Freitag, 19. Juli 2019


Warum stechen Mücken den einen mehr als anderen und werden wir eher gestochen, wenn wir Alkohol getrunken haben?

So schön der Sommer auch ist, aber seine Begleiterscheinungen wie Wespen oder Mücken können einem die Jahreszeit schon ziemlich vermiesen. Besonders Mücken, die einen abends auf Terrasse oder Balkon belagern oder einem nachts den ohnehin schon schlechten Hitze-Schlaf rauben, verderben ordentlich den Sommerspaß. „Und warum werde ausgerechnet immer ich gestochen?“, fragt sich so mancher jedes Jahr aufs Neue. Denn manche Menschen sind anfälliger für Mückenstiche als andere: Sie werden mehr gestochen und reagieren auf den Stich oft auch stärker mit großen Beulen und starkem Juckreiz. „Du hast süßes Blut“, heißt es dann meist lapidar. Aber dass Mücken „süßes Blut“ lieben, lässt sich ins Reich der Fabeln verbannen. Süßes Blut gibt es nicht und Mücken machen keinen Unterschied zwischen süß und sauer. Dafür scheinen Mücken laut Studien aber Menschen mit Blutgruppe Null zu bevorzugen. Allerdings ist die Blutgruppe Null viel häufiger vertreten als A, B, oder AB, daher ist es normal, dass mehr Menschen mit Blutgruppe Null gestochen werden.

Mücken lieben Schweißfüße und Parfüm

Mücken werden in erster Linie vom Körpergeruch angezogen. Menschen, die oft gestochen werden, schwitzen wahrscheinlich mehr oder haben eine höhere Konzentration an bestimmten Stoffen im Schweiß, wie Milchsäure, Eiweiße und Aminosäuren. Welche Substanzen anziehend wirken, ist je nach Mückenart unterschiedlich. So scheinen Menschen mit Schweißfüßen mehr Mücken anzulocken. Auch Parfüms sollen Mücken attraktiv finden.
Aus Forschungen an Zwillingen ging hervor, dass die Attraktivität für Mücken - zumindest teilweise - genetisch bedingt ist. Das kann mit genetisch bedingten Unterschieden des Körpergeruchs zu tun haben. Dabei sollen insbesondere die HLA-Gene (humane Leukozytenantigene) eine Rolle spielen. Auch das individuelle Immunsystem eines Menschen kann für eine unterschiedliche Bakterienflora auf der Haut verantwortlich sein. Diese Bakterien verarbeiten Schweiß auf unterschiedliche Weise und verursachen deshalb unterschiedliche Gerüche. Neuere Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Unterschiede beim Körpergeruch uns für Malaria-Mücken mehr oder weniger attraktiv machen.

Kohlendioxid wirkt anziehend

Mücken werden ebenfalls durch das Kohlendioxid unserer Atemluft angelockt. Das könnte erklären, warum schwangere Frauen oft mehr unter Stechmücken leiden. Vor allem im letzten Trimester atmen sie mehr Kohlendioxid aus. Kohlendioxid ist ebenfalls der Grund, warum Mücken lieber Erwachsene als Kinder stechen, obwohl gerade das Gegenteil der Fall zu sein scheint. Grund ist, dass Kinder meist stärker auf Mückenstiche reagieren. Auch beim Sport atmet man mehr Kohlendioxid aus. Zusätzlich steigt die Körpertemperatur, die Schweiß- sowie die Milchsäureproduktion: alles Faktoren, die Sie für Mücken besonders anziehend macht.

Und Alkohol?

Untersuchungen haben gezeigt, dass Bier einen tatsächlich attraktiver für (bestimmte) Mücken macht. Möglicherweise verändert der Abbau des Alkohols im Körper den Körpergeruch und die Ausatemluft. Oder der Alkohol beeinflusst die Durchblutung der Haut, was sich wiederum auf die Stärke des Körpergeruchs auswirkt. Ob andere alkoholische Getränke als Bier die gleiche Wirkung haben, ist mangels Forschung unbekannt. Genauso wenig ist bekannt, ob alle Arten von Mücken durch Bier oder Alkohol angelockt werden.

Sonntag, 14. Juli 2019


Reisen macht Spaß, birgt aber auch Gefahren, die sich mit praktischen Tipps vermeiden lassen.

Jedes Jahr reisen viele während der Ferienzeit in ferne Länder. Mit einigen grundlegenden Ernährungs- und Hygienebedingungen und einer Reihe nützlicher Tipps lassen sich viele Unannehmlichkeiten vermeiden, die die Urlaubsfreude trüben können.
Hygiene und Ernährung
Das Leitungswasser im Reiseland ist für Touristen nicht immer zum Trinken geeignet.

  • Mäßiges Risiko: Süd-Afrika, Inseln in der Karibik und im Stillen Ozean, Süd-Korea, die nördlichen Länder des Mittelmeerraumes, Israel, Japan.
  • Hohes Risiko: die südlichen Länder des Mittelmeerraumes, Entwicklungsländer in Afrika, Latein-Amerika und Asien.
Bevorzugen Sie gekochte und heiße Nahrungsmittel und verwenden Sie Getränke aus ungeöffneten Flaschen.

