Donnerstag, 22. August 2019


Pflaumen sind nicht nur gut für die Verdauung. Sie senken das Cholesterin, schützen die Knochen und die Gefäße.

Samstag, 17. August 2019


Es gibt mehr als den Frühaufsteher und die Nachteule, haben Forschungen ergeben.

Die Chronobiologie beschäftigt sich mit der inneren Uhr des Menschen und dem Schlaf-wach-Rhythmus, der verrät, zu welchen Zeiten wir am aktivsten oder schläfrigsten sind. Man unterscheidet den Morgen-, Abend- und Normaltyp, zu dem die meisten Menschen gehören. Wie unsere innere Uhr tickt und welchem Chronotyp wir angehören, lässt sich sogar im Blut anhand des Melatonin-Spiegels feststellen. Die Normaltypen stehen etwa gegen sieben oder acht Uhr morgens auf und gehen zwischen elf und zwölf Uhr abends ins Bett. In welche Kategorie man schlaftechnisch fällt, ist hauptsächlich genetisch bestimmt, aber auch ein wenig altersabhängig. Dagegen haben Umgebungslicht, berufliche oder soziale Faktoren weniger Einfluss. Kein Frühaufsteher wird irgendwann komplett zum Nachtmenschen. Die innere Uhr lässt sich höchstens mal um ein oder zwei Stunden verschieben, aber das war’s dann auch.
Wissenschaftler entdecken weitere Chronotypen
Neben den Frühaufstehern, den sogenannten Lerchen und den Nachtmenschen, den sogenannten Eulen, gibt es noch zwei weitere Chronotypen beim Menschen: den Mittagsschlaftyp – Menschen, die vor allem vor und nach der Mittagspause ein Aufmerksamkeitstief haben – und den Nachmittagstyp, der gerade rundum die Mittagszeit am fittesten ist. Das berichtet eine Studie in der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift „Personality and Individual Differences“.
Mittagsschlaf- und Nachmittagstyp
Für diese Studie befragten die Wissenschaftler über eine Online-Umfrage 1.305 Menschen zwischen 17 und 90 Jahren zu ihren Schlafgewohnheiten und ihrem Müdigkeitsgefühl während des Tages. Um das zu bestimmen, wurden den Teilnehmern während der Umfrage verschiedene Zufallszeiten angezeigt und sie wurden gebeten, anzugeben, wie müde sie sich in diesen speziellen Momenten fühlten. Darauf aufbauend konnten die Forscher vier verschiedene Chronotypen unterscheiden. Es gibt den Morgentyp, was darauf hindeutet, dass er sich zu Beginn des Tages am wenigsten schläfrig fühlt. Ebenfalls bekannt ist der Abendtyp, der im Gegensatz zum Morgenmensch erst sehr spät am Tag wacher und aufmerksamer ist. Erstmals entdeckten die Forscher nun den sogenannten Mittagsschlaf- oder Nickerchentyp, der vor allem zwischen 11 und 15 Uhr müde und morgens und abends am aktivsten ist. Schließlich gibt es noch den Nachmittagstyp, der am aufmerksamsten zwischen 11 und 17 Uhr ist.

Produktive Phasen berücksichtigen
Der Nachweis der Existenz von mehr als zwei Chronotypen ist nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern kann auch einen Unterschied im Alltag bedeuten. Es kann schließlich hilfreich sein, die Arbeits- und Lernzeiten für die Phasen einzuplanen, an denen man am fittesten und damit produktivsten ist. Konkret bedeutet dies, dass Unternehmen ihre Arbeitsschichten mit Mitarbeitern einteilen können, deren Chronotyp am besten zu diesem Zeitraum passt. Oder den Arbeitnehmern mehr Unabhängigkeit geben, damit sie zu den Zeiten arbeiten können, an denen sie am leistungsfähigsten sind. So können die Mittagsschlaftypen leistungsfähiger sein, wenn sie während des Tages mal ein Nickerchen von einer Viertelstunde einlegen können.
Im Alter werden wir mehr zu Lerchen
Es ist natürlich auch für Schüler und Studenten interessant, die sich in der Prüfungsphase befinden. Sie sollten den Rhythmus wählen, der für sie am besten funktioniert, was Motivation und Produktivität zu Gute kommt. Die Forschungen ergaben zudem, dass die Ergebnisse größtenteils für Männer und Frauen gelten und auch für alle Altersstufen. Nur eines ist und bleibt problematisch: wenn man dauerhaft gegen seine innere Uhr leben muss. Wenn ein Organismus nicht zu der Zeit schlafen darf, die seine Gene vorgeben, gerät der Körper in Stress und das macht – vor allem auf Dauer – krank. Ein wenig ändert sich unsere innere Uhr allerdings mit fortschreitendem Alter: Dann werden wir alle etwas mehr zu Lerchen, die morgens schon früh wach sind, aber auch abends nicht mehr so lange durchhalten.

