Mittwoch, 9. September 2020



Yoga ist nicht nur gut, um körperliche Beschwerden zu lindern oder ihnen vorzubeugen. Auch der Psyche hilft Yoga, wie Forschungen jetzt erneut zeigten.

 

Yoga-Übungen lindern bei manchen Menschen Ängste, ergaben amerikanische Forschungen. Die Symptome nahmen nach drei Monaten deutlich ab.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Yoga bei generalisierten Angststörungen deutlich wirksamer ist als Stressmanagement. Yoga erwies jedoch als weniger wirksam als eine kognitive Verhaltenstherapie, also eine Gesprächstherapie, die darauf abzielt, negative Denkmuster zu durchbrechen.

Yoga unterstützt die Behandlung von Ängsten

Generalisierte Angststörungen sind weit verbreitet, aber oft wollen oder können Menschen keine zuverlässige Behandlung durchführen. Die Ergebnisse zeigen, dass Yoga als sichere und leicht zugängliche Behandlung, bei einigen Menschen die Symptome lindern kann. Darum ist Yoga ein wertvolles Mittel innerhalb eines Gesamtbehandlungskonzeptes.

Kundalini-Yoga

Für die Studie wurden 226 Männer und Frauen mit einer generalisierten Angststörung in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe folgte einer kognitiven Gesprächstherapie, die zweite Gruppe machte Kundalini-Yoga und die dritte Gruppe nahm an einem Stressmanagement teil – eine Standardtechnik. Kundalini-Yoga ist ein Yogastil, bei dem Körperübungen mit Entspannungstechniken kombiniert werden.

Nach drei Monaten zeigten sich sowohl die kognitive Verhaltenstherapie als auch das Kundalini-Yoga deutlich effektiver als das Stressmanagement. Bei 54 Prozent derjenigen, die Yoga ausübten, nahmen die Symptome deutlich ab gegenüber 33 Prozent in der Stressmanagementgruppe. Bei den Teilnehmern der kognitiven Gesprächstherapie nahmen sogar bei 71 Prozent der Teilnehmer die Symptome deutlich ab.

Mindfulness oder Achtsamkeit

Nach weiteren sechs Monaten zeigte sich die kognitive Gesprächstherapie noch immer wirkungsvoller als das Stressmanagement, wohingegen die Yogaübungen nicht länger bessere Ergebnisse bewiesen. Das deutet daraufhin, dass die kognitive Gesprächstherapie einen stärkeren und länger anhaltenden Effekt hat. Allerdings glauben Experten, dass Yoga für Betroffene oft leichter und schneller zugänglich ist als andere Behandlungskonzepte.

Die Yogaübungen bestanden aus verschiedenen Haltungsübungen, Atemübungen, Entspannungsübungen, Yogatheorie sowie Meditations- und Achtsamkeitspraktiken.

Beim Stressmanagement bekamen die Teilnehmer Informationen über körperliche, psychologische und medizinische Folgen von Stress. Zusätzlich informierte man sie über angstreduzierende Wirkungen der Lebensweise, wie weniger Alkohol trinken, weniger rauchen, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Die Studie wurde im Fachmagazin „JAMA Psychiatry“ veröffentlicht.

 

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