Montag, 6. Januar 2014


Arzneipflanze 2014: Spitzwegerich
(Foto: By Hans Hillewaert (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons)

Spitzwegerich ist ein altes Mittel aus der Naturheilkunde. Er hilft bei Husten, wirkt antibakteriell und blutstillend.


Unterschiedliche Wegerich-Arten werden schon seit Jahrtausenden in der Heilkunde eingesetzt. Der Spitzwegerich besitzt die von diesen Arten die stärkste Heilkraft. Die Heilpflanze, die seit Jahrtausenden in der Naturheilkunde eingesetzt wird, bekommt in diesem Jahr die verdiente Anerkennung. Die Wissenschaftler der Universität Würzburg kürten den Spitzwegerich ( Plantago lanceolata) zur Arzneipflanze 2014. Denn einige der medizinisch wirksamen Substanzen in den Blättern der Pflanze bilden in Mund und Rachen einen Schutzfilm und wehren so Bakterien ab und mildern Hustenreiz. Andere Stoffe wirken blutstillend und entzündungshemmend. Die spitz zulaufenden Blätter der bis zu 60 Zentimeter hohen Pflanze, die man vor allem auf trockenen Wiesen und entlang von Wegen findet, eignen sich auch hervorragend zur Erstversorgung von Insektenstichen. Dazu reicht es, die Blätter kurz zu kauen und sie anschließend auf den Insektenstich zu legen.

Spitzwegerich ist vielseitig einsetzbar

Doch nicht nur bei Infekten der Atemwege ist der Spitzwegerich einsetzbar. Der frisch gepresste Saft der Pflanze soll bei Erkrankungen des Verdauungssystems wie Magenschmerzen und Darmentzündungen helfen. Spitzwegerich soll auch die Verdauung regulieren und sogar beim Abnehmen unterstützen. Spitzwegerichsaft kann ebenso bei Hauterkrankungen eingenommen werden. Er reinigt das Blut und soll die Haut beim Abheilen unterstützen.

Hauptinhaltstoffe

Die Hauptinhaltsstoffe des Spitzwegerichs die Iridoidglykoside Aucubin und Catalpol, Phenylethanoide, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Flavonoide, Bitterstoffe, Phenolcarbonsäuren und Hydroycumarine.

Als traditionelles pflanzliches Arzneimittel anerkannt

Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte und die Gesellschaften für Phytotherapie empfehlen den Spitzwegerich innerlich zur Behandlung von Katarrhen der Atemwege sowie bei Entzündungen der Schleimhäute in Mund und Rachen. Äußerlich wird die Verwendung des Spitzwegerichs zur Bekämpfung von entzündlichen Hautveränderungen befürwortet. Um das Potenzial der Arzneipflanze Spitzwegerich zu entschlüsseln, ist die Forschung gefragt. Die Wahl des Spitzwegerichs zur Arzneipflanze 2014 ist ein erster Anstoß dazu.

Quelle: Universität Würzburg

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