Montag, 12. August 2019


Der Trend, unsere Gesundheit und unseren Schlaf mit allen technischen Finessen im Auge zu behalten, kann erst recht zu Problemen führen.

Mittwoch, 7. August 2019


Ist Sommerobst gesünder und nährstoffreicher als anderes Obst?

Zur Kategorie Sommerobst gehören weiche Obstsorten und Steinobst. Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren oder Heidelbeeren sind Beispiele für weiches Obst. Kirschen, Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen und Pflaumen sind typisches Steinobst.
Vitamin C
Sommerobst gehört wie anderes Obst zu den nährstoffdichten Nahrungsmitteln. Das bedeutet, dass diese Früchte viele essenzielle Nährstoffe, aber wenig Kalorien enthalten. Besonders weiches Sommerobst liefert im Durchschnitt etwas mehr Ballaststoffe und Vitamin C. Der durchschnittliche Ballaststoffgehalt von weichen Sommerfrüchten beträgt 4,8 Gramm pro 100 Gramm gegenüber 2,2 Gramm bei anderen Früchten. Vor allem Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, weiße und schwarze Johannisbeeren sind besonders reich an Vitamin C. Sie enthalten pro 100 Gramm 40 bis 82 Prozent (schwarze Johannisbeeren sogar 250 Prozent) der täglich empfohlenen Menge an Vitamin C (60 Milligramm täglich), wie in der europäischen Gesetzgebung zur Angabe nährwertbezogener Aussagen festgelegt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt inzwischen allerdings Erwachsenen 100 Milligramm Vitamin C täglich aufzunehmen. 100 Gramm Erdbeeren liefern beispielsweise schon die Hälfte dieses Tagesbedarfs. 100 Gramm Himbeeren, Stachelbeeren und weiße Johannisbeeren liefern immerhin noch ein Drittel und 100 Gramm schwarze Johannisbeeren 136 Prozent der aktuellen Vitamin-C-Empfehlung.
Für schwangere und stillende Frauen werden zusätzlich 10 bzw. 20 Milligramm Vitamin C täglich empfohlen. Das Gleiche gilt für Raucher, die mehr als zehn Zigaretten täglich rauchen. Eine zusätzliche Portion Sommerobst kann daher neben anderen Früchten sinnvoll sein.
Bioaktive Substanzen
Sommerobst verdankt die intensive Farbe den bioaktiven Substanzen wie Carotinoiden und Flavonoiden. Viele bioaktive Substanzen wirken antioxidativ. Antioxidantien schützen den Körper vor freien Radikalen und anderen Schadstoffen, die durch verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper entstehen. Antioxidantien stärken unser Immunsystem und beugen Wohlstandskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebsarten vor. Das Carotinoid Beta-Carotin sorgt für eine gelb-orange Farbe. Das Flavonoid Anthocyan färbt Früchte blau, violett, rot-violett und schwarz. Kein einziges Nahrungsmittel enthält alle bioaktiven Substanzen. Abwechslung ist daher angesagt bei der Obstwahl.
Gesundheitsvorteile