Falls das nicht möglich ist:
  • trübes Wasser zuerst filtern (zum Beispiel mit einem Kaffeefilter);
  • Wasser einige Minuten abkochen oder desinfizieren mit Chlortabletten oder -tropfen (erhältlich in der Apotheke);
  • bevorzugen Sie Getränke, die mit gekochtem Wasser zubereitet werden, wie Kaffee und Tee;
  • Meiden Sie Eiswürfel;
  • Putzen Sie die Zähne mit Mineralwasser oder abgekochtem Wasser.

Vermeiden Sie:
  • rohes Gemüse, Salat;
  • unpasteurisierte Milch, Eiscreme;
  • rohen oder nicht ausreichend gekochten Fisch, Krustentiere und Muscheln;
  • rohes oder nicht durchgegartes Fleisch;
  • Früchte, die man nicht selbst geschält hat.

Diese Maßnahmen tragen zum Schutz vor Durchfall, Cholera, Typhus und Paratyphus, Hepatitis A, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und einer Reihe von Wurminfektionen bei.
Reisedurchfall
Bei leichten bis mäßigen Beschwerden (flüssiger und häufiger Durchfall mit Darmkrämpfen):
  • Flüssigkeitshaushalt auffüllen: viel trinken, am besten drei bis fünf Liter pro 24 Stunden (Elektrolytlösung aus der Apotheke, Tee).
  • eine selbst gemachte Mischung trinken aus fünf Teelöffeln Zucker, einem halben Teelöffel Salz pro Liter Wasser.
  • Nahrung: am besten mehrere kleine Mahlzeiten auf der Grundlage von Reis, Nudeln, geröstetem Brot, Bananen. Wenn die Umstände es erfordern (lange Busreise etc.) ist es am besten ein Medikament gegen Durchfall einzunehmen.

Bei starkem Durchfall, der flüssig und sehr häufig auftritt und mit Blut oder Schleim einhergeht, länger als zwei Tage anhält und bei Fieber über 38,5 Grad sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es kann eine Behandlung mit speziellen Antibiotika nötig sein. Trinken Sie aber ebenfalls reichlich nach der oben erwähnten Anleitung.
Sonne und Hitze
  • Vermeiden Sie Sonnenbrand: Bleiben Sie nicht zu lange in der Sonne und meiden Sie die Sonne während der heißesten Stunden (zwischen 11 und 15 Uhr).
  • Beugen Sie Sonnenstich und Hitzschlag vor: Bleiben Sie während der Mittagshitze drinnen oder im Schatten. Tragen Sie einen hellen Sonnenhut. Trinken Sie regelmäßig Wasser. Vermeiden Sie große Anstrengung nach dem Essen.
  • Alarmsignale: Treten nach einem Aufenthalt in der Sonne Symptome auf wie großer Durst, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Schwindel können Sonnenstich oder Hitzschlag die Ursache sein.
  • Was tun?: Suchen Sie einen kühlen Ort auf. Nehmen Sie eine kühle Dusche oder wickeln Sie sich in kühle, feuchte Handtücher, um die Körpertemperatur zu senken. Trinken Sie viel, vorzugsweise leicht gesalzenes Wasser. Bei Erbrechen, Schwindel, Übelkeit: Rufen Sie einen Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf.
Schwimmen im Meer und anderen Gewässern
Das Schwimmen im Meer birgt in der Regel kein hohes Risiko für Krankheiten.
  • Fragen Sie die einheimische Bevölkerung nach möglichen Gefahren beim Baden (Strömungen, hohe Wellen).
  • Überprüfen Sie, ob das Baden erlaubt ist.
  • Tragen Sie Badesandalen, um giftige Stiche oder Bisse zu vermeiden. Quallenbisse sind in der Regel harmlos, können aber Schmerzen und Reizungen verursachen. Um die Nesselzellen, die die Qualle auf der Haut hinterlässt, zu deaktivieren, gießt man möglichst Essig oder Meerwasser auf die betroffenen Stellen. Noch vorhandene Tentakel auf der Haut entfernt man mit Sand und schabt diesen mit einem Spatel, Messerrücken oder einer Bankkarte vorsichtig ab. Verwenden Sie kein Süßwasser oder Alkohol, das könnte noch vorhandene Nesselzellen aktivieren. Kühlen Sie die betroffenen Stellen mit Eis oder kalten Tüchern. Auch Cortison oder ein Allergiemittel (Antihistaminikum) lindern die Beschwerden. Bei starken Beschwerden oder einem Kontakt mit giftigen Quallen wie der Seewespe oder der Portugiesischen Galeere suchen Sie umgehend einen Arzt auf.
  • Um gereizte Augen (durch Salz, Sand, Chlor oder Staub) zu pflegen, nehmen Sie ein Augenbad oder befeuchtende Augentropfen mit.
Schwimmen in Süßwasser und Bilharziose
Bilharziose oder Schistosomiasis wird durch Würmer verursacht, deren Hauptträger Süßwasserschnecken sind. Im Falle einer Infektion dringen die Parasiten in die Haut von Menschen ein, die in verschmutztem Wasser baden oder schwimmen. Die Parasiten entwickeln sich in den Blutgefäßen im Bauchraum und produzieren in wenigen Wochen neue Eier. Nach einigen Tagen kann die Haut sich röten und anfangen zu jucken. Fieber, Schüttelfrost, Husten, Muskelschmerzen, schwerer Durchfall oder Blut im Urin treten nach ein bis zwei Monaten auf. Gegen Bilharziose gibt es noch keinen Impfstoff. Diese Krankheit tritt in tropischen Regionen auf und betrifft in Afrika vor allem das Gebiet südlich der Sahara. Bilharziose stellt in Ägypten und Zentralchina ein großes Problem für die Volksgesundheit dar. Wenn Sie durch diese Regionen reisen, gehen Sie nicht in stillstehende Gewässer mit Süßwasser. Eine Bilharziose lässt sich medikamentös behandeln.
Höhenlage und Gebirge
Viele Menschen leiden in den ersten Tagen ihres Aufenthaltes an Höhenkrankheit. Die Symptome können bereits ab einer Höhe von zweitausend Metern – häufiger ab dreitausend Metern – kurz nach der Ankunft auftreten: Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, allgemeines Gefühl von Schwäche und Erschöpfung, Appetitlosigkeit, trockener Husten. Schränken Sie Ihre Aktivitäten in den ersten Tagen ein. Beginnen Sie keinen Aufstieg, wenn Sie eines oder mehrere der oben genannten Symptome haben. Wenn Sie unter Atemnot leiden, oder feststellen, dass Gesicht, Hände oder Fußknöchel anschwellen, müssen Sie wieder absteigen, um einer Ansammlung von Flüssigkeit in Lunge oder Gehirn vorzubeugen. Denken Sie immer daran, genug zu trinken. Für Wanderungen über dreitausend Meter kann der Arzt eine angepasste Behandlung mit speziellen Entwässerungstabletten verordnen. Aber auch die Einnahme von Paracetamol oder Ibuprofen kann der Höhenkrankheit vorbeugen.
Reisekrankheit
Die Reisekrankheit entsteht durch Störung des Gleichgewichtssinnes und äußert sich durch verschiedene Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, die durch die Bewegungen des Verkehrsmittels (Bus, Auto, Schiff, Flugzeug) verursacht werden.

