Sonntag, 26. Mai 2013


Fettige Snacks sind beim Lynchsyndrom gefährlich
(Foto: Hans/pixabay.com)

Bei genetischer Vorbelastung wird die Darmkrebsgefahr durch schlechte Ernährungsgewohnheiten zusätzlich erhöht.


Süße, salzige oder fettige Snacks wie Eiscreme, Chips und Bratwurst mit Pommes frites sind zwar sehr geliebt, denn Fett ist nun mal auch ein Geschmacksträger, aber Menschen mit Lynchsyndrom sollten sich bei diesen Nahrungsmitteln zurückhalten. Wie eine Analyse von niederländischen Forschern der »American Cancer Society« ergab, erhöht sich für diese Patienten das Risiko für Darmkrebs zusätzlich, wenn sie häufig ungesunde Snacks verzehren.

Lynchsyndrom - erblicher Darmkrebs

»Das Lynchsyndrom ist ein vererbbarer Darmkrebs und die Betroffenen erkranken mit hoher Wahrscheinlichkeit«, erklärt die Leiterin der Arbeitsgruppe integrative Onkologie des Senckenbergischen Chronomedizinischen Instituts der J. W. Goethe-Universität in Frankfurt, Jutta Hübner.
Durch eine optimale Ernährungsweise können die Betroffenen ihr Krebsrisiko auf jeden Fall senken. »Auch wenn das eigentlich nichts Neues ist, ist es doch interessant, dass es bei Patienten mit Lynchsyndrom scheinbar einen besonders starken Einfluss hat«, meint Jutta Hübner. Patienten mit Lynchsyndrom haben ein erhöhtes Risiko an verschiedenen Krebsarten zu erkranken wie Darm- und Gebärmutterkrebs sowie weitere Krebsarten. Ursache sind genetische Mutationen, erklärt Akke Botma, Studienautorin und Wissenschaftlerin an der niederländischen Universität Wageningen.

Menge der Snacks ist von Einfluss

»Es sind schon viele Studien über eine Verbindung von bestimmten Lebensmitteln und dem Risiko für Darmkrebs durchgeführt worden. Unsere Studie war aber die erste Untersuchung, die dokumentierte wie viele ungesunde Snacks ein Betroffener konsumiert«, erzählt Botma. Die Mediziner sammelten alle Informationen zur Ernährungsweise von 486 Patienten mit Lynchsyndrom. Die Patienten, die oft ungesunde Zwischenmahlzeiten aßen, erkrankten fast doppelt so häufig an Krebs wie die Lynchsyndrompatienten mit einer gesunden Ernährungsweise. Gerade bei dieser genetischen Vorbelastung ist also eine fettarme ausgewogene Ernährung mit vielen pflanzlichen Anteilen und Ballaststoffen geradezu »lebensnotwendig«.

Quelle: Akke Botma et al.: Dietary patterns and colorectal adenomas in Lynch syndrome. Cancer Dec. 2012, doi: 10.1002/cncr.27726

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