Im Rahmen einer gesunden Ernährung wird empfohlen, das ganze Jahr über zwei bis drei Stücke Obst pro Tag zu essen. Das entspricht etwa 250 bis 375 Gramm. Eine Portion Obst entspricht etwa einem Apfel, zwei Pflaumen, einem Pfirsich, zwei Aprikosen, einer Nektarine, zehn Trauben weiße, rote oder schwarze Johannisbeeren, eine Handvoll Kirschen (30 Stück), eine Handvoll Erdbeeren (zehn Stück), eine Handvoll Himbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren (35 Stück). Obst wird zahlreiche gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. Es gibt starke Hinweise auf eine schützende Wirkung gegen chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einige Krebsarten, Übergewicht und Diabetes. Wahrscheinlich ist die gesundheitsfördernde Wirkung von Obst nicht auf eine einzelne Substanz zurückzuführen, sondern auf das Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe.
Genügend Obst zu essen und viele verschiedene Sorten, ist entscheidend, um alle gesundheitlichen Vorteile auszuschöpfen. Studien mit Erdbeeren, Heidelbeeren und Cranberrys zeigen eine deutliche Verbesserung des Zucker- und Fettstoffwechsels. In den Studien wurden frische Beeren, Beerensaft oder gefriergetrocknete Beeren verwendet. Der zugrundeliegende Mechanismus ist noch unklar, kann aber mit verringertem oxidativem Stress und der Unterdrückung entzündlicher Prozesse zusammenhängen.
Sommerobst schützt Nerven und Gehirn
Weiches Sommerobst soll auch altersbedingten neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson vorbeugen. Tierversuche zeigen, dass Erdbeeren und Heidelbeeren einen positiven Einfluss auf die Kommunikation der Nerven haben, was die Denkleistung und Bewegungsabläufe verbessert. Obwohl die Ergebnisse ermutigend sind, ist es noch zu früh, um konkrete Empfehlungen zu diesem Thema zu geben. Dafür sind mehr Langzeitstudien in verschiedenen Bevölkerungsgruppen erforderlich.
Zucker
Während des Reifeprozesses verändert sich der Geschmack der Früchte durch die Umwandlung von Stärke in Zucker. Je reifer die Frucht, desto süßer der Geschmack. Während der Reifung ändert sich der Kalorienwert jedoch kaum, da die Gesamtmenge der Kohlenhydrate nahezu unverändert bleibt. Der durchschnittliche Zuckergehalt einer reifen Frucht liegt zwischen etwa 5 und 15 Gramm pro 100 Gramm Frucht. Das ist immer noch viel niedriger als der einfache Zuckergehalt in Süßigkeiten wie Schokolade, Bonbons, Keksen und Gebäck, die leicht bis zu 30 Gramm Zucker oder mehr pro 100 Gramm erreichen und auch viel Fett enthalten können.
Obst hat eine hohe Nährstoffdichte
Obst liefert neben natürlichem Zucker auch andere essenzielle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Reife und süße Früchte passen aufgrund ihrer Nährstoffdichte auch in eine figurfreundliche Ernährung. Sie sollten sich jedoch an die Empfehlung von zwei bis drei Stück pro Tag halten. Konfitüre kann frisches Obst nicht ersetzen, auch nicht wenn sie aus frischen Früchten selbst hergestellt wird. Konfitüre enthält mehr Zucker und weniger essenzielle Nährstoffe. Durch den Kochvorgang kommt es zu einem gewissen Nährstoffverlust. Vor allem wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C sind hitzeempfindlich.

