Mittwoch, 22. Mai 2013


Eistee - eine köstliche Erfrischung,
die Probleme machen kann
(Foto: Francesco83 - Fotolia.com)
Ein Glas mit kaltem Eistee und einem Spritzer Zitrone - was kann erfrischender und köstlicher sein an heißen Sommertagen? Wer Probleme mit Nierensteinen hat, sollte allerdings besser auf andere Durstlöscher ausweichen.


Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) warnt in einer Mitteilung davor, Eistee in größeren Mengen zu konsumieren. Auch wenn er alkoholfrei und im günstigsten Fall kalorienreduziert ein ideales Sommergetränk zu sein scheint: Exzessiver Genuss begünstigt die Bildung bestimmter Nierensteine. Dies trifft in besonderem Maße auf Risikopatienten zu, die zur Steinbildung tendieren oder schon Probleme mit Nierensteinen hatten.

Oxalsäure problematisch für die Nieren

Alle schwarzen und grünen Teesorten enthalten viel Oxalsäure (Oxalat) und Eistee bildet da keine Ausnahme. Teeliebhaber sind also insgesamt mehr gefährdet. Den Unterschied macht die Menge, denn in der Regel wird von Eistee erheblich mehr getrunken als von der heißen Variante.

Im Allgemeinen führt eher eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme zur Bildung von Nierensteinen. Gerade im Sommer, wenn durch vermehrtes Schwitzen mehr Flüssigkeit verloren geht, ist eine ausreichende Trinkmenge unverzichtbar. Auch sportliche Aktive, die ihren Durst stillen möchten, freuen sich über einen erfrischenden Eistee. Dabei stellt ein Glas Eistee kein Problem dar. Wer allerdings täglich größere Mengen Eistee konsumiert, erhöht sein Risiko oxalhaltige Nierensteine zu bilden.

Nierenstein-Risiko für Ältere erhöht

Männer ab dem 40. Lebensjahr bilden schneller Nierensteine. Ihr Risiko für die Erkrankung erhöht sich im Vergleich zu Frauen um das Vierfache. Leider bleiben die Frauen auch nicht verschont. Weil der Östrogenspiegel bei ihnen nach der Menopause sinkt, droht auch ihnen die Formung von Nierensteinen.
Wer sein Risiko kennt, sollte seinen Flüssigkeitshaushalt besser mit Wasser auffüllen. Perfekt mit einem vitalisierenden Schuss Zitronensaft, denn Zitronensäure verhindert die Bildung von Nierensteinen.

Nahrungsmittel mit Oxalsäure meiden

Patienten mit Nierensteinen und solche, die es nicht werden wollen, sollten bestimmte Nahrungsmittel vermeiden. Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber, Schokolade, Kakao, Rote Beete und Erdnüsse enthalten viel Oxalsäure. Bevorzugen sollte diese Personengruppe dagegen Nahrungsmittel mit viel Kalzium: Joghurt, Quark, Käse, Milch, Kartoffeln, Fenchel und Brokkoli. Kalzium senkt die Aufnahme der Oxalsäure über den Darm und kann so die Bildung von Nierensteinen verhindern.
Als generelle Empfehlung gilt: fettarme Speisen mit wenig Salz. Übergewicht sollte gesenkt werden, denn Mediziner sehen eine Beziehung zwischen Körpergewicht und Nierensteinbildung.

Nierensteine - so können Sie vorbeugen

Einige Tipps, um der Bildung von Nierensteinen entgegen zu wirken und Rückfälle zu verhindern:

  • Normalisieren Sie ihr Körpergewicht
  • Nehmen Sie wenig tierisches Eiweiß zu sich
  • Trinken Sie 2-3 Liter täglich, denn konzentrierter Urin begünstigt die Steinbildung
  • Durch Sport oder bei Saunabesuchen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf und muss durch ausreichendes Trinken aufgefüllt werden
  • Würzen Sie sparsam mit Salz
  • Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung
  • Achten sie darauf, dass Harnwegsinfektionen vollständig ausheilen

Nachfolgende Beschwerden weisen auf ein Steinleiden hin, nehmen Sie bei diesen Anzeichen umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch:

  • Die ausgeschiedene Urinmenge ist geringer als früher
  • Blutiger Urin
  • Stechende, krampfartige Schmerzen im seitlichen Unterbauch und in der Lendenwirbelsäule



Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). „Zu viel Eistee kann die Bildung von Nierensteinen fördern“. 13.08.2012.

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