Wie kann man vorbeugen?
  • In regelmäßigen Abständen eine Kleinigkeit essen;
  • Weit voraus auf den Horizont schauen;
  • Im Auto oder Bus nicht lesen;
  • In Fahrtrichtung sitzen;
  • Auf dem Meer: in der Mitte des Schiffes oder an Deck bleiben.
Es gibt Medikamente, die diese Beschwerden lindern. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Vorbeugung von Unfällen
Bei einem Auslandsaufenthalt sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache. Nach der Ankunft, besonders bei einem großen Zeitunterschied, ist es wichtig, sich auszuruhen, bevor man sich ans Steuer setzt.
  • Überprüfen Sie, ob das Fahrzeug vollständig in Ordnung ist.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um die Reiseroute vorzubereiten.
  • Fahren Sie vorsichtig! Die Straßen sind nicht immer in perfektem Zustand und unerwartete Hindernisse immer möglich.
  • Trinken Sie keinen Alkohol, wenn Sie fahren müssen.
  • Achten Sie darauf, dass immer genügend Getränke wie Wasser oder Limonade im Auto sind.
Jetlag
Bei Reisen über verschiedene Zeitzonen hinweg kann der Zeitunterschied den Schlaf-Wach-Rhythmus stören. Die benötigte Zeit zur Anpassung hängt von der Anzahl der Zeitzonen ab, die Sie durchquert haben. Passen Sie Ihren Tagesrhythmus hinsichtlich Mahlzeiten und Schlaf nach der Ankunft an den Rhythmus vor Ort an.
Flugreisen
Legen Sie alle Medikamente, die Sie schnell benötigen, in Ihr Handgepäck. Achtung: Flüssigkeiten sind im Flugzeug nicht erlaubt.
Wenn das Flugzeug im Landeanflug ist und sinkt, kann der Druckunterschied unangenehme Auswirkungen auf das Trommelfell im Ohr haben:
  • Schlucken, Gähnen oder Kaugummi kauen kann die Beschwerden lindern;
  • Drücken Sie Nase und Mund leicht zusammen und versuchen Sie, auszuatmen;
  • Die Verwendung eines abschwellenden Nasensprays kann sinnvoll sein;
  • Eine Klimaanlage verursacht oft trockene Augen: Künstliche Tränen als Einzeldosierungen können helfen. Das ist besonders wichtig für Kontaktlinsenträger.
  • Bei langen Flugreisen lassen sich Probleme in Beinen und Füßen (z.B. Gefäßentzündungen) verhindern, indem man regelmäßig etwas trinkt (kein Alkohol) und sich rechtzeitig bewegt, kurz auf und ab geht, die Füße ausstreckt und kreisen lässt.
  • Menschen, die bereits eine Thrombose hatten oder ein erhöhtes Risiko für Thrombose haben müssen manchmal besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Lasse Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Mittwoch, 10. Juli 2019


Sie sind winzig, nachtaktiv und reisen gerne: Bettwanzen breiten sich in den letzten Jahren immer mehr aus. Wie beugt man vor und wie bekämpft man sie?

