Samstag, 27. April 2013

Den Blutdruck regelmäßig kontrollieren
(Foto: Alexander Raths - Fotolia.com)
 
Ein ständig erhöhter Blutdruck sollte durch eine gesunde Lebensweise und eventuell Medikamente gesenkt werden. Liegen die Blutdruckwerte dauerhaft über 140 mmHg (systolisch - oberer Wert) und 90 mmHg (diastolisch - unterer Wert) sprechen Ärzte von Bluthochdruck (Hypertonie).

Gefahren von Bluthochdruck

Ein Blutdruck, der über lange Zeit stark erhöht ist, steigert das Risiko auf Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Augen- und Nierenschäden. In Deutschland stirbt fast jeder Zweite an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, die in den meisten Fällen durch Bluthochdruck verursacht wird. Kommen noch Begleiterkrankungen wie Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankungen hinzu, steigt das Risiko umso mehr. Auch Raucher leiden oft unter Bluthochdruck.

Ursachen von Bluthochdruck

Ärzte unterscheiden zwischen primärer (essenzieller) und sekundärer Hypertonie. Sekundäre Hypertonie tritt als Folge anderer Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenleiden auf, manchmal auch bei Störungen der Schilddrüse. Die Mehrheit der Bluthochdruckpatienten leidet an primärer Hypertonie. Bei dieser Form sind keine organischen Ursachen feststellbar. Zumeist existiert eine familiäre Vorbelastung. Zusätzliche Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, das Östrogen in Antibaby-Pillen und ungesunde Ernährung lassen den Blutdruck steigen. Auch Medikamente können als Nebenwirkung eine Blutdruck steigernde Wirkung haben.

Therapien bei Bluthochdruck

Erstes Mittel der Wahl ist natürlich die Umstellung auf einen gesunden Lebensstil und das Ausschalten möglichst vieler Risikofaktoren. Beispielsweise senkt eine Gewichtsreduktion von fünf Kilogramm den Blutdruck um bis zu 10 mmHg. Beim Essen sollte man gesättigte Fettsäuren aus tierischen Produkten und Frittiertem vermeiden. Hauptbestandteil der Ernährung sollte Obst und Gemüse sein. Das erhöht den Kaliumwert. Kalium ist ein natürlicher Blutdrucksenker. Eine natürliche Blutdruck senkende Wirkung haben auch Knoblauch, Zwiebeln, Chinakohl, Äpfel, Spargel, Hafer, Oliven, Endivie und Spinat. Man kann also schon durch das Essen von Gemüse etwas für seinen Blutdruck tun.
Schon eine halbe Stunde Ausdauersport täglich wie Schwimmen, Wandern oder Radfahren senkt den Blutdruck zusätzlich. Wenig Alkohol trinken, nicht rauchen, negativen Stress vermeiden sorgt ebenfalls für optimale Blutdruckwerte.

Heilpflanzen bei Bluthochdruck

Die Phytotherapie kann auch Bluthochdruckpatienten helfen. Je nach Höhe des Blutdrucks können verschiedene Heilpflanzen zur Normalisierung eingesetzt werden. Sie können auch eine medikamentöse Therapie ergänzen.

Mistel, Weißdorn, Brennnessel, Eisenhut und Arnika haben eine leicht blutdrucksenkende Wirkung. Auch Nachtkerzenöl wirkt blutdrucksenkend, indem es die Bildung von Prostaglandinen fördert. Diese hormonähnlichen Stoffe senken aber nicht nur den Blutdruck, sondern auch die Blutfette und steigern bei Diabetikern die Aktivität des noch vorhandenen Insulins. Bei Epileptikern darf die Nachtkerze allerdings nicht angewendet werden.


Ein Tee aus Hirtentäschelkraut normalisiert den Blutdruck. Niedriger Blutdruck wird angehoben, hoher Blutdruck wird gesenkt. Hirtentäschelkraut sollte nicht in der Schwangerschaft angewendet werden, weil es Wehen auslösen kann. Am besten lassen Sie sich von einem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten.

Medikamente zur Regulierung des Blutdrucks

Falls eine Anpassung der Lebensumstände und Essgewohnheiten nicht zum gewünschten Ergebnis führt, müssen Medikamente eingesetzt werden. Die häufigsten Blutdruck senkenden Medikamente wie

•    ACE-Hemmer (Angiotensin-Convertierungs-Enzyme) und Kalziumantagonisten weiten die Blutgefäße und wirken so druckvermindernd
•    Betablocker senken die Gefäßspannung
•    Diuretika entwässern, senken so auch die Flüssigkeitsmenge in den Blutgefäßen und der Blutdruck normalisiert sich
•    Angiotensin-II-Antagonisten beeinflussen den Botenstoff Angiotensin II, der eine wichtige Rolle beim Ansteigen des Blutdrucks spielt.

Häufig wird erst eine ausreichende Wirkung erzielt, in dem verschiedene Medikamente kombiniert werden. Die Einnahme der Medikamente muss oft lebenslang durchgeführt werden. Eine Absetzung darf nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden.


Quellen: Pressemeldung Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL  17.05.2013
             Heilkräuter bei Bluthochdruck, naturheilkräuter.org, April 2013

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