Donnerstag, 22. August 2013


Kaffee und Tee helfen der Leber gesund zu bleiben
(Foto: quambusch/pixabay.com)

Kaffee und Tee sind nicht nur aromatisch, sondern können zur Gesunderhaltung der Leber beitragen, wie Forscher jetzt herausfanden.

Eine angenehme Überraschung für alle Kaffeenasen und Teeliebhaber: Die Tasse Kaffee oder Tee am Morgen ist nicht nur dringend notwendiges Lebenselixier zum Wachwerden, sondern kann weitaus mehr als nur die Lebensgeister wecken. Ein internationales Team von Forschern hat in einer Studie, durchgeführt von der »Duke-NUS Graduate Medical School« (Duke-NUS) und der »Duke University School of Medicine« Hinweise gefunden, dass eine erhöhte Koffeinaufnahme die Fettleber bei Patienten mit nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLE) reduzieren könnte.

Fettleber - ein weltweit wachsendes Problem

Weltweit leiden 70 Prozent der Menschen, bei denen Diabetes und Adipositas diagnostiziert werden, an der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung, Hauptursache für eine Fettleber, die nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum entsteht. Es wird geschätzt, dass 30 Prozent der Erwachsenen in den Vereinigten Staaten diese Erkrankung hat, in Singapur steigt die Häufigkeit weiter an und in Deutschland leidet etwa jeder Dritte an einer Fettleber, oftmals ohne es zu wissen. Bis heute gibt es keine wirksame Behandlung gegen NAFLE, nur eine Diät und Sport kann den Gesundheitszustand verbessern oder wenigstens stabilisieren.

Vier Tassen Kaffee oder Tee täglich bremsen die Fettleber

In ihrer Studie beobachteten die Forscher an Zellkulturen und Mäusen, dass das Koffein den Stoffwechsel der Fette, die in der Leber gespeichert werden, anregt. Die Fettleber bei Mäusen, die zuvor mit einer fettreichen Ernährung gefüttert worden waren, ging zurück. Diese Ergebnisse deuten daraufhin, dass eine Koffeinzufuhr von vier Tassen Kaffee oder Tee täglich nützlich sein könnte, um der fortschreitenden nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung NAFLE beim Menschen vorzubeugen. Die Ergebnisse werden in der September-Ausgabe des Journals »Hepatology« veröffentlicht.

Neue Medikamente auf Koffein-Basis

»Das ist die erste detaillierte Studie, die den Mechanismus der Koffeinwirkung auf Fette in der Leber untersucht hat und das Ergebnis ist äußerst interessant«, sagt Paul Yen, einer der Studienautoren. »Kaffee und Tee werden so häufig konsumiert und die Vorstellung, dass sie vielleicht sogar therapeutische Wirkung haben - besonders weil sie den Ruf haben, der Gesundheit zu schaden - ist sehr aufschlussreich.«
Das Team von Wissenschaftler sagte, dass diese Forschungen zur Entwicklung eines koffeinähnlichen Medikaments führen können, das nicht die üblichen Nebenwirkungen von Koffein besitzt, aber die therapeutische Wirkung auf die Leber behält. Es könnte als Ausgangspunkt für Studien dienen, die den vollen Nutzen von Koffein und verwandten Therapeutika für Menschen untersuchen.

Quelle: Rohit Anthony Sinha, Benjamin L. Farah, Brijesh K. Singh, Monowarul Mobin Siddique, Ying Li, Yajun Wu, Olga R. Ilkayeva, Jessica Gooding, Jianhong Ching, Jin Zhou, Laura Martinez, Sherwin Xie, Boon-Huat Bay, Scott A. Summers, Christopher B. Newgard, Paul M. Yen. Caffeine stimulates hepatic lipid metabolism via autophagy-lysosomal pathway. Hepatology, 2013; DOI: 10.1002/hep.26667

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