Montag, 7. November 2016


Quitten sind mysteriöse Früchte. Sie ähneln gelben Birnen und eignen sich für herrliche Gelees, Kompotte oder Fruchtmus. Die Herbstfrucht ist eine echte Gesundheitsbombe.


Die gelbe Quitte ist eigentlich im Mittleren Osten zu Hause und ist randvoll gepackt mit Nährstoffen, die unserer Gesundheit zu Gute kommen. Lernen Sie die exotische Schöne näher kennen...

Quitten: eine echte Herbstfrucht
Wo wachsen Quitten überhaupt? Auf einem Quittenbaum. Das ist ein kleiner Baum von vier bis sechs Meter Höhe. Quitten werden im Herbst gepflückt, am besten im September oder Oktober. Eine reife Quitte ist gelb und hat einen starken Duft. Achten Sie darauf, wenn Sie sie pflücken. Noch ein nützlicher Tipp: Der Flaum auf der Schale muss sich leicht lösen, wenn Sie darüber reiben. Wählen Sie immer Quitten, die gut reif sind, denn einmal gepflückt, reifen die Früchte nicht mehr nach.

Pektin: ein Ballaststoff mit vielen guten Eigenschaften
Quitten enthalten sehr viel Pektin, ein Ballaststoff, der sehr viel Flüssigkeit speichern kann, aber auch Abfallstoffe neutralisiert. Ein anderer chemischer Baustein der Quitte ist Tannin, eine Substanz, die den Transport im Darm verlangsamt und die Darmschleimhaut schützt. Die Kombination von Tannin und Pektin bildet eine ideale Barriere gegen Bakterien und hilft auch bei Durchfall. Laut einigen Studien soll der regelmäßige Verzehr von Quitten sogar Darmkrebs vorbeugen.
Pektin verlangsamt auch die Aufnahme von Fetten und fördert ihren Abtransport, was den Cholesterinspiegel senkt. Das Pektin und die vielen anderen löslichen Ballaststoffe bremsen außerdem die Zuckeraufnahme nach dem Essen, ein ideales Dessert für Menschen mit Typ-2-Diabetes.

Vitamine und Mineralien in Hülle und Fülle
Machen Sie gerade eine Entgiftungskur oder eine kleine Diät? Dann sind Quitten ideale Zutaten, denn sie sind kalorienarm und reich an Antioxidantien. Ein nützlicher Tipp: Garen Sie die Quitte mit der Schale, denn in der Schale stecken die meisten Antioxidantien, gefolgt vom Fruchtfleisch.
Quitten sind prall gefüllt mit Vitamin A, B und C. Leider geht ein großer Teil des Vitamins C verloren beim Kochen und Quitten können nicht roh gegessen werden, weil ihr Fruchtfleisch so hart und bitter ist. Die Mineralstoffe bleiben während des Kochvorgangs jedoch gut erhalten, vor allem Kalium. Kalium ist besonders wichtig für eine gute Funktion unseres Nerven- und Muskelsystems.

Quitten zubereiten: Süß oder herzhaft
Originell bei der Quitte ist, dass die orientalische Frucht sich sowohl süß als auch herzhaft zubereiten lässt. Durch ihren niedrigen Kohlenhydratgehalt haben Quitten eine leichte Säure, die gut zu rotem Fleisch passt, zum Beispiel als Quittenpüree. Süße Gerichte wie Kompott und Gelee sind leicht zuzubereiten. Dank des Pektins wandelt sich der aufgekochte Quittensaft automatisch in Gelee, wenn er abgekühlt ist.
Man kann Quitten auch zu Sirup oder Wein verarbeiten sowie in vielen anderen Gerichten wie Torten, Schokoladenfondue und Fruchtsalat verwenden.

  • Als Gelee: Wählen Sie ein Rezept mit Fruchtfleisch statt gekochtem Saft, so bleiben mehr Nährstoffe erhalten.
  • Durch Dämpfen der Quitten bleiben die Mineralstoffe und die Fruktane optimal erhalten.
  • Quitten können wochenlang an einem trockenen und luftigen Ort aufbewahrt werden. Im Kühlschrank können andere Lebensmittel den Geruch der Quitten annehmen.

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