Samstag, 6. Juli 2019


Wussten Sie, dass Tomatensaft Entzündungen hemmt? Dafür reicht sogar ein Glas täglich aus.

Und während Sie Tomatensaft trinken, verbessern Sie auch Ihr Körpergewicht. Und der natürliche Entzündungshemmer kann noch viel mehr!
So gesund ist Tomatensaft!
Tomatensaft ist ein absolut gesundes Getränk. Mit einem Glas pro Tag lassen sich Entzündungen und Bauchfett reduzieren. Das ergaben Forschungen, bei denen junge Frauen zwei Monate lang täglich 280 Milliliter Tomatensaft tranken. Es zeigte sich deutlich, wie viele Vorteile Tomatensaft hat. Der rote Saft senkte erheblich:


  • das Körpergewicht
  • den Bauchumfang
  • das Cholesterin
  • freie Sauerstoffradikale
  • Entzündungsbotenstoffe
  • die Triglyceride, die als besonders gefäßschädigend gelten
Bessere Reaktion auf das Insulin
Zudem waren die Konzentrationen der sekundären Pflanzenstoffe Lycopin und Adiponectin im Körper der Frauen deutlich gestiegen. Wir kennen zwar schon Lycopin als Antioxidans in Tomaten, denn er verleiht den Tomaten die rote Farbe. Das weniger bekannte Adiponectin ist ein Eiweiß, das fast ausschließlich von Fettzellen produziert wird. Im Falle von Übergewicht ist die Konzentration dieses Proteins geringer. Das wird in Verbindung gebracht mit einer schlechteren Reaktion auf das Hormon Insulin, auch Insulinresistenz genannt. Durch eine höhere Adiponectin-Konzentration im Körper reagieren Menschen mit einem normalen Körpergewicht empfindlicher auf Insulin und das beugt natürlich Diabetes vor.
Adiponectin: für besseren Blutzucker und gegen Entzündungen
Auch Menschen, die übermäßig Alkohol trinken, haben einen geringeren Adiponectin-Spiegel. Wer nur mäßig oder keinen Alkohol trinkt, reagiert empfindlicher auf Insulin als Leute, die gerne mal ein Glas zuviel konsumieren. Ein weiterer positiver Aspekt des Proteins ist, dass es eine entzündungshemmende Wirkung hat.
Neben Adiponectin ist Tomatensaft natürlich reich an Lycopin. Durch dieses starke Antioxidans verbessert Tomatensaft den antioxidativen Status. Das hemmt Entzündungen, auch bei Fettleibigkeit, bei der chronische Entzündungsprozesse für Folgeerkrankungen sorgen. Weil Lykopin die Produktion von Entzündungsbotenstoffen verhindert, ist es besonders nützlich bei Übergewicht und Fettleibigkeit. Denn durch mehr Fett im Körper zirkulieren mehr entzündliche Stoffe im Körper.
Hemmt entzündliche Prozesse bei Übergewicht
Um die Entzündungsprozesse, die bei Übergewicht und Fettleibigkeit im Körper aktiv sind, zu bremsen, tranken in einer Studie Frauen täglich 330 Milliliter Tomatensaft. Nach zwanzig Tagen wurden die Entzündungsmarker im Blut analysiert und es zeigte sich, dass diese drastisch abgenommen hatten. Daher lassen sich durch mehr Tomaten und Tomatensaft entzündungsbedingte Erkrankungen wie Gefäßerkrankungen und Diabetes vermeiden.
Tomatensaft gegen oxidativen Stress
Tomatensaft verbessert bei Übergewicht den antioxidativen Status. Das senkt den oxidativen Stress durch freie Sauerstoffradikale. Die Wirkung lässt sich noch verstärken, wenn man Tomatensaft mit Vitamin C kombiniert. Studien zeigten bei einer Dosierung von 435 Milligramm Vitamin C schon nach zwei Wochen einen messbaren Effekt. Das Cholesterin sank, ebenso wie die Entzündungsmarker und die Konzentration der Antioxidantien im Blut stieg an.
Tomatensaft nach körperlicher Anstrengung
Noch kurz etwas zum oxidativen Stress. Es ist eine gute Idee, um nach körperlicher Anstrengung ein Glas Tomatensaft zu trinken. Weil durch die Anstrengung mehr oxidativer Stress entsteht, kann man dem mit Tomatensaft entgegenwirken. Unsere DNA und unsere Zellen werden durch Sauerstoffradikale verändert und das kann Krankheiten verursachen. Antioxidantien fangen diese Sauerstoffradikalen ein und beugen so altersbedingten Krankheiten und Krebs vor. 150 Milliliter Tomatensaft enthalten 0,1 Milligramm Lykopin und bei Ausdauersportlern senkt Tomatensaft nicht nur den oxidativen Stress, sondern beugt auch Muskelschäden und Entzündungen vor.

