Sonntag, 24. Mai 2015


Die Blätter der Süßkartoffel sind sehr vitaminreich
(Foto: Maddox74 - pixabay.com)
Süßkartoffeln sind nicht nur besonders gut geeignet, Blutzucker und Blutfette zu senken, sondern ihre Blätter liefern viele Vitamine.


Die Süßkartoffel ist bekannt als reichhaltiger Lieferant für Vitamin C sowie bestimmte B-Vitamine, die für die Gesundheit essenziell sind. Verwendet wird meist die Wurzel der Pflanze, doch auch andere Teile der Pflanze sind essbar und besonders reich an wertvollen Nährstoffen. Obwohl Studien bestätigt haben, dass wasserlösliche Vitamine in der Wurzel und in den Blättern der Süßkartoffel existieren, gibt es nur begrenzte Informationen darüber, wie diese Vitamine tatsächlich in der Pflanze verteilt sind. Wilmer Barrera und David Picha vom Agrarzentrum der Louisiana State Universität veröffentlichten eine Forschungsstudie in »HortScience«, die zeigt, dass reife und auch junge Blätter der Süßkartoffel erhebliche Mengen an Vitamin B 6 und andere essenzielle Vitamine liefern können.

Verteilung der Vitamine in den Gewebetypen
»Ziel der Studie war es, den Gehalt an Vitamin C, Thiamin (Vitamin B 1), Riboflavin (Vitamin B 2) und Vitamin B 6 in den essbaren Teilen von »Beauregard« und »LA 07-146« zu bestimmen, zwei wichtige Süßkartoffelsorten in Louisiana«, erklären Barrera und Picha. Die Wissenschaftler analysierten eine Auswahl von Süßkartoffelgewebetypen (reife Blätter, junge Blätter, junge Blattstiele, Knospen, Ranken, Wurzel) einmal im späten Oktober sowie im folgenden Jahr im September. Sie führten ein drittes Experiment durch, um den Gehalt an wasserlöslichen Vitaminen in verschiedenen Wurzelgeweben der Süßkartoffel zu bestimmen.

Junge Blätter liefern das meiste Vitamin C
Die Analysen enthüllten Unterschiede im Gesamtgehalt an Vitamin C innerhalb der verschiedenen Gewebetypen. Junge Blätter haben den höchsten Gehalt an Vitamin C, gefolgt von reifen Blättern und Knospen. Knospen enthalten darüber hinaus viel mehr Vitamin C als Wurzeln und Stiele. »Diese Ergebnisse bestätigen frühere Studien, nach denen Blattgewebe eine gute Vitamin C-Quelle sind und junge Blätter das meiste Vitamin C liefern«, merken die Wissenschaftler an. Die Experimente wiesen keinen Gehalt an Thiamin in den Blättern nach und dieses Ergebnis unterscheidet sich von früheren Studien. »Das Fehlen von Thiamin in unseren Ergebnissen kann aber durch die Unterschiedlichkeit der Sorten erklärt werden«, erläutern die Forscher.

Das meiste Vitamin B 2 steckt in den Blättern
Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass der Riboflavin-Gehalt je nach Gewebetyp unterschiedlich ist, aber in den Blättern dauerhaft höher; reife Blätter enthalten mehr Riboflavin als junge Blätter und die übrigen Pflanzengewebe, einschließlich der Wurzeln. »Die Blätter haben auch insgesamt einen höheren Gehalt an Vitamin B 6 im Vergleich mit anderen Gewebetypen. Reife Blätter enthalten 3,4 Mal mehr Vitamin B 6 als die Wurzeln, während reife Blattstiele 2,3 Mal mehr enthalten als die Wurzeln«, erläutern die Forscher. »Knospen und junge Blätter enthielten auch mehr Vitamin B 6 als die Wurzeln, wohingegen die Ranken und jungen Stiele weniger als die Wurzeln enthielten.«

Vitamin B 6-Gehalt der Blätter so gut wie in anderen Gemüsesorten
Barrera und Picha schlussfolgerten, dass Vitamin C, Riboflavin und Vitamin B 6 mehr in den Blättern vorkommen. »Unsere Ergebnisse geben an, dass reife und junge Blätter der Süßkartoffel nennenswerte Mengen an Vitamin B 6 liefern können«, sagen sie. Sie fügen hinzu, dass der Vitamin B 6-Gehalt in Süßkartoffelblättern ähnlich gut ist wie in Obst und Gemüsesorten wie Brokkoli, Avocados, Möhren, Bananen und Blumenkohl.

Quelle: Wilmer A. Barrera and David H. Picha: Ascorbic Acid, Thiamin, Riboflavin, and Vitamin B6 Contents Vary between Sweetpotato Tissue Types. HortScience49:1470-1475, November 2014.

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