Freitag, 24. Februar 2017


Schmerzen sind unangenehm und belastend, besonders wenn sie chronisch auftreten. Man möchte sie möglichst schnell loswerden. Dabei muss es nicht immer die klassische Schmerztablette sein.



Schmerzen sind ein Warnsignal, dass etwas nicht stimmt im Körper. Aus diesem Grund haben Schmerzen schon einen Sinn. Trotzdem möchte man sie nicht gerne länger als notwendig spüren. Dann kann ein freiverkäufliches Schmerzmittel schnell Abhilfe schaffen. Doch wenn Schmerzen chronisch werden, kann die dauerhafte Einnahme solcher Schmerzmedikamente zu Problemen führen. So tauchen Schmerzmittel auch immer häufiger negativ in den Schlagzeilen auf. Es sterben mehr Menschen durch Schmerzmittel als durch Drogen. Schmerzmittel während der Schwangerschaft sollen sogar das Risiko für ADHS - auch bekannt als Zappelphilipp-Syndrom - beim Kind erhöhen.



Chronische Schmerzen: ein großes medizinisches Problem

»Es spielt keine Rolle, wie gut die Behandlung mit Medikamenten ist. Chronische Schmerzen werden nie völlig ausgeschaltet. Es ist ein enormes Problem und die Medizin tut nicht genug, um dieses Problem zu lösen«, meint James Dillard, Autor des Buches »The Chronic Pain Solution«. Vielleicht wird es Zeit, die Sache anders anzupacken. Die Natur bietet zahlreiche natürliche Schmerzmittel: Von Rheuma- bis Kopfschmerzen, es gibt fast immer ein Kraut oder eine Pflanze, die die Schmerzen bekämpft.



Ernährung anpassen

Wenn man unter chronischen Schmerzen leidet, ist eine der wichtigsten Maßnahmen, den Junkfood aus der Ernährung zu verbannen, denn Junkfood heizt das Schmerzsystem des Körpers richtig an. Die moderne westliche Ernährung mit hochraffinierten Nahrungsmitteln, Zucker, raffinierten Kohlenhydraten, zu wenig Obst und Gemüse, blockiert die Möglichkeit, den Schmerz ohne pharmazeutische Mittel zu bekämpfen. Erst die Ernährung anpassen, lautet also das Motto. Ist das in Angriff genommen, kann man sich den vielen Kräutern und Heilpflanzen widmen, die tatsächlich schmerzbefreiend sind. Hinzu kommen mehr als 60 essenzielle Öle mit schmerzstillenden Eigenschaften. Die Substanzen haben bewiesen, dass sie Schmerzen lindern und verringern, genau wie viele Pflanzen.



Ingwer, Kurkuma, Basilikum: die drei Entzündungshemmer

Dieses Kräuter-Set bildet ein Trio innerhalb der ayurvedischen Medizin. Alle drei besitzen entzündungshemmende Eigenschaften. Dr. James Dillard sagt über dieses Trio: »Jedes Kraut hat seine Wirkung wissenschaftlich bewiesen.« Kurkumin hat neben der entzündungshemmenden auch neuroprotektive, also nervenschützende Wirkung, und beugt neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson vor. Ingwer schützt durch sein Shogaol und Basilikum durch das Eugenol. Kurkuma, eine Zutat von Curry, enthält Kurkumin, das Entzündungen beispielsweise bei Rheuma und Schuppenflechte beruhigt. Eugenol imitiert die Wirkweise chemischer Entzündungshemmer oder besser gesagt, die chemischen Entzündungshemmer imitieren die Wirkung des Eugenols. Kurkuma unterstützt die Reinigung der Leber und ist genauso effektiv wie Ibuprofen bei entzündungsbedingten Schmerzen durch Kniearthrose. Basilikum hilft auch bei der Regeneration einer Fettleber und wirkt antibakteriell.



Wie wendet man es am besten an ?