Montag, 1. Juli 2019


Die Winterdepression ist vielen inzwischen ein Begriff. Aber eine saisonal abhängige Depression tritt auch im Sommer auf und sollte ernst genommen werden.

Die meisten Menschen kennen das Phänomen der Winterdepression. In der grauen Jahreszeit entstehen durch Mangel an Tageslicht depressive Beschwerden. Eine Sommerdepression ist viel weniger bekannt und tritt auch viel seltener auf, kann aber genauso schwerwiegend sein. Eine solche saisonale Depression ist oft vorübergehend, kann aber auch länger anhalten. Bis zu 800.000 Menschen leiden in Deutschland unter saisonal abhängigen Depressionen. Das betrifft etwa jede dritte Frau und jeden vierten Mann.
Beschwerden bei einer saisonalen Depression
Um von einer saisonalen Depression sprechen zu können, müssen die depressiven Beschwerden mindestens zwei aufeinander folgende Jahre in der gleichen Jahreszeit auftreten und mindestens vierzehn Tage andauern.
Die Hauptsymptome, die bei einer saisonalen Depression auftreten, sind:

  • Trübsinn
  • Niedergeschlagenheit
  • Verlust der Freude oder Interesse an (fast) allen Aktivitäten
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Reizbarkeit
  • Erschöpfung
  • eine Tendenz, sich selbst zurückzuziehen.

Ursachen einer Sommerdepression
Eine Sommerdepression kann mehrere Ursachen haben.
  • Es kann mit der sich ändernden Lichtmenge zu den verschiedenen Jahreszeiten zu tun haben. Manche Menschen sind nicht genügend in der Lage, sich an die variierenden Lichtmengen der unterschiedlichen Jahreszeiten anzupassen. Weil es abends lange hell ist und morgens schon früh wieder die Sonne aufgeht, kann der Tag-Nacht-Rhythmus gestört werden. Durch den Überschuss an Licht wird weniger Melatonin produziert, ein Hormon, das ausgeschüttet wird, sobald es dunkel wird und dem Körper das Signal zum Schlafen gibt. Diese Verwirrung beeinflusst den Schlaf und die Stimmung. Eine trübsinnige Stimmung und viel oder gerade wenig Schlaf sind typische Beschwerden einer Depression.
  • Es funktioniert auch umgekehrt: Menschen, die an Sommertagen den ganzen Tag drinnen sitzen oder die Vorhänge geschlossen halten, um die Sonne auszusperren, können unter Lichtmangel leiden.
  • Sommerstress: Das Gegenteil von dem, wie es sein sollte
    Möglich ist auch, dass düstere Stimmung im Sommer mehr auffällt. Im Sommer fahren wir in den Urlaub und daher „sollten“ wir fröhlich sein. Das kann zu Stressgefühlen führen: Man will die perfekte Reise organisieren, der Urlaub muss toll sein, und man muss möglichst abenteuerliche Dinge erleben, um den Freunden davon zu erzählen. Wenn sich jemand trotz Sonnenschein mies fühlt, merkt er, dass der Trübsinn nicht unbedingt mit schlechtem Wetter zu tun hat. Das Signal dafür, dass etwas nicht stimmt, wird deutlicher.
  • Probleme mit dem eigenen Körperbild
    Für diejenigen, die sich nicht gut fühlen, kann der Sommer mit gebräunten Körpern, kurzen Röcken und fröhlich Eis schleckenden Menschen eine konfrontierende Jahreszeit sein. Besonders für Menschen mit einer körperdysmorphen Störung (engl. Body dysmorphic disorder, kurz BDD) kann der Sommer eine Qual sein. Wer diese Krankheit hat, leidet unter seiner vermeintlichen Hässlichkeit. Manchmal hat der Betroffene einen kleinen „Schönheitsfehler“, zum Beispiel übermäßige Behaarung, eine helle Haut, die schnell verbrennt oder Ähnliches. Aber die Art und Weise, wie derjenige darüber denkt und darunter leidet, ist unverhältnismäßig. Während andere den vermeintlichen Makel kaum oder gar nicht wahrnehmen, sind Betroffene auf ihre scheinbaren Unzulänglichkeiten fixiert und leiden erheblich darunter.
  • Ob die Sonne scheint oder nicht, ist in der Regel nicht der einzige Faktor, der bei der Entstehung einer Sommerdepression eine Rolle spielt. Es ist bekannt, dass Faktoren wie genetische Veranlagung, negatives Denken, Einsamkeit und eine schlechte Gesundheit das Risiko einer Depression erhöhen.
Tipps für den Umgang mit Sommerdepression
Melancholische Gefühle verschwinden manchmal von selbst. Aber wenn sie länger als zwei Wochen dauern, sollten Sie nicht länger abwarten. Es gibt viele Möglichkeiten, selbst etwas gegen depressive Gefühle zu tun. Es beginnt damit, zuzugeben, dass man mehr als nur traurig ist. Depressionen sind nichts, wofür man sich schämen müsste. Reden Sie mit Ihrem Partner, der Familie oder Freunden darüber. Besprechen Sie Ihre Gefühle eventuell mit Ihrem Hausarzt. Auch online findet man Hilfsangebote, zum Beispiel bei der Deutschen Depressionshilfe.