Freitag, 2. August 2019


Yoga ist gut für Körper und Geist. Muskelkraft, Beweglichkeit, rheumatische Beschwerden, aber auch Depressionen lassen sich mit Yoga lindern.

Eine ganz Reihe klinischer Studien zeigen, wie Yoga Körper und Geist wirklich gesund hält. Yoga verbessert viele Aspekte der körperlichen und geistigen Gesundheit. Auch interessant: Yoga reguliert die Nervenbotenstoffe GABA, Serotonin und Dopamin. Diese Substanzen sind für unsere psychische Verfassung und unseren Schlaf sehr wichtig. Neugierig? Dann lesen Sie weiter.
Yoga hält gesund
Yoga wird häufig belächelt, aber 22 randomisierte klinische Studien zeigen, wie gesund Yoga tatsächlich ist. Die Mind-Body-Methode stammt aus hinduistischen Traditionen. Bei uns wird sie immer noch manchmal unterschätzt, als etwas das eher zu spirituellen Typen passt. Aber vielleicht gönnen wir uns einfach nicht die Zeit dafür, so gehetzt wie wir im Alltag immer sind.
Mind-Body-Ansatz
Wie bei allen fernöstlichen Techniken und Heilmethoden betrachtet die Mind-Body-Methode den Menschen als Ganzes. Mit anderen Worten: Sie behandelt ganzheitlich, sowohl körperlich als auch geistig. Und geht davon aus, dass alles miteinander verbunden ist. Das ist laut der aktuellen Studienlage sinnvoll. Wie Yoga Körper und Geist wirklich gesund hält? Yoga konzentriert sich auf die Ursachen von Beschwerden, statt nur die Symptome zu unterdrücken. Wenn wir dafür Zeit und Ruhe nehmen, funktioniert das für viele Menschen gut.
Wie gesund ist Yoga laut der Wissenschaft?
Yoga ist eine Mind-Body-Technik, die Angst und Depressionen reduziert. Das gilt vor allem für Hatha-Yoga, einer Form des Yoga bei der Körperübungen, Meditation und Atemtechniken im Mittelpunkt stehen. Schon nach wenigen Wochen spüren Sie eine Verbesserung von Angst und Depression, wenn Sie zweimal pro Woche Yoga machen. Das haben mehrere Studien bestätigt. Entspannungsübungen von einer halben Stunde lindern ebenfalls die Beschwerden.
Yoga erhält die Gehirnleistung
Unsere Gehirnfunktion wollen wir gerne so lange wie möglich erhalten. Altersbedingte Gedächtnisprobleme und die abnehmende Fähigkeit, neue Dinge zu lernen, brauchen wir genauso wenig wie Zahnschmerzen. Und auch dafür ist Yoga gut. Wer acht Wochen Yoga machte, hatte weniger Probleme mit der Denkleistung. Sogar bei Demenz haben die Techniken einen positiven Effekt. Und wenn Sie Suchtprobleme haben: Wenden Sie diese Methode an. Denn Yoga macht weniger abhängig von Suchtmitteln.
Yoga bei rheumatoider Arthritis
Dass Yoga die Beschwerden bei rheumatoider Arthritis lindert, ging aus einer Serie von Meta-Analysen hervor (1, 2, 3). Wie Yoga Körper und Geist gesund hält, hängt auch von der Methode ab. Die besten Ergebnisse werden erzielt mit einer Kombination aus Bewegungsübungen, Atemtechniken und Meditation. Das Verfahren reduziert in erster Linie Schwellungen und Empfindlichkeit der Gelenke und lindert Schmerzen. Auch bei Rheuma waren meist nach acht Wochen Yoga-Praxis deutliche Verbesserungen spürbar.
Besseres Gleichgewicht und Muskelkraft
Eine Übersichtsstudie von 22 klinischen Studien, die im „International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity“ veröffentlicht wurde, verglich Yoga mit anderen Aktivitäten wie Wandern. Dabei zeigte sich, dass Menschen mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren sehr viel von Yoga profitierten. Gleichgewicht, Beweglichkeit und Muskelkraft steigerten sich. Depressive Symptome nahmen ab, und die Teilnehmer schliefen besser. Insgesamt fühlten sich die Teilnehmer ein Stück vitaler als ohne Yoga.
Yoga schlägt Wandern
Obwohl 20 Minuten Wandern schon sehr gesund sind, ist Yoga deutlich effektiver. Die Ergebnisse bei Muskelkraft, Beweglichkeit und Depressionen sind überzeugender. Andere Studien zeigen, wie katastrophal Untätigkeit speziell für die Muskelkraft ist. Bei Inaktivität nimmt die Muskelkraft sehr schnell ab. Yoga ist leicht zugänglich für alle Altersgruppen und tut sowohl Körper als Geist gut.
Die Wirkung von Yoga auf die Nervenbotenstoffe
Yoga ist durchaus gesund fürs Gehirn. Für diejenigen, die unter Depressionen leiden, ist das ein interessanter Aspekt. Aber warum funktionieren solche Methoden so gut bei Depressionen? Kurz gesagt, Yoga bringt den Stoffwechsel im Gehirn ins Gleichgewicht.
Yoga sorgt im Gehirn für mehr:

  • Serotonin: das Glückshormon
  • GABA (Gamma-Amino-Butteräsure): dieser Neurotransmitter reguliert Schlaf und Stimmung
  • Dopamin: Genau wie Serotonin ein Glückshormon, dass uns hilft, ausgeruht und motiviert zu sein

Auch Entzündungen spielen eine Rolle. Bei Depressionen ist inzwischen klar, dass eine der Ursachen Entzündungen im Gehirn sind. Die höheren Konzentrationen verschiedener Entzündungsmarker zeigen das eindeutig. Weil Yoga diese Entzündungsprozesse positiv beeinflusst, werden die Beschwerden gelindert. Daher ist es also nicht so verwunderlich, dass Yoga nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Gesundheit fördert.

Sonntag, 28. Juli 2019


Was Sie über Insektenstiche wissen und wie Sie damit umgehen sollten.

Jeden Sommer werden tausende Menschen von Wespen und Bienen gestochen. Meist bleibt es bei einer harmlosen Hautreaktion, aber manche Menschen reagieren allergisch auf einen Stich. Bei diesen Betroffenen kann sogar ein lebensbedrohlicher Schock auftreten.

