pilzinfektion
Hautpilzerreger können fast überall überleben. Alleine sind sie kaum ansteckend. Sie sind sogar ein Bestandteil unserer Hautflora. Sie lieben eine feuchte und warme Umgebung und sind daher oft in Schwimmbädern, Saunas und Umkleidekabinen von Sportschulen zu finden. Beim Menschen siedeln sie sich gerne in Hautfalten an, wo die Haut feucht und aufgeweicht ist.


Hautpilzerreger sind erst krankmachend, wenn das menschliche Immunsystem geschwächt ist. Dies kann durch Stress, akute oder chronische Erkrankungen (beispielsweise grippale Infekte oder Diabetes) verursacht werden. Ebenso begünstigt eine vorgeschädigte Haut das Pilzwachstum. Hautschäden können Wunden sein, aber auch eine gestörte Hautflora durch zu intensives Reinigen oder durch eine Antibiotikatherapie. Auch eine schlecht durchblutete und deshalb geschwächte Haut bietet den Hautpilzen ideale Wachstumsbedingungen.


Die bekannteste Form von Hautpilzen ist der Fußpilz. Männer sind davon häufiger betroffen, weil sie oft dicht schließendes Schuhwerk mit Gummisohlen tragen. Auch Jugendliche und Sportler sind wegen des Tragens meist schlecht belüfteter Turnschuhe gefährdet für Fußpilzinfektionen.

Infektionen mit Hautpilzen äußern sich in den meisten Fällen mit Jucken, Rötung, Schuppung oder Bläschenbildung.


Wirkung von Clotrimazol
Der Wirkstoff wird in der Regel als Clotrimazol Creme oder Salbe angewendet. Die Creme wird auf die erkrankten Hautstellen auftragen, kann aber auch in die Scheide eingebracht werden. Die Hauptanwendungsgebiete sind Fußpilz- und Hautpilzbefall und Kleienpilzflechte.

Clotrimazol hemmt die Bildung der schützenden Außenhaut der Pilzerreger und verhindert so ihre weitere Vermehrung. Zusätzlich wirkt Clotrimazol leicht antibakteriell. Wichtig ist eine ausreichend lange Anwendung der Creme, sonst droht unmittelbar ein erneutes Aufflammen der Pilzinfektion.


Wie bei allen Medikamenten kann es auch hier gelegentlich zu Nebenwirkungen kommen. Diese äußern sich in Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Rötung, Brennen, Stechen oder Hautaustrocknung.

Gegenanzeigen

Gegenanzeigen für Clotrimazol sind nicht bekannt, der Wirkstoff sollte allerdings in der Schwangerschaft nur nach ausdrücklicher Verordnung des Arztes eingesetzt werden. Ein Kontakt mit dem Auge sollte wegen möglicher Reizungen vermieden werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen können bei gleichzeitiger Anwendung von Polyen-Antibiotika vorkommen. Beispielsweise kann Clotrimazol die Wirkung von Nystatin und Amphotericin B vermindern. Nystatin und Amphotericin B werden bei Hefepilzinfektionen in der Mundhöhle meist als Tropfen oder Lutschtabletten eingesetzt.

Cremes mit dem Wirkstoff Clotrimazol sind unter verschiedenen Markennamen rezeptfrei erhältlich. Vor der Anwendung sollte jedoch auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden, der feststellt, ob es sich tatsächlich um eine Hautpilzinfektion handelt und andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können.

Ausführliche Informationen finden Sie auch bei Onmeda.de.

Quelle: Medikamente & Wirkstoffe onmeda.de, Mai 2008

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