Kurkuma

Kurkuma im Ganzen ist besser als das isolierte Kurkumin bei entzündungsbedingten Krankheiten wie Arthrose, Rheuma, Sehnenentzündung und Autoimmunerkrankungen. Professor Andrew Weil, von der Universität Arizona und Leiter der Stiftung für integrative Medizin, empfiehlt die Einnahme von 400 bis 600 Milligramm Kurkuma-Extrakt als Tablette oder Kapsel dreimal täglich. Das Produkt muss 95 Prozent Kurkuminoide enthalten. Sowohl Kurkuma als auch Kurkumin werden nur gut aufgenommen mit schwarzem Pfeffer oder Piperin, ein Bestandteil schwarzen Pfeffers. Die volle Wirkung tritt etwa nach acht Wochen ein. Kurkuma wird besser nicht angewendet bei Gallensteinen oder andere Erkrankungen der Gallenwege. Auch darf Kurkuma nicht ohne ärztliche Begleitung von Schwangeren eingenommen werden. Zu hohe Dosen Kurkuma kann zu Magenproblemen oder Sodbrennen führen. Piperin hat Wechselwirkungen mit Phenytoin, ein Wirkstoff zur Behandlung von Epilepsie, mit dem Betablocker Propranolol zur Behandlung von Bluthochdruck und möglicherweise mit der Chemotherapie bei Brustkrebs.



Ingwer

Ingwer beeinflusst Entzündungsprozesse auf Zellbasis und Ingwerextrakt ist laut Forschungen ein geeigneter Ersatz für NSAID’s, Schmerzmittel mit einer entzündungshemmenden Komponente wie Ibuprofen oder Diclofenac. Ingwerextrakt gibt es in Form von Kapseln, Tinkturen, Tee, Puder oder Öl. Kapseln sind vorteilhafter als andere Darreichungsformen. Und je reiner der Ingwer ist, desto wirksamer. Am besten nimmt man die Kapseln beim Essen ein, weil die konzentrierten Formen den Magen durcheinanderbringen können. Leider ist Ingwer als Tee nicht stark genug, um ausreichende Wirkung auf Schmerzen und Entzündungen zu haben. Zwei mal täglich eine Kapsel mit 255 Milligramm Ingwer sollte innerhalb von sechs Wochen genügend Wirkung zeigen. Müssen Sie Medikamente einnehmen, die die Blutgerinnung hemmen, sogenannte Blutverdünner, dürfen Sie Ingwer nicht anwenden. Wenn Sie Ingwer am liebsten auf die klassische Art anwenden, gibt es auch hier gute Neuigkeiten: Das Fachjournal »Journal of Pain« veröffentlichte eine Studie, wonach bereits einige Esslöffel geraspelter Ingwer pro Tag Muskelschmerzen um 25 Prozent senken.



Basilikum

Auf der »British Pharmaceutical Conference« in Manchester wurden schon 2009 Ergebnisse vorgestellt, nach denen die Einnahme von Basilikum-Extrakt (Ocimum americanum und Ocimum tenuiflorum) Gelenkschwellungen innerhalb von 24 Stunden um 73 Prozent gesenkt hatte. Auch dieses bekannte Küchenkraut zeigt sich wieder den synthetischen Entzündungshemmern ebenbürtig. Im Gegensatz zu Wirkstoffen wie Diclofenac treten bei der Anwendung von Basilikum keine Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen auf. Bei Basilikum müssen Sie auch nicht unbedingt zu einem Extrakt greifen: Wenn Sie kochendes Wasser auf frische Basilikumblätter gießen oder Basilikumblätter ihrer Mahlzeit zufügen, wirkt das bereits gegen Entzündungen, Bronchitis, Asthma, Arthrose, Rheuma und entzündliche Hauterkrankungen. Zudem senkt es den Blutzuckerspiegel - ideal für die Diabetiker. Die wirksame Substanz im Basilikum ist das Eugenol; es verleiht Basilikum den charakteristischen Duft und hemmt Entzündungen. Die Blätter der Basilikumpflanze sind bei europäischen Sorten (Ocimum basilicum oder süßer Basilikum) kleiner. Je stärker der Duft, desto mehr Eugenol enthält das Kraut. Ocimum basilicum enthält nicht die gleiche Menge Eugenol wie die beiden zuvor genannten Sorten Campherbasilikum und indisches Basilikum. Das asiatische Basilikum hat eine stärkere Wirkung.



Essenzielles Öl Eugenol

Für die äußerliche Anwendung zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen eignet sich auch Eugenol als essenzielles Öl. Es riecht nach Gewürznelken und das ist nicht sehr verwunderlich, denn ätherisches Öl aus Gewürznelken bestehen zu mindestens 80 Prozent aus Eugenol. Natürlich können Sie auch Gewürznelkenöl nehmen. Dieses Öl verdünnen Sie mit einem neutralen Öl und tragen es dann auf schmerzhafte Stellen auf. Bitte nicht unverdünnt anwenden und zuerst auf der Innenseite des Unterarms probieren, um festzustellen, wie Ihre Haut das verträgt.