Oder Sie arbeiten aktiv daran, die depressiven Gefühle zu vertreiben.
  • Nehmen Sie Ihre trüben Gedanken ernst. Denken Sie nicht: „Es ist alles in Ordnung“.
  • Sorgen Sie in jedem Fall für Regelmäßigkeit in Ihrem Leben. Stehen Sie rechtzeitig auf, essen Sie dreimal am Tag und gehen Sie rechtzeitig schlafen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie zu Beginn des Tages eine halbe Stunde Tageslicht bekommen. Das hilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus aufrechtzuerhalten.
  • Machen Sie täglich einen Spaziergang oder fahren Sie mit dem Rad. Bewegung hilft gegen depressive Gefühle.
  • Treffen Sie weiterhin Menschen, auch wenn Ihnen nicht danach ist. Aber vermeiden Sie Situationen, in denen man Fröhlichkeit erwartet, wie zum Beispiel Partys und Feste.
  • Fragen Sie sich selbst, ob Sie irgendwelche Gründe für Ihre Traurigkeit sehen. Haben Sie einen geliebten Menschen verloren? Haben Sie etwas Schlimmes erlebt? Wenn ja, akzeptieren Sie Ihre Gefühle, denn in solchen Situationen sind Traurigkeit und melancholische Gefühle ganz normal.

Donnerstag, 27. Juni 2019


Eine Thrombose nach langen Reisen tritt häufiger auf als gedacht. Sie bleibt oft unbemerkt bis schwere Komplikationen auftreten.

Sonntag, 23. Juni 2019


Jeder möchte morgens am liebsten ausgeruht aufwachen. Beeinflusst das Schlafen bei geöffnetem Fenster die Nachtruhe oder nicht?

Mittwoch, 19. Juni 2019


Haferkleie ist ein echtes Superfood und senkt Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker und macht lange satt.

Freitag, 14. Juni 2019


Fenchelsamen sind nicht nur ein vielseitiges Gewürz, sondern lindern viele Beschwerden wie Schmerzen, Fieber, Blähungen und Wechseljahresbeschwerden.

Montag, 10. Juni 2019


Zucker wird vom Gehirn besser registriert und verarbeitet als Süßstoffe. Nur bei Zucker tritt ein Sättigungsgefühl ein und bremst die Lust auf Süßes.

Donnerstag, 6. Juni 2019



Vergesslich? Konzentrationsprobleme? Eine Tasse Pfefferminztee schafft Abhilfe.

Wenn Sie das nächste Mal in ein wichtiges Meeting gehen oder einen Vortrag halten müssen, sollten Sie erwägen, vorher eine Tasse Pfefferminztee zu trinken. „Warum?“, fragen Sie jetzt. Weil Pfefferminztee die Leistung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses innerhalb von zwanzig Minuten steigern kann.

Pfefferminztee getestet für Gedächtnis und Denkleistung

In einer Studie aus 2016 tranken 180 Testpersonen Pfefferminztee, Kamillentee oder heißes Wasser. Bevor sie den Tee tranken, gaben die Forscher allen Probanden Fragebögen, die die Stimmung bewerteten. Zwanzig Minuten nach dem Trinken des Tees oder des Wassers testen die Forscher mit einem anderen Fragebogen das Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis sowie andere Denkfunktionen.
Die Forscher stellten fest, dass der Pfefferminztee das Langzeitgedächtnis der Testpersonen deutlich verbesserte. Pfefferminztee förderte auch das Arbeitsgedächtnis und die Aufmerksamkeit im Vergleich zu anderen Getränken.
Im Gegensatz zum Pfefferminztee sorgte Kamillentee für weniger Aufmerksamkeit und ein weniger gutes Gedächtnis.

Pfefferminz schon länger bekannt als Kick fürs Gedächtnis

Dies ist nicht das erste Mal, dass Pfefferminz mit dem Gedächtnis in Verbindung gebracht wird. Bereits in anderen Studien wurde die Wirkung von Aromen verschiedener ätherischer Öle wie Ylang-Ylang und Pfefferminze auf die Gehirnleistung untersucht. Die Forschungen ergaben, dass das Aroma des Pfefferminzöls die Gedächtnisleistung erheblich erhöht, während das Aroma des Ylang-Ylang-Öls das Gedächtnis hemmt und die Informationsverarbeitung verlangsamt. Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass das Pfefferminzaroma zu einer erhöhten Wachsamkeit führte. Wie der Kamillentee senkte die Ylang-Ylang-Aromatherapie die Wachsamkeit, aber auch die Gelassenheit. Auch eine niederländische Studie untersuchte eine Pfefferminz-Aromatherapie im Vergleich zu Lavendel und anderen Düften und kam zu dem Ergebnis, dass Pfefferminze für mehr Konzentration sorgte.