Ein Stich einer Biene, Wespe, Hornisse oder Hummel, ist meistens ein unangenehmer, aber harmloser Vorfall. An der Einstichstelle schwillt die Haut an, es juckt leicht und schmerzt. Nach einigen Stunden oder höchstens einigen Tagen ist der Spuk vorbei. Abhängig von der Anzahl der Stiche und wo man gestochen wurde, können die Folgen jedoch gravierender sein.
1. Eine lokale Reaktion
Der Stich ist sehr schmerzhaft. Man sieht lokale Rötungen, eine leichte Schwellung und Verhärtung. Meistens ist das von Juckreiz begleitet. Diese Reaktion verschwindet in der Regel einige Stunden nach dem Stich.
Je nachdem, wo man gestochen wird, kann die Schwellung stärker ausgeprägt sein. Dies ist der Fall bei Stichen im Gesicht oder am Hals. Ein Stich in der Mundhöhle oder im Rachen kann so anschwellen, dass Erstickung droht.
2. Eine toxische Reaktion
Der Schweregrad der Reaktion nimmt mit der Anzahl der Stiche zu. Bei vielen Stichen ist die Menge des injizierten Giftes größer. Neben der lokalen Reaktion treten auch allgemeine Symptome auf: Wasseransammlungen (Ödeme), Müdigkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall und manchmal Krampfanfälle und Bewusstseinsverlust. Ein Erwachsener, der mehr als zwanzig Mal gestochen wird, muss zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
3. Allergische Reaktion
Manche Menschen reagieren allergisch auf Insektenstiche. Eine allergische Reaktion ist nicht dosisabhängig und kann bereits nach einem einzigen Stich auftreten. Jeder kann eine Allergie gegen Wespen- oder Bienengift entwickeln. Das Risiko, allergisch zu werden, steigt, wenn Sie öfter gestochen oder wenn Sie in kurzer Zeit häufig gestochen werden.
Die folgenden Symptome können auftreten:
  • Eine leichte Überempfindlichkeit verursacht starke juckende Schwellungen, die einige Tage anhalten können. Sogar das ganze Bein oder der ganze Arm können anschwellen.
  • Schwerwiegender ist eine sogenannte systemische oder generalisierte Reaktion, die nicht nur eine örtliche Schwellung hervorruft, sondern auch andere Beschwerden:
    - rote Augen,
    - kribbelnde Lippen,
    - eine laufende Nase,
    - ein plötzlicher Blutdruckabfall begleitet von Schwindel,
    - Anschwellen der Zunge, des Kehlkopfes oder der Luftröhre, was zu Atemnot führt,
    - Kurzatmigkeit,
    - Erbrechen.
    Diese generalisierte Reaktion tritt meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach dem Stich auf.
  • Ohne sofortiges Eingreifen kann ein anaphylaktischer oder allergischer Schock auftreten, der zu schweren Herz- und Atemwegsproblemen führen kann. Wer bei einem früheren Stich überempfindlich reagierte, hat bei einem nachfolgenden Stich ein erhöhtes Risiko für eine allergische Reaktion auf Insektengift. Es ist jedoch unmöglich, das Risiko einer generalisierten Reaktion vorherzusagen.
Es wird geschätzt, dass ein bis fünf Prozent der Bevölkerung auf solche Weise auf einen Insektenstich reagieren.
Maßnahmen nach einem Insektenstich
  • In der Regel genügt es, die Einstichstelle mit Eis oder einem feuchten kalten Tuch zu kühlen. Wenn der Stachel noch in der Haut steckt, sollte er so schnell wie möglich entfernt werden. Vermeiden Sie dabei das Ausdrücken des Giftsäckchens. Am besten entfernen Sie den Stachel durch Abschaben mit dem Fingernagel oder einer Kreditkarte oder Ähnlichem. Ziehen Sie den Stachel nicht mit zwei Fingern aus der Haut, da das Giftsäckchen dann weiter zusammengedrückt wird.
  • Entfernen Sie bei einem Stich in die Hand Schmuck und Ringe, so dass die Blutversorgung der Finger bei einer Schwellung nicht beeinträchtigt wird.