Teufelskralle: wirksam vor allem bei Arthrose

Der Name dieser südafrikanischen Pflanze verspricht zwar Unheil, aber die Teufelskralle behandelt enorm viele gesundheitlichen Einschränkungen wie Leber- und Herzprobleme. Die Pflanze besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann die Schmerzen bei Gicht, Arthrose, Kopfschmerzen und Schmerzen im Lendenwirbelbereich verringern. Die Universität von Maryland hat mehrere Studien über die großen Erfolge der Teufelskralle bei Arthrose veröffentlicht. Die aktiven Wirksubstanzen sind Iridoidglykoside wie Harpagid und Harpagosid. Teufelskralle vermindert zusätzlich auch Verdauungsprobleme und Sodbrennen und wirkt fiebersenkend. Häufigste Nebenwirkung der Teufelskralle ist Durchfall. Bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren darf Teufelskralle nicht angewendet werden. Bei Problemen mit den Gallenwegen sollten Sie vor der Einnahme einen Arzt befragen. Selten sind Auswirkungen auf den Blutzucker oder Blutdruck zu beobachten.



Birkenblätter (Betula lenta) wirken wie Kortison

Das ist der stärkste Schmerzhemmer. Die Birkenblätter wirken wie Cortison, das bei Hormonstörungen, Rheuma, Lupus, Hauterkrankungen und Autoimmunerkrankungen verordnet wird. Die Wirksubstanz ist Methylsalicylat, das der Salicylsäure des Aspirins entspricht. Daneben gibt es viele weitere aktive Substanzen wie Quercetin, das auch in Zwiebeln vorkommt, Ascorbinsäure, Chlorogensäure, Gerbstoffe und Betulin. Birkenblätter wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend, adstringierend, entwässernd, entgiftend und krampflösend.



Scheinbeere oder Wintergrün: das natürliche Aspirin

Scheinbeere- oder Wintergrünöl enthält 85 bis 99 Prozent Salicylsäure. Dieses natürliche Aspirin bekämpft Rheuma- und Arthrose- und Muskelschmerzen direkt vor Ort: Äußerlich angewendet, zieht es schnell ein und fördert lokal die Durchblutung. Das lindert Schmerzen, auch im Lendenwirbelbereich, ähnlich wie Schmerzmittel. Für Schmerzen im unteren Rücken eignet sich auch Pfefferminzöl ausgezeichnet. Wintergrün sollte nicht unverdünnt angewendet werden. Mischen Sie maximal sechs Tropfen Wintergrünöl mit einem Esslöffel Olivenöl oder Kokosöl und massieren die schmerzenden Stellen vorsichtig damit ein.



Weidenrinde: das Ur-Aspirin

Der wirksame Stoff in Weidenrinde heiß Salizin und wird im Körper zu Salicylsäure umgewandelt. Weidenrinde hemmt die Produktion von Prostaglandinen, Gewebshormone, die Entzündungen fördern und Schmerzen verursachen. Weidenrinde verursacht deutlich weniger Nebenwirkungen als Aspirin, wie beispielsweise Magenblutungen. Weidenrinde hilft gut bei Menstruationsschmerzen, Muskelschmerzen und Arthrose.



Capsaicin: Chili gegen Schmerzen

Capsaicin, das dem Chilipfeffer seine Schärfe verleiht, bewirkt wahre Wunder bei der Schmerzbekämpfung. Zudem ist es ein ausgezeichneter Fettburner. Capsaicin desensibilisiert die Nervenrezeptoren und lindert Schmerzen für längere Zeit. Patienten mit Nervenschmerzen - neuropathischen Schmerzen - waren mit Capsaicin bis zu zwölf Wochen schmerzfrei. Dafür mussten sie acht Wochen Capsaicin-Creme anwenden. Bei Arthrose-Patienten nahm der Schmerz um die Hälfte ab, nachdem sie einen Monat lang Capsaicin-Creme benutzt hatten.

Auch bei Fibromyalgie lindert Capsaicin nachweislich Schmerzen, Depressionen - vielleicht als Folge von weniger Schmerzen - Erschöpfung und verbessert das allgemeine Wohlbefinden. Das lokale Auftragen von Capsaicin soll die Schmerzüberempfindlichkeit verringern und Schmerzen hemmen.



