Donnerstag, 18. Juli 2024

Die Psyche ist entscheidend für Gesundheit im Alter und Käse hilft dabei

Eine gesunde Psyche lässt uns länger gesund leben (Foto: pixabay.com)


Eine gesunde Psyche fördert gesundes Altern, unabhängig von Geld oder Status. Mehr Bewegung und der Konsum von Käse und Obst können das psychische Wohlbefinden fördern.

 

Gesund alt werden und glücklich sein: Für viele Menschen sind das wohl die wichtigsten Wünsche im Leben. Nun soll das eine mit dem anderen zusammenhängen, zeigt eine chinesische Studie. Denn Menschen mit einer gesunden Psyche werden eher gesund alt, und sogar Käse und Obst soll dabei helfen.

Viele Faktoren beeinflussen psychisches Wohlbefinden

Es ist natürlich nicht das erste Mal, dass der Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden und gesundem Altern erforscht wird, aber es ist äußerst schwierig, diesen Zusammenhang herzustellen, weil so viele andere Variablen eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Geld: Reiche Menschen werden älter und sind tendenziell glücklicher. Aber auch ein gesunder Lebensstil, Bildung oder die Gegend, in der jemand aufwächst, beeinflussen das Lebensglück und die Gesundheit.

Glücklich alt werden

Nun ist es chinesischen Wissenschaftlern endlich gelungen, auch einen direkten Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und dem Älterwerden nachzuweisen, und zwar unabhängig von Geld oder Status, schreiben sie im Fachmagazin „Nature“. Sie betonen, dass es sehr wichtig ist, die psychische Gesundheit zu verbessern, damit wir zum Beispiel besser mit Stress umgehen können, was sich wiederum positiv auf unsere körperliche Verfassung auswirkt. Ein natürliches Mittel gegen Stress ist zum Beispiel Zitronenöl.

Wie es möglich ist, dass sich eine gute psychische Gesundheit auswirkt, ist noch nicht ganz klar. Es gibt Anzeichen dafür, dass dadurch die Alterungsprozesse im Körper verlangsamt und die Menschen weniger anfällig für Krankheiten werden.

Millionen Europäer untersucht

Die Wissenschaftler beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, indem sie die genetischen Daten von Menschen europäischer Abstammung untersuchten. Sie verfügten über einen Datensatz von 2,3 Millionen Menschen und stellten fest, dass Menschen mit einem besseren psychischen Wohlbefinden im Allgemeinen gesünder altern: Sie waren widerstandsfähiger, berichteten selbst von einer besseren Gesundheit und lebten länger. Wie wurde die psychische Gesundheit der Menschen verbessert? Das Einkommen spielte eine Rolle, ebenso wie Bildung und Beruf, wobei das Einkommen den größten Einfluss hatte. Die Wissenschaftler analysierten dann weitere 106 mögliche Faktoren, die eine Auswirkung haben könnten, und kamen zu einigen bemerkenswerten Ergebnissen: Das Wohlbefinden der Menschen verbesserte sich, wenn sie weniger Zeit im Sitzen verbrachten, das heißt weniger Zeit vor dem Fernsehgerät und mehr spaziergehen. Aber sie fühlten sich auch besser und alterten gesünder, wenn sie mehr Käse und Obst aßen. Die traditionelle Käseplatte mit Weintrauben ist also gar nicht so schlecht.

Mehr Aufmerksamkeit für einsame Senioren

Insgesamt betonen die Wissenschaftler, dass die Verbesserung der psychischen Gesundheit ein fester Bestandteil der Gesundheitspolitik und der Altersforschung werden sollte. Einsamen Senioren, die vielleicht unglücklich sind, sollte geholfen werden, sich besser zu fühlen, damit sie mit größerer Wahrscheinlichkeit gesund alt werden können. Das ist nicht nur für die Menschen selbst viel angenehmer, sondern spart auch Kosten im Gesundheitswesen. Eine Therapie ist immer noch ein Stück kostengünstiger als teure Medikamente und Behandlungen für altersbedingte Krankheiten, was auf einem so alternden Kontinent wie Europa nicht unwichtig ist.

