Glücklich zu sein ist gesünder, aber nur, wenn man eine bestimmte Mindestschwelle überschreitet. Das haben rumänische Wissenschaftler herausgefunden. Aber wo liegt diese Schwelle?
Aktuelles über Gesundheit, Medizin, Ernährung, Naturheilkunde, Psychologie
Samstag, 14. Februar 2026
Freitag, 23. Januar 2026
Spezielle Fettzellen bremsen Entzündungen
Forscher haben herausgefunden, dass der Körper spezielle Fettzellen einsetzen kann, um Entzündungsreaktionen zu hemmen.
Montag, 15. Dezember 2025
Tai-Chi wirkt gut bei chronischen Schlafstörungen
Schlafprobleme sind weit verbreitet und führen auf lange Sicht zu diversen Krankheiten wie Herz- und Gefäßkrankheiten oder Diabetes. Das chinesische Tai-Chi bringt laut neuen Forschungen langfristig Besserung.
Montag, 21. April 2025
Bewiesen: Mikroplastik ist schädlich für Herz und Blutgefäße
Mikroplastik findet sich tief in unserer Lunge, im Gehirn, selbst in der Plazenta von Schwangeren. Tatsächlich nehmen wir pro Woche Plastik im Umfang einer Bankkarte auf. Immer mehr Studien zeigen, wie das die Gesundheit schädigt.
Laut einer neuen Studie, die auf der Jahrestagung des American College of Cardiology vorgestellt wurde, erhöht Mikroplastik im Körper unter anderem das Risiko für Schlaganfälle und Diabetes.
Erster Beweis für Einfluss auf die Gesundheit von Herz- und Blutgefäßen
„Diese Studie liefert den ersten Beweis dafür, dass die Belastung durch Mikroplastik die kardiovaskuläre Gesundheit beeinflusst, insbesondere chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Schlaganfall“, so der Datenwissenschaftler Sai Rahul Ponnana von der Case Western Reserve School of Medicine im amerikanischen Ohio. „Wir haben in unserer Analyse 154 sozioökonomische und Umweltfaktoren verglichen, aber nicht erwartet, dass Mikroplastik unter den Top 10 der besten Vorhersagefaktoren für das Risiko chronischer Erkrankungen ist.“
Mikroplastik - mit einem Durchmesser zwischen 1 Nanometer und 5 Millimetern - wird freigesetzt, wenn größere Plastikteile zerbrechen. Wir sind ihnen über das Wasser, das wir trinken, die Lebensmittel, die wir essen, und die Luft, die wir atmen, ausgesetzt.
Daten von 555 Messpunkten
In diesem Fall haben sich die Wissenschaftler speziell mit Mikroplastik im Wasser befasst, vor allem weil das besser überwacht wird. Sie hatten Zugang zu einem Datensatz von 555 Messpunkten. Die Menge des Mikroplastiks wurde mit 0 bis 200 Partikeln pro Quadratmeter als gering und mit mehr als 40.000 Partikeln pro Quadratmeter als sehr hoch eingestuft.
Die Forschenden bewerteten die Häufigkeit von Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfall und Krebs anhand von Daten der US Centers for Disease Control and Prevention. Außerdem verwendeten sie ein maschinelles Lernmodell, um die Häufigkeit dieser Erkrankungen vorherzusagen und die Menge an Mikroplastik als Risikofaktor mit 154 anderen sozialen und ökologischen Faktoren wie dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen, der Beschäftigungsquote und der Luftverschmutzung durch Feinstaub zu vergleichen.
Kein Zusammenhang mit Krebs
Wie bereits erwähnt, wurde die Menge an Mikroplastik im Wasser mit Bluthochdruck, Diabetes und Schlaganfall in Verbindung gebracht, aber die gute Nachricht ist, dass es keinen Zusammenhang mit Krebs gab. Je mehr Mikroplastik jedoch im Wasser ist, desto höher ist das Krankheitsrisiko.
Nun ist ein Zusammenhang nicht unbedingt ursächlich. Es könnte auch sein, dass es einen Grund dafür gibt, dass mehr Plastik im Wasser ist: Die Menschen leben vielleicht ungesünder, zum Beispiel weil sie mehr Fertiggerichte oder verarbeitete Produkte essen, die in Plastik verpackt sind, obwohl versucht wurde, dies so weit wie möglich zu korrigieren.
Und wenn überhaupt ein ursächlicher Zusammenhang besteht, sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die sichere Untergrenze zu ermitteln. Wie viel Mikroplastik kann der Körper vertragen und wie lange kann man Mikroplastik ausgesetzt sein, ohne Schaden zu nehmen?