Gamma-Linolensäure (GLA)

Gamma-Linolensäure findet sich in vielen Saatölen. Laut der Universität von Maryland können Diabetiker die Symptome ihrer Krankheit durch diese essenzielle Fettsäure ganz gut unter Kontrolle halten. GLA ist eine positive Omega-6-Fettsäure, denn es gibt auch Omega-6-Fettsäuren, die ungünstig auf Entzündungen wirken. Das Problem ist nämlich, dass wir von diesen Fettsäuren durch unsere westliche Ernährungsweise mehr als genug aufnehmen. Obwohl wir von Omega-3 und Omega-6 am besten gleichviel aufnehmen sollten, konsumieren wir häufig zwanzig mal mehr Omega-6 beispielsweise aus rotem Fleisch und tierischen Fetten, aber auch aus Salatölen. GLA wird mit Hilfe von Vitamin B, C und Zink in entzündungshemmende Substanzen umgewandelt. Gute Quellen für GLA sind Nachtkerzenöl, Öl aus schwarzen Johannisbeersamen, Primeln, Borretsch und Spirulina. Nicht alle Omega-6-Fettsäuren arbeiten auf dieselbe Weise. Linolsäure und Arachidonsäure neigen dazu, Entzündungen zu fördern. GLA dagegen kann Entzündungen wirklich bremsen. Laut einigen Studien soll GLA sogar das Erbgut schützen. Der Alterungsprozess resultiert in Schäden in Enzymen, die entzündungshemmende Moleküle aus Nahrungsfetten produzieren. Das erhöht das Risiko für allerlei Entzündungsprozesse. GLA neutralisiert diesen Effekt und sorgt für vitale biochemische Vorläufer mit stark entzündungshemmenden Wirkungen. Dadurch kann eine erhebliche Verringerung von Entzündungen der Blutgefäße, Lunge, Autoimmunkrankheiten und Stoffwechselabweichungen erzielt werden. Zudem bremst GLA auch die schädliche Arachidonsäure, so dass keine Entzündungsmoleküle ausgeschüttet werden. Epileptiker sollten keine Omega-6-Fettsäuren einnehmen. Borretschöl und andere GLA-Lieferanten können bei Schwangeren eine Frühgeburt auslösen und dem Ungeborenen schaden. Dosierungen von mehr als 3.000 Milligramm täglich sollten nicht eingenommen werden; das kann Entzündungen sogar fördern.



Leckere Kirschen gegen Schmerzen

Dank der Anthocyane, sekundäre Pflanzenstoffe, die den Früchten die rote Farbe verleihen, zählen auch Kirschen zu den natürlichen Schmerzhemmern. Sie blockieren Entzündungen und bremsen Schmerzenzyme genau wie Aspirin und andere anti-entzündliche Medikamente. Kirschen haben sogar die meisten entzündungshemmenden Eigenschaften von allen Nahrungsmitteln. Außerdem wirken sie günstig bei Diabetes. Die Anthocyane senken zusammen mit den Cyanidinen das Risiko für Darmkrebs. Anthocyane reduzieren chronische und krebsbedingte Schmerzen. Für 25 Gramm Anthocyane müssen Sie 100 Gramm Kirschen essen. Die antioxidative Aktivität der Anthocyane aus Kirschen ist ausgezeichnet. Die schmerzstillenden Eigenschaften der Anthocyane sind sogar vergleichbar mit denen von Ibuprofen und Naproxen. Diese Art von Anthocyanen finden sich auch in Himbeeren. Himbeeren und Kirschen enthalten die höchsten Mengen, nämlich 24 und 25 Milligramm pro einhundert Gramm. Frische Kirschen lindern eine breite Skala von entzündungsbedingten Schmerzen.



Aquamin aus rotem Seetang

Aquamin wird aus rotem Seetang gewonnen und ist stark schmerzlindern. »Nutrition Journal« berichtet von einer Studie, in der Aquamin innerhalb eines Monats Arthroseschmerzen um 20 Prozent senkte. Auch die Steifheit der Gelenke nahm ab. Aquamin ist reich an Kalzium und Magnesium, schützt vor Entzündungen und stärkt die Knochen. Aquamin lindert auch chronische Schmerzen bei Kniearthrose nach einer zwölfwöchigen Einnahme. Der irische Hersteller Margot empfiehlt eine Dosierung von 2.400 Milligramm täglich.



Arnika: altbewährte Heilpflanze gegen Schmerzen

Arnika ist eine altbekannte und bewährte Heilpflanze und Athleten schätzen sie als natürliches Schmerzmittel. Nach intensiver Bewegung, akuten Verletzungen oder nach Operationen kann Arnikasalbe Schmerzen und Schwellungen lindern und Entzündungen hemmen. Arnika muss in verdünnter Form angewendet werden und nicht auf offenen Hautstellen. Als homöopathisches Mittel kann Arnika Schmerzen nach Mandeloperationen lindern.