Wodurch erhöht Pfefferminze das Gedächtnis?

Pfefferminze oder Mentha piperita ist eine wahrscheinlich zufällig entstandene Kreuzung aus Wasserminze und Krause- oder Speer-Minze. Die meisten echten Pfefferminzpflanzen produzieren keine Samen. Vielmehr müssen sie durch das Pflanzen von Sprösslingen kultiviert werden. Nachdem sie jahrhundertelang in verschiedenen Teilen der Welt angebaut wurde, wächst die Pfefferminze heute in vielen Gebieten wild. Einige Regionen betrachten sie sogar als Unkraut.
Zu den wichtigsten medizinischen Inhaltsstoffen der Pfefferminze gehören Menthol, Menthon, Menthylacetat, Menthofuran und Cineol. Hinzu kommen Pulegon, Pinen, Caryophyllen und Limonen. Jeder dieser Bestandteile trägt dazu bei, dem Körper auf verschiedene Weise zu helfen.
Dazu gehört auch die Fähigkeit, Nerven- und Muskelschmerzen zu reduzieren. Pfefferminze ist außerdem antibakteriell und bis zu einem gewissen Grad pilzhemmend. Pfefferminze fördert die Verdauung und hemmt Entzündungen der Schleimhäute im Mund und oberen Verdauungstrakt. Pfefferminz verringert Blähungen und regt die Gallenproduktion an. Das senkt auch den Cholesterinspiegel. Eine 10-prozentige Pfefferminzlösung lindert Spannungskopfschmerzen bei Kindern und Erwachsenen.

Überall erhältlich

Pfefferminztee ist einer der meist verkauften Kräutertees und eine gute Alternative zu Kaffee und schwarzem Tee, denn er fördert nicht nur das Gedächtnis, sondern wirkt allgemein anregend.

Sonntag, 2. Juni 2019


Gesundheitstrends gibt es wie Sand am Meer. Aber nicht jeder Trend ist wirklich gesund. Die aktuell beliebte Aktivkohle-Zahnpasta tut den Zähnen nicht gut.

Donnerstag, 30. Mai 2019


Nach der Mittagspause und dem Mittagessen dauert es meist nicht allzu lange und bleierne Müdigkeit überfällt einen. Mit ein paar Tricks wird man wieder munter.

Montag, 27. Mai 2019


Weibliche Gehirne funktionieren bei höheren Temperaturen besser. Arbeitgeber sollten daher die Heizung ruhig mal ein Grad höher stellen.

Fast jeder fünfte Mensch leidet an einer funktionellen Verstopfung. Ein häufiges und oft unangenehmes Problem, das oft unterschätzt wird.

Freitag, 24. Mai 2019


Bevor man sich länger in die Sonne legt, sollte man die Haut vorbereiten, damit sie gut geschützt ist. Dazu gehört Pflege von außen, aber auch die richtige Ernährung.

Montag, 20. Mai 2019


Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen sind ein häufig auftretendes Problem und lassen sich auch mit natürlichen Mitteln beheben.

Freitag, 17. Mai 2019


Schuppen sind lästig unangenehm. Anti-Schuppen-Shampoos sind nicht immer gut verträglich und wirksam. Viele natürliche Hausmittel schaffen genauso gut Abhilfe.

Dienstag, 14. Mai 2019


Sie wollen nicht ständig Kalorien zählen und so viel essen wie Sie wollen? Wechseln Sie zu einer mediterranen Ernährung!

Samstag, 11. Mai 2019


Kamille hilft nicht nur bei Verdauungsbeschwerden und Menstruationsschmerzen, sondern ist ein echter Alleskönner.

Mittwoch, 8. Mai 2019


Millionen Deutsche leiden täglich unter Rücken- und Nackenschmerzen. Was soll man dagegen machen? Omas Empfehlung: „Setz Dich gerade hin!“, hat keinen Sinn.