  • Reinigen Sie den Stich mit Wasser und Seife und desinfizieren Sie ihn mit Desinfektionsspray.
  • Die meisten Hausmittel für die Behandlung von Insektenstichen, wie Arnika, Essig, Alkohol, ätherische Öle, Menthol und so weiter werden nicht empfohlen, weil ihre Wirkung nicht wissenschaftlich bestätigt ist.
  • Bei starken Schmerzen darf ein Schmerzmittel eingenommen werden.
Fragen Sie in jedem Fall einen Arzt bei folgenden Umständen:
  • Ein Stich in Mund oder Rachen ist immer gefährlich. Die Schleimhaut kann schnell anschwellen und die Atmung behindern. Lutschen Sie einen Eiswürfel und gehen Sie so schnell wie möglich zum Arzt oder ins Krankenhaus.
  • Wenn Sie mehrere Bienen- oder Wespenstiche erlitten haben (mehr als 20 bei einem Erwachsenen) müssen Sie zur Beobachtung ins Krankenhaus.
  • Wenn lokal eine starke Reaktion wie eine übermäßig starke Schwellung oder sehr starker Juckreiz auftreten, die nicht nach einigen Stunden verschwindet oder erst nach einigen Stunden auftritt, muss ein Arzt konsultiert werden. Er wird eventuell ein Antihistaminikum gegen den Juckreiz und die Schwellung verschreiben oder eine Cortison-Behandlung starten.
  • Wenn nach dem Stich eine allergische Reaktion auftritt, rufen Sie die Notfallnummer 112 für einen dringenden Transport ins Krankenhaus. Eine allergische Reaktion wird von Hautausschlag, starkem Juckreiz, Schwellungen im Gesicht, Schwindel, Blässe, Atembeschwerden und Erstickungsgefühlen begleitet. Der Betroffene sollte sich hinlegen, die Beine etwas höher gelagert als der Körper.
  • Menschen, die früher schon eine schwere allgemeine Reaktion gezeigt haben, sollten im Frühling und Sommer ein Notfallset mit Adrenalin zur Hand haben, damit sie das sofort injizieren können. Fragen Sie Ihren Arzt danach und lernen Sie die richtige Handhabung der Spritze. Wenn Sie das Adrenalin-Notfallset benutzt haben, sollten Sie trotzdem sofort einen Arzt aufsuchen.
Immuntherapie bei Insektenallergie
Bei Kindern und Erwachsenen mit einer starken Allergie gegen Insektengift kann eine Immuntherapie oder Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Das bedeutet, dass der Arzt für einen bestimmten Zeitraum immer höhere Dosen des Insektengiftes spritzt, wodurch sich der Körper an das Gift gewöhnt und die Überempfindlichkeit abgebaut wird.
Diese Form der Immuntherapie wird zunehmend bei Menschen eingesetzt, die auf Stiche von Wespen, Bienen oder Hummeln allergisch reagieren. Die Immuntherapie ist eine sehr wirksame Behandlung: Mehr als 90 Prozent der Wespengiftallergiker sind sechs Wochen nach der Behandlung vollständig geschützt und zeigen nach einem erneuten Stich nur eine lokale Reaktion. Bei einer Bienengiftallergie ist der Prozentsatz mit 75 bis 80 Prozent etwas niedriger. Am Ende der Therapie haben Sie einen dauerhaften Schutz vor Insektengift aufgebaut. Diese Behandlung wird bei Kindern über fünf Jahren nur angewendet, wenn sie sich durch spezielle Hauttests und eine Blutuntersuchung (CAP-Test) als Bienen- oder Wespenallergiker erwiesen haben und auf einen weiteren Stich lebensbedrohlich mit einem anaphylaktischen (allergischen) Schock reagieren können. Auch Menschen, die beruflich mit Wespen oder Bienen zu tun haben, kann diese Behandlung nützen.
Zehn goldene Tipps bei Allergie gegen Insektengift
1. Vermeiden Sie Picknicks und Grillen. Süßigkeiten, Bier, Wurstwaren und Ähnliches ziehen Wespen an. Lassen Sie Dosen mit Softdrinks niemals offen stehen und trinken Sie im Freien nicht daraus. Wenn eine Wespe darin ist, kann sie in Mund oder Rachen stechen.