Pfefferminze: wirkt innerlich und äußerlich

Pfefferminze wird häufig als natürliches Mittel bei Zahnschmerzen, Magen-Darm-Problemen, Hautreizungen, Sehnenerkrankungen und Muskelschmerzen angewendet. Pfefferminzöl ist wirksamer als Medikamente, wenn es um Beschwerden des Reizdarms geht. Pfefferminzöl darf nicht angewendet werden, wenn der Magen zu wenig Säure produziert.



Weihrauch (Boswellia serrata) gegen Rheuma und Darmentzündungen

Weihrauch ist das luftgetrocknete Baumharz des Weihrauchbaums. Weihrauch blockiert Entzündungsprozesse und Schmerzen. In der ayurvedischen Medizin wird Weihrauch seit Jahrhunderten bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt, aber auch beim Reizdarmsyndrom und den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Weihrauch wirkt wie Cortison, ohne dessen Nebenwirkungen. Die wirksamen Substanzen des Weihrauchs sind Terpene und Boswelliasäuren. Weihrauch ist als Extrakt in Kapsel- oder Tablettenform erhältlich.



Bromelain: Ananas lindert Schmerzen

Das Enzym Bromelain wird aus Ananas gewonnen und senkt die Ausschüttung von Prostaglandinen. Es wirkt ausgezeichnet bei Gelenk- und Muskelerkrankungen. Das Enzym fördert die Regeneration, wirkt aber auch positiv auf Verdauung und Herz. Bromelain beeinflusst den Proteinabbau. Es wird vor allem angewendet bei infektionsbedingten Entzündungen und allen möglichen Schmerzzuständen. Für eine bessere Verdauung nimmt man meist 500 Milligramm mehrmals täglich, bei Verletzungen viermal täglich 500 Milligramm und bei Gelenkproblemen 500 bis 2.000 Milligramm zweimal täglich. Fragen Sie immer zuerst ihren Arzt, denn Wechselwirkungen mit Antibiotika, Blutverdünnern und Beruhigungsmitteln sind möglich. Auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Blutverlust können auftreten.



Cranberry-Saft tötet Bakterien

Cranberry-Saft hält den Magen gesund und wirkt positiv bei Magenbeschwerden wie Magengeschwüren. Magengeschwüre können durch das Bakterium Helicobacter pylori entstehen und Cranberry-Saft tötet diesen Keim ab. Die antibiotische Wirkung verhindert auch andere Infektionen, zum Beispiel der Harnwege. Mit Cranberry-Saft können Sie sich zu einer besseren Gesundheit trinken; er senkt das Risiko für chronische Krankheiten. Cranberrys sind reich an Polyphenolen - mehr als in anderen Beeren - die das Immunsystem stärken und die Gefäße schützen. So beugen Sie Schlaganfall, Herzkrankheiten und Arteriosklerose vor. Antioxidantien beeinflussen Schmerzen positiv und weil Cranberry-Saft randvoll mit diesen Polyphenolen ist, zählt er zu den besten Gesundheitssäften.



Olivenöl: wirkt wie Ibuprofen

Wir wissen alle, dass Olivenöl gesund ist, aber dass dieses Öl auch Schmerzen bekämpft, ist überraschend. Verantwortlich dafür ist der Inhaltsstoff Oleocanthal, der ähnlich gut wirkt wie Ibuprofen. Oleocanthal blockiert - ähnlich wie synthetische Schmerzmittel - die Entzündungsenzyme COX1 und COX2. Dadurch nehmen Schmerzempfindlichkeit und Entzündungen ab. Extra virgines Olivenöl lässt sich auch prima als Massageöl verwenden und lindert schmerzende Muskeln und Gelenke. Kürzlich entdeckten Wissenschaftler, dass Oleocanthal verschiedene Arten von Krebszellen tötet, ohne die gesunden Zellen zu schädigen.



Magnesium: als Tablette oder Badezusatz

Magnesium lindert Schmerzen bei Fibromyalgie und ähnlichen Erkrankungen. Magnesiumchlorid wird gut aufgenommen, wenn man Flocken dem Badewasser zufügt. Es wirkt extrem entspannend auf den Körper. Oral wird Magnesium-Malat auch oft zur Behandlung von Fibromyalgie angewendet.

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