Sonntag, 21. Juli 2013


Lieber länger bewegen als öfter
(Foto: harry22/pixabay.com)

Die Dauer körperlicher Aktivität ist wichtiger als die Häufigkeit, wie eine Studie der Queen‘s Universität jetzt festgestellt hat.


Gute Nachrichten für Wochenend-Sportler: Wie häufig Sie sich pro Woche bewegen, ist weniger wichtig als die Dauer der körperlichen Aktivität. Laut einer neuen Studie sollten es allerdings schon 150 Minuten wöchentlich sein.
Wissenschaftler untersuchten mehr als 2.300 Kanadier, um festzustellen, ob sich die Häufigkeit des Sporttrainings auf das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen und Schlaganfall auswirkt. Die Probanden trugen eine Woche lang einen Apparat, der ihre körperlichen Aktivitäten registrierte. Danach wurden die Teilnehmer klassifiziert nach häufig aktiv (5 bis 7 Tage pro Woche) oder selten aktiv (1 bis 4 Tage pro Woche).

Häufigkeit des Trainings zweitrangig

Personen, die 150 Minuten Sport nur an wenigen Tagen pro Woche ausübten, waren nicht weniger gesund als diejenigen, die die Zeit über mehr Tage verteilten. Die Ergebnisse dieser Studie wurden im Fachjournal »Applied Physiology, Nutrition and Metabolism« veröffentlicht.

»Die Ergebnisse zeigen, dass es egal ist, wie Erwachsene die empfohlenen 150 Minuten körperlicher Bewegung verteilen«, sagt Dr. Ian Janssen von der Queen’s Universität in Kingston in einer Presseerklärung. »Jemand der von Montag bis Freitag inaktiv war, aber dafür am Wochenende 150 Minuten Sport ausübte, hatte die gleichen gesundheitlichen Vorteile wie jemand, der täglich 20 oder 25 Minuten trainierte«, erklärt Janssen. »Die wichtigste Botschaft ist, dass Erwachsene versuchen sollten, sich mindestens 150 Minuten wöchentlich körperlich zu bewegen. Das Schema sollten sie einfach an ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten anpassen«, sagt Janssen.

Den Sonntagsspaziergang wiederbeleben

Die gerne so oft belächelten Wochenend-Sportler brauchen sich also nicht mehr zu verstecken: Sie fördern mit ihrem kumulierten Training trotzdem ihre Gesundheit. Und vielleicht kommt dann auch der aus Kindheitstagen bekannte »Sonntagsspaziergang« wieder zu neuen Ehren. Oder der Familienausflug mit dem Fahrrad. Denn Bewegung soll natürlich in erster Linie Spaß machen. Nur dann macht man sie auch regelmäßig. Vermeiden Sie also ein starres und stressiges Sportschema an festgelegten Tagen, das Sie unbedingt einhalten wollen. Stress tut der Gesundheit gar nicht gut und kann die positiven Effekte der körperlichen Bewegung auch wieder zunichtemachen.

Quelle: Janine Clarke, Ian Janssen: Is the frequency of weekly moderate-to-vigorous physical activity associated with the metabolic Syndrome in Canadian adults?, Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism, 2013, 38(7): 773-778, DOI:10.1139/apnm-2013-0049

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