2. Meiden Sie die Umgebung von Mülleimern und herabgefallenes Obst, das Wespen lieben.

3. Vermeiden Sie körperliche Arbeit, bei der man ins Schwitzen gerät. Schweiß lockt Bienen und Wespen an.

4. Wenn Sie Hecken schneiden müssen oder an Dachrinnen oder auf alten Dachböden arbeiten, kontrollieren Sie zuerst, ob sich dort keine Wespennester befinden.

5. Meiden Sie die Umgebung von Bienenstöcken und blühende Blumen.

6. Tragen Sie keine Kleidung in knalligen Farben, schwarz oder mit Blumenmotiven. Weiß, Grün und Hellbraun finden Insekten am wenigsten attraktiv.

7. Laufen Sie nie barfuß übers Gras. Bienen lieben die Blüten von Klee und Gänseblümchen und Wespen legen im Boden Nester an.

8. Verzichten Sie auf duftendes Deodorant, Parfüm, Rasierwasser und Sonnencreme. Solche Düfte ziehen Bienen und Wespen an.

9. Vermeiden Sie abrupte Bewegungen, wenn sich eine Wespe oder Biene in der Nähe befindet. Töten Sie kein Insekt, das auf dem Körper sitzt, sondern schnippen Sie es bei Bedarf mit einem Finger weg.

10. Töten Sie keine Bienen oder Wespen in der Nähe des Nestes. Das lockt Artgenossen an. Versuchen Sie nicht selbst, Wespennester zu entfernen, sondern rufen Sie professionelle Schädlingsbekämpfer.

Dienstag, 23. Juli 2019


Damit man die heißen Temperaturen im Sommer gut übersteht, sollte man auf einige Dinge achten. Praktische Tipps damit Sie gesund bleiben.
Trinktipps
  • Bei heißem Wetter sollte man mehr trinken, als das Durstgefühl vorgibt. Trinken Sie mindestens eineinhalb Liter, am besten Wasser. Trinken Sie regelmäßig zwischendurch.
  • Vor allem bei Senioren und Kindern muss darauf geachtet werden, dass sie regelmäßig und ausreichend Wasser trinken. Beide Altersgruppen haben kein verlässliches Durstempfinden. Wenn der Durst einsetzt, fehlt dem Körper eigentlich schon Flüssigkeit.
  • Spülen Sie Mehrwegflaschen und Trinkbecher immer sorgfältig aus. Wegwerfflaschen sollten nur einmalig verwendet und nicht erneut gefüllt werden, um Keimbildung zu vermeiden.
Tipps für die Mahlzeiten
  • Manche Leute haben einfach keinen Hunger bei warmem Wetter. Versuchen Sie trotzdem, regelmäßig zu essen. Frische Salate und Rohkost wie Gurken, Möhren oder Avocados sind eine gute Alternative und liefern dem Körper zusätzlich Flüssigkeit. Sie lassen sich auch auf verschiedene Arten mit anderen Nahrungsmitteln kombinieren. Sparsam sollten Sie hingegen mit Mayonnaise und anderen Soßen umgehen sowie mit fettiger Nahrung, weil ihre Verdauung den Kreislauf bei Hitze zusätzlich belastet.
  • Während der Sommersaison ist das Angebot an frischem Obst groß und bietet genug Abwechslung. Feingeschnittenes, gekühltes Obst liefert eine angenehme Erfrischung und regt dazu an, regelmäßig ein Stück zu nehmen. Ein Glas kalte Milch, Buttermilch oder Joghurt erfrischen ebenfalls zwischendurch und liefern wichtige Nährstoffe.
  • Denken Sie daran, dass Bakterien und krankmachende Keime Wärme lieben und dann besonders gut gedeihen. Behalten Sie daher immer die grundsätzliche Hygieneregel im Hinterkopf: Gekühlte Produkte kühl halten und warme Mahlzeiten - vor allem Fleisch – gut durchgaren.
Verwenden Sie Kühlboxen und Kühltaschen
  • Wenn Sie draußen picknicken wollen, sollten Sie die Nahrungsmittel erst kurz zuvor aus dem Kühlschrank nehmen und in eine vorgekühlte Kühlbox oder Kühltasche stellen. Das gilt vor allem für Brotbelag, Milchgetränke und Milchdesserts. Gemüse, Obst und Getränke schmecken zudem gekühlt viel besser.
  • Zuhause sollte man ebenfalls Lebensmittel erst kurz vor der Zubereitung oder dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen.
  • Nehmen Sie zum Einkaufen eine Kühltasche oder Kühlbox für gekühlte und gefrorene Produkte mit. Fahren Sie nach dem Einkauf direkt nach Hause. Machen Sie keinen Umweg, während Sie Lebensmittel im Kofferraum liegen haben.
  • Halten Sie bei der Zubereitung der Mahlzeiten rohe und zubereitete Nahrungsmittel getrennt, vor allem beim Grillen.
  • Verwenden Sie separate Teller, Schneidebretter, Messer und Gabeln für rohe und gegarte Produkte.
  • Lassen Sie Teller mit Grillgut oder Salaten, Soßen und Ähnlichem nie in der Sonne stehen. Halten Sie fertiges Grillgut warm und Salate, Gemüse, Obst, Soßen und Mayonnaise kühl. Kleine Portionen sind diesbezüglich einfacher zu handhaben.
  • Lassen Sie Tiefkühlprodukte nicht bei Zimmertemperatur auftauen, sondern immer im Kühlschrank. Gefrorenes Gemüse und Fisch können auch ohne vorheriges Auftauen zubereitet werden.