Belastung muss verringert werden
Aber, so der Wissenschaftler, auf der Grundlage der derzeitigen Erkenntnisse ist es vernünftig, anzunehmen, dass Mikroplastik schlecht für die Gesundheit ist und dass wir Schritte unternehmen sollten, um die Belastung zu verringern. Da es für die Bürger sehr schwierig ist, das Einatmen oder Trinken von Mikroplastik zu vermeiden, sollten Regierungen und Unternehmen darauf hinarbeiten, weniger Plastik zu produzieren und dessen ordnungsgemäße Entsorgung sicherzustellen. „Die Umwelt spielt eine sehr wichtige Rolle für unsere Gesundheit, insbesondere für die kardiovaskuläre Gesundheit“, so Ponnana abschließend. „Sich gut um die Umwelt zu kümmern, bedeutet also auch, sich gut um sich selbst zu kümmern.“
Tips, um weniger Mikroplastik zu sich zu nehmen
So schwierig es auch sein mag, es gibt Möglichkeiten, die Belastung durch Mikroplastik zu verringern.
· Trinken Sie zum Beispiel Leitungswasser statt Wasser aus Plastikflaschen. Das verringert die jährliche Aufnahme von 90.000 auf 4.000 Partikel.
· Erhitzen Sie keine Lebensmittel in Plastik in der Mikrowelle: In nur wenigen Minuten kann ein Quadratzentimeter Plastik Millionen von Mikro- und Nanoplastikteilchen freisetzen.
· Vorsicht bei Teebeuteln: Manche enthalten Plastik und geben Millionen Partikel ab.
· Greifen Sie zu frischen, nicht zu ultra-verarbeiteten Lebensmitteln: Chicken Nuggets enthalten zum Beispiel 30 Mal mehr Mikroplastik als frische Hühnchenbrust.
· Vermeiden Sie Konserven: Der Verzehr von Dosensuppe über fünf Tage hinweg kann die BPA-Konzentration in Ihrem Urin um mehr als 1.000 Prozent erhöhen.
· Bewahren Sie Lebensmittel in Glas- oder Edelstahlbehältern auf.
· Ziehen Sie die Anschaffung eines HEPA-Filters (High-Efficiency Particulate Air) in Betracht. Dieser entfernt bis zu 99,97 Prozent der Partikel bis zu einer Größe von 0,3 Mikrometern aus der Luft.
Montag, 13. Januar 2025
Was sind Telomere und wie beeinflussen sie Alterung und Gesundheit?
Telomere sind ein Teil unseres Erbguts und immer mehr Studien zeigen, dass ihre Länge unsere Gesundheit und unsere Alterung beeinflussen.
Donnerstag, 30. Mai 2024
Woher kommt die chronische Erschöpfung bei chronischen Darmerkrankungen?
Erschöpfung ist ein häufiges Begleitsymptom bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Verschiedene Faktoren fördern diese bleierne Müdigkeit.
Dienstag, 14. Februar 2023
Ernährung, die auf den persönlichen Stoffwechsel abgestimmt ist, macht gesünder
Zum ersten Mal gibt es wissenschaftliche Beweise dafür, dass eine personalisierte Ernährung, abgestimmt auf den eigenen Stoffwechsel, zu einer besseren Gesundheit führt. Das ist möglicherweise ein wichtiger Schritt hin zu wirksameren Ernährungsstrategien zur Vorbeugung chronischer Krankheiten.
Donnerstag, 2. Februar 2023
Freitag, 22. April 2022
Schlafmangel verursacht mehr Bauchfett
Schlafmangel ist langfristig für viele chronische Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Diabetes verantwortlich. Laut neuen Forschungen sorgt schlechter Schlaf auch für mehr Bauchfett.
Mittwoch, 23. März 2022
10.000 Schritte täglich? So viele Schritte sind wirklich nötig!
Das oft wiederholte Mantra von 10.000 Schritten pro Tag stammt aus einer jahrzehntealten Marketingkampagne. In Wirklichkeit reichen viel weniger Schritte für die Gesundheit.
Freitag, 11. März 2022
Kalorienbeschränkung stärkt das Immunsystem
Nach jahrzehntelanger Forschung an Tieren scheint sich eine Kalorienbeschränkung auch positiv auf das menschliche Immunsystem auszuwirken.
Samstag, 8. Januar 2022
Tai-Chi zur Behandlung von Knie-Arthrose und Fibromyalgie
Die meditative Kampfkunst Tai-Chi ist eine wenig belastende Methode zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und ähnlich wirksam wie Physiotherapie.
Montag, 3. Januar 2022
Urin verrät das biologische Alter
Der Urin verrät Ihr biologisches Alter und ob Sie gesund alt werden, wie belgische Forscher herausgefunden haben.