Einsamkeit und Gesundheit

Zuvor hatten Forschende die Blutwerte und körperliche Merkmale von fast 12.000 chinesischen Erwachsenen untersucht, um etwas über gesundes Altern zu berichten. Wie erwartet, gab es eine beschleunigte Alterung bei Rauchern und Menschen mit Vorerkrankungen. Aber am bemerkenswertesten war, dass Menschen mit einer labilen psychischen Gesundheit mindestens genauso schnell alterten. Tatsächlich scheint, dass Einsamkeit, Depression und Traurigkeit die biologische Alterung stärker beschleunigen als Rauchen. Aber das ist noch nicht alles: Ende 2023 berichtete eine niederländische Studie, dass Einsamkeit und Depressionen das Demenzrisiko für unter 65-Jährige erhöhen können. Zu diesem Schluss kamen die Forschenden auf der Grundlage der Daten von mehr als 350.000 Briten. Immer wieder raten deshalb Wissenschaftler dazu, mehr in eine gute psychische Gesundheit zu investieren, weil sie so viele Vorteile für die körperliche Verfassung hat. Es ist Zeit, darauf zu hören und es ernst zu nehmen.

 

Mittwoch, 17. Juli 2024

Hara Hachi Bu: die japanische Methode zum Abnehmen und länger leben



Jeder möchte lange leben und vor allem lange gesund bleiben. Die Einwohner der japanischen Insel Okinawa haben dafür eine bestimmte Methode, die die Lebenserwartung deutlich verlängert.

Montag, 15. Juli 2024

Regelmäßig Rückenschmerzen? Die Lösung ist einfacher als gedacht!

Laufen hilft gegen Rückenschmerzen (Foto: pixabay.com)


Rückenschmerzen hält viele Menschen davon ab, Sport zu treiben. Doch nun stellt sich heraus, dass Spazierengehen das beste Heilmittel sein könnte.

Samstag, 13. Juli 2024

Dienstag, 9. Juli 2024

PFAS werden auch über die Haut aufgenommen

PFAS werden auch über die Haut aufgenommen (Foto: pixabay.com)


PFAS sind überall und werden auf verschiedene Arten aufgenommen. Die ewigen Chemikalien werden auch über die Haut aufgenommen, stellten Wissenschaftler fest.

Samstag, 6. Juli 2024

Kuscheln mit Papa beeinflusst die Darmflora von Babys

Enger Kontakt mit Papa und Bezugspersonen beeinflusst die Darmflora von Säuglingen (Foto: pixabay.com)


Und das ist eine gute Nachricht für Kinder, die per Kaiserschnitt geboren wurden. Obwohl eine vaginale Geburt immer noch einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Darmflora eines Kindes hat, stellt sich nun heraus, dass nur die Hälfte der Darmbakterien von der Mutter stammt.

Darmflora hat großen Einfluss auf alle Körperfunktionen

Die Darmflora oder das Darmmikrobiom ist die Gesamtheit von Bakterien und anderen Mikroorganismen, die in unserem Darm leben. Diese Bakterien sind sehr wichtig für unsere Gesundheit. Sie verdauen zum Beispiel Nahrung, produzieren Vitamine und trainieren unser Immunsystem. Neuere Studien deuten sogar darauf hin, dass die Zusammensetzung der Bakterien im Darm die Entwicklung von Störungen wie ADHS und Autismus beeinflussen kann. Das Verhältnis der Darmflora kann also einen großen Einfluss auf das Leben haben.

Erste Darmflora bei der Geburt

Bei Neugeborenen ist dieses Mikrobiom noch nicht vollständig entwickelt. Die erste größere Besiedelung der Darmflora bei Babys findet während der Geburt statt. Bei einer vaginalen Geburt erhält das Baby einen großen Teil der Bakterien, die sich in der Vagina und im Anus der Mutter befinden. Babys, die per Kaiserschnitt geboren werden, haben daher ein anderes Darmmikrobiom. Ihr Darm enthält nicht nur weniger gesunde Bakterien, sondern auch mehr Mikroorganismen, die häufig in Krankenhäusern vorkommen. Da den Babys oft die guten Bakterien aus dem mütterlich Darmtrakt fehlen, erhöht ein Kaiserschnitt das Risiko für chronische Krankheiten, Asthma und Fettleibigkeit.

