Donnerstag, 14. November 2019


Blaue Flecken auf der Haut sind meist harmlos und verschwinden nach einigen Tagen von selbst. Treten Sie gehäuft in kurzer Zeit auf, sollte man die Ursache abklären.

Wenn man sich stößt oder fällt, kann ein blauer Fleck entstehen. Solche Flecken sind meist harmlos. Wenn Sie jedoch viele unerklärbare Blutergüsse in kurzer Zeit bekommen, kann dies ein Zeichen für gesundheitliche Probleme sein. Lesen Sie hier, welche das sein können.
Wie entsteht ein blauer Fleck?
Ein blauer Fleck, der nichts anderes ist als ein Bluterguss, entsteht, wenn ein Blutgefäß beschädigt wird. Wenn Sie sich zum Beispiel stoßen, läuft das Blut unter der Haut aus und verursacht einen blauen oder roten Fleck. Nach einigen Tagen wird dieser Fleck oft grün oder gelb. Diese Farbveränderung ist darauf zurückzuführen, dass der rote Blutfarbstoff Hämoglobin im Blut in gelbe Pigmente umgewandelt wird.
Senioren sind empfindlicher
Ältere Menschen sind meist empfindlicher für blaue Flecken, weil mit zunehmendem Lebensalter das Unterhautfett abnimmt. Auch Frauen neigen dazu, schneller blaue Flecken zu bekommen als Männer. Das hat mit der Tatsache zu tun, dass Frauen weniger Kollagen in der Haut besitzen, was der Haut Festigkeit verleiht.
Vitaminmangel fördert Blutergüsse
Ein Mangel an Vitaminen kann dafür sorgen, dass sich schneller Blutergüsse bilden. Vitamin C schützt vor Infektionen und trägt zur Speicherung von Eisen bei. Bei einem Vitamin-C-Mangel entstehen nicht nur schneller blaue Flecken, sondern auch Beschwerden wie geschwollenes Zahnfleisch, sich schlapp fühlen und Blutarmut. Ein Mangel an Vitamin B12 fördert ebenfalls Blutarmut, wodurch schneller blaue Flecken entstehen. Vitamin K ist ein wichtiges Vitamin für die Blutgerinnung. Ein Mangel an Vitamin K kann die Blutgerinnung verzögern und zu Blutergüssen führen. Ein Mangel an Vitamin K kommt zum Glück selten vor. Risikogruppen sind chronische Antibiotika-Anwender, Menschen mit chronischem Durchfall und Neugeborene.
Nebenwirkungen bestimmter Medikamente
Einige Medikamente können die Blutgerinnung durcheinanderbringen und blaue Flecken verursachen. Ein bekanntes Beispiel sind Blutverdünner. Diese Medikamente beeinflussen die Fließfähigkeit des Blutes und die Produktion von Blutplättchen. Menschen nehmen Blutverdünner ein, um das Blut langsamer gerinnen zu lassen, weil sie vielleicht eine erhöhte Gerinnungsneigung haben und sich bei ihnen schneller Blutgerinnsel bilden, wie bei einer Thrombose. Neben diesen Gerinnungsfaktoren spielen auch die Blutplättchen (Thrombozyten) eine Rolle. Sogenannte Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) sorgen dafür, dass die Thrombozyten nicht verklumpen, um ein beschädigtes Blutgefäß zu verschließen. Deshalb kann es bei ihrer Einnahme ebenfalls schneller zu blauen Flecken kommen.
Andere Medikamente, die blaue Flecken als Nebenwirkungen haben können, sind bestimmte Hormoncremes, Medikamente gegen Epilepsie (Antiepileptika), Lithium und manche Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva). Die möglichen Nebenwirkungen können Sie in der Packungsbeilage Ihrer Medikamente nachlesen.
Schwere Grunderkrankungen
In den meisten Fällen haben blaue Flecken eine relativ harmlose Ursache. Dennoch können diese Blutergüsse unter der Haut auf eine schwerwiegende Grunderkrankung hinweisen. Beispiele sind Blutvergiftungen und Blutgerinnungsstörungen wie Hämophilie (Bluterkrankheit) und das von-Willebrand-Syndrom. Wiederkehrende blaue Flecken ohne klare Ursache können auch auf Bindegewebsanomalien, Leberzirrhose und Leukämie hinweisen. Bei Zweifeln über die Häufigkeit und Ursache von blauen Flecken sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden.

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