Freitag, 19. Juli 2019


Warum stechen Mücken den einen mehr als anderen und werden wir eher gestochen, wenn wir Alkohol getrunken haben?

So schön der Sommer auch ist, aber seine Begleiterscheinungen wie Wespen oder Mücken können einem die Jahreszeit schon ziemlich vermiesen. Besonders Mücken, die einen abends auf Terrasse oder Balkon belagern oder einem nachts den ohnehin schon schlechten Hitze-Schlaf rauben, verderben ordentlich den Sommerspaß. „Und warum werde ausgerechnet immer ich gestochen?“, fragt sich so mancher jedes Jahr aufs Neue. Denn manche Menschen sind anfälliger für Mückenstiche als andere: Sie werden mehr gestochen und reagieren auf den Stich oft auch stärker mit großen Beulen und starkem Juckreiz. „Du hast süßes Blut“, heißt es dann meist lapidar. Aber dass Mücken „süßes Blut“ lieben, lässt sich ins Reich der Fabeln verbannen. Süßes Blut gibt es nicht und Mücken machen keinen Unterschied zwischen süß und sauer. Dafür scheinen Mücken laut Studien aber Menschen mit Blutgruppe Null zu bevorzugen. Allerdings ist die Blutgruppe Null viel häufiger vertreten als A, B, oder AB, daher ist es normal, dass mehr Menschen mit Blutgruppe Null gestochen werden.

Mücken lieben Schweißfüße und Parfüm

Mücken werden in erster Linie vom Körpergeruch angezogen. Menschen, die oft gestochen werden, schwitzen wahrscheinlich mehr oder haben eine höhere Konzentration an bestimmten Stoffen im Schweiß, wie Milchsäure, Eiweiße und Aminosäuren. Welche Substanzen anziehend wirken, ist je nach Mückenart unterschiedlich. So scheinen Menschen mit Schweißfüßen mehr Mücken anzulocken. Auch Parfüms sollen Mücken attraktiv finden.
Aus Forschungen an Zwillingen ging hervor, dass die Attraktivität für Mücken - zumindest teilweise - genetisch bedingt ist. Das kann mit genetisch bedingten Unterschieden des Körpergeruchs zu tun haben. Dabei sollen insbesondere die HLA-Gene (humane Leukozytenantigene) eine Rolle spielen. Auch das individuelle Immunsystem eines Menschen kann für eine unterschiedliche Bakterienflora auf der Haut verantwortlich sein. Diese Bakterien verarbeiten Schweiß auf unterschiedliche Weise und verursachen deshalb unterschiedliche Gerüche. Neuere Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Unterschiede beim Körpergeruch uns für Malaria-Mücken mehr oder weniger attraktiv machen.

Kohlendioxid wirkt anziehend

Mücken werden ebenfalls durch das Kohlendioxid unserer Atemluft angelockt. Das könnte erklären, warum schwangere Frauen oft mehr unter Stechmücken leiden. Vor allem im letzten Trimester atmen sie mehr Kohlendioxid aus. Kohlendioxid ist ebenfalls der Grund, warum Mücken lieber Erwachsene als Kinder stechen, obwohl gerade das Gegenteil der Fall zu sein scheint. Grund ist, dass Kinder meist stärker auf Mückenstiche reagieren. Auch beim Sport atmet man mehr Kohlendioxid aus. Zusätzlich steigt die Körpertemperatur, die Schweiß- sowie die Milchsäureproduktion: alles Faktoren, die Sie für Mücken besonders anziehend macht.

Und Alkohol?

Untersuchungen haben gezeigt, dass Bier einen tatsächlich attraktiver für (bestimmte) Mücken macht. Möglicherweise verändert der Abbau des Alkohols im Körper den Körpergeruch und die Ausatemluft. Oder der Alkohol beeinflusst die Durchblutung der Haut, was sich wiederum auf die Stärke des Körpergeruchs auswirkt. Ob andere alkoholische Getränke als Bier die gleiche Wirkung haben, ist mangels Forschung unbekannt. Genauso wenig ist bekannt, ob alle Arten von Mücken durch Bier oder Alkohol angelockt werden.

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