Da heute ein Viertel der Kinder per Kaiserschnitt zur Welt kommt, hat ein internationales Wissenschaftlerteam beschlossen, dass es an der Zeit ist, mehr darüber zu forschen, wie ein gesundes Gleichgewicht der Darmmikroben bei Babys erreicht werden kann.

Zur Hälfte mütterliche Bakterien

Dafür verfolgten die Wissenschaftler die Entwicklung von 73 Säuglingen. Davon wurden 21 per Kaiserschnitt und 52 auf natürlichem Wege geboren. Anschließend analysierten und verglichen sie die Darmbakterien der Babys mit denen ihrer Eltern: nach drei Wochen, nach drei Monaten und nach einem Jahr. Dabei zeigte sich, dass nur die Hälfte der Bakterienstämme im Darm der Babys auf den Darm der Mutter zurückgeführt werden konnte. Die Wissenschaftler vermuteten daher, dass der Rest von anderen Personen stammen muss, die in engem Kontakt mit dem Baby stehen. Bei einigen Bakterien konnten sie die Herkunft auch direkt zum Vater zurückverfolgen, wie zum Beispiel bei Bifidobacterium-longum-Bakterienstämmen.

Bakterien von anderen Kontaktpersonen

„Die Studie bietet einen guten Einblick in die Besiedlung eines Neugeborenen“, sagt der Hauptautor Willem de Vos von der Universität Wageningen und der Universität Helsinki. „Die Rolle des Vaters mag gering sein, aber sie sollte nicht unterschätzt werden.“ Außerdem ist es wahrscheinlich, dass das Gleiche auch für andere Personen gilt, die engen Kontakt mit dem Neugeborenen haben, so der Wissenschaftler. Und das kann viel mehr sein als nur die Eltern, erzählt Kollegin Nicola Segata von der Universität Trient. „Das zeigt, wie wichtig es ist, auch andere mikrobielle Beiträge zu untersuchen, etwa die von Geschwistern und Gleichaltrigen in der Kinderbetreuung.“

Es zeigt auch, wie wichtig körperliche und soziale Interaktionen mit einem Neugeborenen sind, so die Wissenschaftler. Um mehr über den Einfluss des Vaters und der Entbindungsmethode auf das Immunsystem des Kindes zu erfahren, wird das Team die Babys und ihre Eltern in den kommenden Jahren weiter beobachten.

Haut-zu Haut-Kontakt

Auch das Stillen, der Kontakt mit Familienmitgliedern und Haustieren, Antibiotikabehandlungen und andere Faktoren beeinflussen die Darmflora von Neugeborenen. Dies gilt auch für den Haut-zu-Haut-Kontakt mit der Mutter, wie eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie zeigt. Das Darmmikrobiom von Säuglingen, die täglich eine Stunde Haut-zu-Haut-Kontakt mit ihrer Mutter haben, entwickelt sich anders als das von Säuglingen mit weniger intensivem Kontakt. Das Mikrobiom der Babys, die intensiven Haut-zu-Haut-Kontakt mit ihren Müttern hatten, war weniger stark verändert als das der anderen Babys. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass die Entwicklung zu einem erwachsenen Mikrobiom bei diesen Säuglingen etwas länger dauerte. Ob diese Unterschiede positiv oder negativ sind, wissen die Forschenden noch nicht.

Dienstag, 2. Juli 2024

Wie beeinflussen Nahrungsmittel die Wirkung von Blutverdünnern?

Manche Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungen beeinflussen die Wirkung von Blutverdünnern (Foto: pixabay.com)


Blutverdünner verhindern die schnelle Gerinnung des Blutes und senken das Risiko für Blutgerinnsel. Bestimmte Lebensmittel wie grünes Gemüse, Fruchtsäfte, Alkohol und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel können die Wirkung der Blutverdünner beeinflussen.