Montag, 11. Mai 2015


Kaffee hemmt das Tumorwachstum
(Foto: Christoph - pixabay.com)

Kaffee kann das Tumorwachstum unterdrücken und beugt auch der Rückkehr von Tumoren vor, sagen englische und schwedische Forscher.


Kaffee kann dabei helfen, das Wachstum von Tumoren zu unterdrücken. Außerdem senkt er bei Frauen, die mit dem Medikament Tamoxifen behandelt werden, das Risiko für eine Rückkehr des Krebses. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der schwedischen Lund-Universität und der britischen Universität von Bristol.
Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass die Ernährung und dabei auch das Trinken von Kaffee, die Entwicklung von Brustkrebs beeinflussen kann. In dieser Studie untersuchten die Wissenschaftler sowohl Testpersonen als auch Brustkrebszellen im Labor.

Zwei Tassen Kaffee täglich unterstützen die Krebstherapie
Die Wissenschaftler analysierten Daten von 1.090 Frauen mit Brustkrebs. Daraus ergab sich, dass Patientinnen, die täglich mindestens zwei Tassen Kaffee tranken, kleinere Tumoren hatten. Außerdem wurden weniger hormonabhängige Tumore festgestellt. 500 Patientinnen wurden mit dem Medikament Tamoxifen behandelt. Dieses sogenannte Antiöstrogen hemmt die Bindung des Hormons Östrogen an die Krebszellen und beeinflusst so das Wachstum eines hormonabhängigen Tumors. Bei Frauen, die täglich mindestens zwei Tassen Kaffee tranken, kehrten die Krebstumore weniger oft zurück.
Für die Zellanalyse untersuchten die Wissenschaftler, was passiert, wenn sie Koffein und Kaffeesäure - zwei Inhaltsstoffe von Kaffee - zu den Brustkrebszellen hinzufügten. Die Zellen teilten sich weniger schnell und starben früher ab, vor allem in Kombination mit dem Medikament Tamoxifen.

Wirkung auf Krebszellen
»Die Ergebnisse zeigen, dass die Substanzen im Kaffee auf die Brustkrebszellen wirken und die Signalwege behindern, die die Krebszellen brauchen, um zu wachsen«, erklären die Forscher. Obwohl sie sowohl bei Patientinnen als auch an Zellen zeigen konnten, dass Kaffee die Behandlung mit Tamoxifen verstärkt, betonen sie, wie wichtig es ist, das Medikament anzuwenden. Trinken die Patientinnen dann zusätzlich gerne Kaffee, dann ist das ein Bonus. »Zwei Tassen Kaffee am Tag ist schon genug, um einen Unterschied zu machen.«

Quelle: Ann H. Rosendahl, Claire M. Perks, Li Zeng, Andrea Markkula, Maria Simonsson, Carsten Rose, Christian Ingvar, Jeff M.P. Holly, and Helena Jernström: Caffeine and Caffeic Acid Inhibit Growth and Modify Estrogen Receptor and Insulin-like Growth Factor I Receptor Levels in Human Breast Cancer. Clin Cancer Res April 15, 2015 21:1877-1887. doi: 10.1158/1078-0432.CCR-14-1748

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