Mittwoch, 1. Februar 2017



Wenn man isst, obwohl man eigentlich keinen Hunger hat, beeinflusst das den Blutzuckerspiegel nach dem Essen negativ.



Zugegeben: Ein Riegel Schokolade zwischendurch landet nicht im Magen, weil wir wirklich Hunger haben. Frust, Lust oder Langweile sind häufige Anlässe etwas zu essen. Und auch mittags oder abends lassen wir die Essenszeit schon mal häufiger durch die Uhr bestimmen als durch einen knurrenden Magen. Nicht immer klug, denn essen, wenn man eigentlich keinen Hunger hat, beeinflusst negativ den Blutzuckerspiegel, berichten neue Forschungen.



Hormone sorgen für die Verarbeitung

Wenn wir mal kurz Essen rein technisch betrachten, läuft es darauf hinaus, dass der Körper Fette, Proteine und Kohlenhydrate verarbeiten muss. Als Reaktion darauf produziert der Körper - allen voran die Bauchspeicheldrüse - Hormone, die die Aufnahme der Nährstoffe aus dem Blut ermöglichen und an die richtigen Stellen im Körper bringen. Alles was nicht sofort benötigt wird, wird gespeichert für späteren Bedarf.



Blutzuckerspitzen nach dem Essen

Unter normalen Umständen steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit an, aber die Hormone halten diese Blutzuckerspitzen unter Kontrolle. Wie hoch dieser Peak ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab wie Essensmenge, Stoffwechselaktivität und glykämischer Index der Nahrungsmittel. Die Wissenschaft fügt nun noch einen vierten Faktor hinzu.



Essen ohne Hunger treibt den Blutzucker hoch

Laut einer Studie der Universität Chicago fallen die Blutzuckerspitzen nach einer Mahlzeit höher aus, wenn wir essen ohne Hunger zu haben. Haben wir ein leichtes Hungergefühl, dann steigt der Blutzucker nach dem Essen weniger stark an und ist daher leichter zu kontrollieren. Haben wir richtig großen Hunger, steigt der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit allerdings auch wieder stärker. Man wartet also besser nicht mit dem Essen bis der Magen schon vor Hunger wehtut.



Starkes Hungergefühl sorgt für Fettdepots

Sie brauchen nicht gleich in Panik zu verfallen, weil Sie manchmal etwas essen, ohne dass der Magen knurrt. Wer macht das nicht? Es geht bis jetzt nur um eine Studie, die das festgestellt hat und weitere Studien müssen darauf noch genauer eingehen, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen. Darüber hinaus ist zu lange warten mit dem Essen auch keine gute Idee. Wenn der Körper sehr hungrig ist und zu lange auf Nahrung warten muss, werden Sie nicht nur mehr essen, sondern der Körper will dann auch den Mangel gleich kompensieren, in dem er einen Vorrat speichert. Das geschieht dann beispielsweise in Form des gefürchteten Bauchfettes und passiert auch, wenn man Mahlzeiten auslässt.



Bei leichtem Hunger essen

Der goldene Mittelweg? Warten Sie mit dem Essen, bis Sie ein leichtes Hungergefühl verspüren. Auch langsames Essen hilft dabei, die Nahrung besser zu verarbeiten. Für den kleinen Hunger zwischendurch, sollten Sie zu einen Snack mit niedrigem glykämischen Index greifen, wie zum Beispiel Nüsse. Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index lassen den Blutzucker weniger schnell ansteigen. Positiver Nebeneffekt: Solche Nahrungsmittel verbessern auch den Cholesterinspiegel.



Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index

Fisch

Fleisch

Geflügel

Eier

Gemüse wie Gurke, Spargel, Rosen- und Blumenkohl, Fenchel, Chicoree, Brokkoli, Zwiebeln, Oliven, Avocado, Paprika

Pilze

Soja und Tofu

Nüsse wie Mandeln, Pinienkerne, Pistazien, Erdnüsse

Grüne Salate

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