Samstag, 12. August 2017


Rote Trauben und Heidelbeeren stärken das Immunsystem. Das ergab eine Analyse von 446 Nährstoffen der Oregon State University.

Rote Trauben und Heidelbeeren sind als Früchte im Sommer und Herbst beliebt. Sie schmecken pur, aber auch als Beilage zu vielen Gerichten und Desserts. Auch als Saft lassen sich beide Obstsorten ausgezeichnet genießen. Und beide Fruchtsorten sind besonders gesund, wie Wissenschaftler der Oregon State University herausgefunden haben.
Stilbenoide stärken die Abwehrfunktion
Die Wissenschaftler nahmen 446 Nährstoffe unter die Lupe. Von allen untersuchten Substanzen stachen zwei besonders hervor, die die Immunfunktion stärkten: Resveratrol in roten Trauben und Pterostilbene in Heidelbeeren. Beide Verbindungen, die Stilbenoide genannt werden, arbeiten zusammen mit Vitamin D und haben erheblichen Einfluss auf das an der angeborenen Immunabwehr beteiligte CAMP-Gen. Stilbenoide sind von Pflanzen produzierte Substanzen zur Bekämpfung von Infektionen. In der menschlichen Biologie haben sie Einfluss auf die Signalwege, die Vitamin D besser funktionieren lassen.
Zusammenarbeit mit Vitamin D
Die Schlussfolgerungen der Wissenschaftler basieren auf Laborexperimenten und beweisen noch nicht, dass dasselbe passiert, wenn man die Beeren oder Trauben isst. Die Studie wurde im Fachmagazin „MolecularNutrition and Food Research“ veröffentlicht. „Bei Untersuchungen von hunderten Nährstoffen fielen diese beiden wirklich auf“, so Adrian F. Gombart, Professor für Biochemie und Biophysik an der Oregon State University. „Ihre Zusammenarbeit mit Vitamin D, um die Expression des CAMP-Gens zu vergrößern war signifikant und faszinierend. Es ist eine sehr interessante Interaktion.“
Nährstoffe als Medizin
Resveratrol ist schon häufig untersucht worden, auch auf dem Gebiet von Herz- und Gefäßkrankheiten, Krebs und der Bekämpfung von Entzündungen. Zum ersten Mal zeigte sich nun in einer Studie, dass der sekundäre Pflanzenstoff mit Vitamin D zusammenarbeitet und so eine stärkere Wirkung hat. Folgestudien müssen mehr Klarheit bringen über die Wirkung von Nahrung auf das Immunsystem und die Möglichkeiten für neue Behandlungen auf der Basis von Nährstoffen.

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