Freitag, 2. Februar 2018


Mit Hilfe der richtigen Nahrungsmittel lassen sich die Selbstheilungskräfte des Körpers so unterstützen, dass sich viele Funktionen regenerieren.

Der Körper ist so aufgebaut, dass die Erneuerung geschädigter Zellen automatisch und kontinuierlich bewältigt wird. Bei Krankheiten überwiegen allerdings die degenerativen, abbauenden Prozesse. Meist sollen Medikamente dann den Gesundheitszustand verbessern. Anstelle von Regeneration findet so aber eine Unterdrückung statt, obwohl der Körper über enorme Selbstheilungskräfte verfügt.

Diese Nahrung regeneriert

Heutzutage enthalten Medikamente so viele Chemikalien, dass die Regeneration des Körpers nicht einmal mehr ein Thema ist. Im Gegenteil: Sie stören den körpereigenen Erneuerungsprozess. In diesem Artikel finden Sie Nährstoffe aufgelistet zur Förderung der:

  • Nervenregeneration
  • Leberregeneration
  • Regeneration der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse
  • Regeneration der Herzmuskelzellen

Bewegung für die Nervenzellen

Experten gingen lange davon aus, dass sich Gehirnzellen nicht teilen und dass geschädigte Nerven sich nicht erholen können. Inzwischen weiß man, dass neue Gehirnzellen gebildet werden und dass eine Zellteilung der Nervenzellen stattfindet, die sogenannte Neurogenese. Beispielsweise im Hippocampus: Diese Gehirnregion spielt eine wichtige Rolle beim Lernen und für das Gedächtnis. Dieser Prozess setzt sich auch im Alter fort. Der Prozess der Neurogenese lässt sich positiv beeinflussen. Beispielsweise mit Bewegung; körperliche Anstrengung regt die Neurogenese an und führt zur Bildung neuer Nervenzellen. Tests ergaben, dass Mäuse, die täglich fünf Kilometer liefen, ein besseres Langzeitgedächtnis hatten als Mäuse, die weniger bewegungsfreudig waren.

Nährstoffe für die Nervenzellen

Auch Nährstoffe fördern die Nervenregeneration. Eine Studie, die 2010 im Fachjournal „Rejuvenation Research“ erschien, zeigte, dass Blaubeeren, Grüntee und Carnosin die Neurogenese und die Stammzellregeneration fördern. Weitere Substanzen, die die Nerven regenerieren, sind:

  • Kurkuma
  • der Heilpilz Igelstachelbart (Hericium erinaceus)
  • Apigenin, ein natürliches Flavonoid, das in Petersilie, Sellerie, Zwiebel oder Kamille vorkommt
  • Blaubeeren
  • Ginseng
  • Huperzin A aus Bärlappgewächsen
  • Nattō (fermentierte Sojabohnen)
  • Resveratrol, ein Polyphenol, das reichlich in der Schale blauer Trauben zu finden ist
  • Gelée royale, der Futtersaft, mit dem Honigbienen die Königinnen füttern
  • Theanin, eine Aminosäure in grünem und schwarzem Tee
  • Schlafbeere, auch Winterkirsche oder indischer Ginseng genannt
  • Trigonellin aus Bohnenkaffee

Teilweise fördern diese Substanzen, beispielsweise aus Schlafbeere oder Igelstachelbart, eine Wiederherstellung des Myelins. Myelin ist eine fetthaltige Substanz, die viele Nervenzellen umhüllt. Die Myelinschicht sorgt dafür, dass Signale zwischen den Nervenzellen schneller übertragen werden. Das Myelin kann durch Verletzungen, Impfstoffe und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose geschädigt werden.

Regeneration der Leber

Die Regeneration der Leber ist von Belang, weil sie ein wichtiges Reinigungsorgan darstellt. Die nicht alkoholbedingte Fettleber (NAFL) ist eine häufige Erkrankung, die durch ungesunde Lebensweise und Ernährung verursacht wird. Wenn Sie gut für Ihre Leber sorgen, merken Sie das als Erstes an Ihrer Leistungsfähigkeit.
Glycyrrhizin – ein Inhaltsstoff des Süßholzes – fördert die Regeneration der Leber, kann aber bei übermäßiger Anwendung den Blutdruck erhöhen. Weitere lebergesunde Substanzen sind:


Regeneration der Betazellen

Betazellen produzieren das lebensnotwendige Insulin in der Bauchspeicheldrüse. In Küche und Garten finden sich viele Nahrungsmittel, die eine Störung des Insulinhaushalts vermeiden und den Insulinstoffwechsel wieder ins Lot bringen können:


  • die ayurvedische Pflanze Gymnema sylvestre, die den Blutzucker kontrolliert und den Heißhunger auf Kohlenhydrate unterdrückt
  • Echter Schwarzkümmel (Nigella sativa)
  • Vitamin D
  • Kurkuma
  • Arginin, eine Aminosäure, die für gesundes Wachstum im Körper sorgt. Arginin findet man in Milch, Weizenmehl, Buchweizenmehl, Haferflocken, Nüssen, Kürbissamen, Sesamkörnern, Sonnenblumenkerne, Kichererbsen und gekochten Sojabohnen.
  • Avocado
  • Berberin aus Berberitze (Sauerdorn), Kurkuma oder Mahonien
  • Bittermelone (Momordica charantia)
  • Mangold
  • Maisbart
  • Stevia
  • Sulforaphan, ein starkes Antioxidans, das den Abbau giftiger und krebserregender Stoffe beschleunigt. Man findet es unter anderem in Rosenkohl und Brokkoli.

Regeneration der Herzmuskelzellen

Noch bis vor Kurzem wurde angenommen, dass Herzmuskelgewebe sich nicht regenerieren kann. Neue Forschungen zeigen allerdings das Gegenteil. Es gibt durchaus Substanzen, die die Bildung neuer Herzmuskelzellen fördern:

Mit diesen natürlichen Nährstoffen aus gesunden Nahrungsmitteln lassen sich die Selbstheilungskräfte des Körpers ausgezeichnet anregen und vielleicht manches Medikament mit seinen unerwünschten Nebenwirkungen einsparen.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Gesundheit & Wissenschaft

Gesundheit & Wissenschaft
Bitte beachten Sie, dass Artikel auf dieser Seite generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen können.

Categories

Angelika Lensen. Powered by Blogger.

Autor(en)

Alle Beiträge auf Gesundheit & Wissenschaft wurden von Angelika Lensen erstellt.

About Me

Mein Foto
Ich schreibe als freie Journalistin für Online- und Printmedien
über Gesundheit, Medizin und Wissenschaft.


Werbepolitik

Diese Internetseite ist frei von Werbung und wird ausschließlich privat finanziert.

Letzte Aktualisierung

Beliebte Artikel

Folgen Sie dem Blog per E-Mail

Google+ Badge