Freitag, 14. November 2014


Bewegung senkt das Risiko für Depressionen
(Foto: harry22 - pixabay.com)

Bewegung ist gut für Herz und Kreislauf und beugt Übergewicht vor. Neue Studien beweisen, dass Bewegung auch Depressionen vorbeugen kann.


Bewegung ist notwendig, um gesund zu bleiben. Das ist inzwischen eine altbekannte Weisheit und wird ständig durch neue Forschungen belegt. Bewegung beugt Übergewicht vor, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Gelenkerkrankungen. Eine neue Langzeitstudie zeigt nun, dass körperliche Aktivität auch Depressionen bekämpfen kann.

Mehr Bewegung - weniger depressive Symptome
Wissenschaftler aus Großbritannien und Kanada entdeckten, dass Menschen, die während ihres Erwachsenenlebens überwiegend aktiv waren, weniger depressive Symptome zeigten als die »Bewegungsmuffel«. Frühere Studien hatten dies schon angedeutet, aber diese Studie untersuchte 50 Jahre lang 11.000 Menschen, die alle in derselben Woche im März 1958 geboren waren.

Die Studienteilnehmer wurden an vier Zeitpunkten in ihrem Leben über ihre körperlichen Aktivitäten befragt: im Alter von 23, 33, 42 und 50 Jahren. Darüber hinaus absolvierten sie eine Reihe von Standardtests, bei denen depressive Symptome wie Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Reizbarkeit und Angst gemessen wurden.

Mehr Bewegung hilft in jedem Alter
Zu allen Untersuchungszeitpunkten zeigte sich, dass diejenigen, die sich mehr bewegten, auch mit weniger depressiven Symptomen zu kämpfen hatten. Außerdem traten bei den Teilnehmern, die in der Zwischenzeit aktiver wurden, ebenfalls weniger depressive Beschwerden auf. Das bedeutet, dass Menschen, die sich im Alter von 42 mehr bewegen als im Alter von 33, auch dann noch das Risiko für depressive Beschwerden senken können. Tatsächlich wurde deutlich, dass mehr Bewegung - von null bis dreimal pro Woche - egal in welchem Alter, das Risiko für eine Depression in den nachfolgenden fünf Jahren um 19 Prozent senkte.

Bewegung als Therapie im Erwachsenenalter
Frühere Forschungen dokumentierten schon, dass Bewegung die Anzahl von Depressionen bei Jüngeren und Älteren senkt. Die aktuelle Studie beweist, dass dies für das gesamte Erwachsenenleben gilt. Das Verständnis für diese Zusammenhänge könnte Ärzten dabei helfen, sowohl Depressionen als auch krankhaftes Übergewicht besser zu behandeln. Bei einigen Menschen kann eine Depression eine Barriere darstellen, um körperlich aktiv zu werden, während bei anderen Patienten das Übergewicht im Zyklus der Depression eine Rolle spielt. »Unsere Studie deutet an, dass Hausärzte Patienten mit depressiven Beschwerden helfen können, in dem sie Bewegung in die Behandlung miteinbeziehen«, so die Studienautoren.

Quelle: Pinto Pereira SM, Power C, Geoffrey MC. Depressive Symptoms and Physical Activity During 3 Decades in Adult Life. Bidirectional Associations in a Prospective Cohort Study. JAMA Psychiatriy. 2014, doi:10.1001/jamapsychiatry.2014.1240

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