Kopf hoch, wenn Sie Rücken- oder Nackenprobleme haben: Sie sind schließlich nicht allein. Rückenschmerzen sind immer noch die häufigste Ursache für Krankschreibungen in Deutschland. Etwa 40 Prozent der Bundesbürger leiden an Rücken- oder Nackenschmerzen, was immerhin ungefähr 33 Millionen Einwohnern entspricht. Die tatsächliche Zahl der Schmerzpatienten liegt wahrscheinlich noch höher, denn viele laufen jahrelang ohne Behandlung mit Schmerzen herum. So mancher überspringt direkt den Arztbesuch und meldet sich gleich beim Physiotherapeuten an. Eigentlich seltsam, dass wir so viel Schmerzen leiden, denn wir alle verrichten viel weniger körperlich schwere Arbeit als vor Jahrzehnten. Was können Sie also tun, um Rücken- und Nackenbeschwerden vorzubeugen?
Physiotherapeuten sind sich uneinig
Wahrscheinlich ist das Erste, was Ihnen einfällt: Man muss eine bessere Körperhaltung einnehmen. Nur: Welche Haltung ist das? Selbst Physiotherapeuten sind sich darüber nicht einig. Das zeigten Forschungen unter 295 Physiotherapeuten aus vier europäischen Ländern. 2012 ließen die Universitäten Limerick und Lüttich ihnen die Wahl aus neun Abbildungen mit unterschiedlichen Sitzhaltungen.
Auffallend ist, dass sich die beiden am häufigsten gewählten Bilder stark unterschieden: Viele Physiotherapeuten wählten eine Sitzposition, in der die Wirbelsäule fast kerzengrade steht, andere Physiotherapeuten bevorzugten eine Haltung, bei der die Wirbelsäule viel mehr gekrümmt ist.
Ein Orang-Utan sitzt nicht aufrecht
Kerzengrade aufrecht zu sitzen, hat sowieso keinen Sinn, meinen Experten. Ordentlich gerade zu sitzen ist die natürliche Haltung, sagen Leute oft. Nun, Orang-Utans sitzen immer bequem nach hinten gelehnt, ähnlich wie wir auf dem Sofa hängen. Und man kann kaum behaupten, dass das unnatürlich ist.
Wenn man acht Stunden hintereinander vollkommen aufrecht sitzt, bekommt man erst recht Rückenschmerzen. Das braucht enorm viel Muskelkraft. Denn die Wirbelsäule ist nun einmal nicht gerade. Von den Schultern aus gesehen, verläuft der Hals leicht nach vorne. Der untere Rücken ist etwas hohl. Kreuzbein und Steißbein stehen nach hinten.
Solange man entspannt sitzt, ist alles gut. Hauptsache, man nimmt keinen Quasimodo-Buckel ein. Man spürt automatisch, dass ein hängender Kopf den Nacken belastet.
Ein Stehpult ist nicht nötig
Sitzen ist für den Rücken lange nicht so schlecht, wie man in den letzten Jahren oft gehört hat. Auch Orthopäden haben meist kein hippes Sitz-Stehpult, sondern einen normalen Schreibtisch mit einem normalen Bürostuhl. Es gibt wenig bis keine Beweise dafür, dass Sitzen zu Rückenschmerzen führt. Übersichtsstudien zeigen keinen Zusammenhang zwischen sitzenden Berufen und Rückenbeschwerden. Rückenexperten laufen während der Schreibtischarbeit lieber mal zwischendurch zum Kaffeeautomaten oder strecken sich ausgiebig. Was man aus physiologischen Experimenten weiß, ist, dass man seinen Bandscheiben und Muskeln eine Freude macht, indem man die Haltung öfter wechselt. Ganze Arbeitswochen hinter dem Computer können sehr wohl Rücken- und Nackenschmerzen verursachen. Aber das ist nichts im Vergleich zum Risiko, dass Bau- und Straßenarbeiter haben. Sie leiden doppelt so häufig an Rücken- und Nackenschmerzen wie jemand mit einem Bürojob.
Abwechselnd belasten
Das entspricht dem, was man in Experimenten an Rückenwirbeln toter Menschen und Tiere beobachtet hat. Wenn man oft hintereinander viel Druck auf die Wirbel ausübt, entstehen kleine Brüche und die Zellen sterben ab. Übt man großen Druck auf einmal aus, passiert dasselbe. Belastet man sie überhaupt nicht, sterben die Zellen auch ab.
Der Grund, warum die Wirbelsäule so verletzlich ist, ist denkbar einfach. Ob man nun sitzt oder steht, läuft oder etwas hebt: Es wirken konstant Kräfte auf die Wirbel ein. Belastet man sie zu lange auf dieselbe Weise oder einmal sehr stark, dann geht es schief.
Ruhig in Bewegung bleiben
Geht man mit Rückenproblemen zum Arzt, dann sagt der immer: Bleiben Sie einfach locker in Bewegung. Sich ins Bett legen, macht die Schmerzen nur schlimmer. Der Körper heilt die meisten Beschwerden selbst. Auch sanfte Sportarten wie Yoga oder Pilates tun bei Rückenbeschwerden erwiesenermaßen gut.
Ein Bandscheibenvorfall wird dadurch verursacht, dass die Bandscheibe sich zwischen den Wirbeln herausdrückt. Durch ein wenig Bewegung kann sie auch wieder an die richtige Stelle gerückt werden. Ein steifer Nacken wird durch einen Muskel verursacht, der sich nicht mehr entspannen will. Wenn man mit ruhigen Bewegungen aktiv bleibt, geht das von selbst vorbei. Genau wie der Doktor immer sagt: Rasten ist rosten.

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