Donnerstag, 1. März 2018


Champignons sind eine reiche Quelle für zwei Antioxidantien, die den Alterungsprozess wunderbar hinauszögern. Und noch mehr: Der Champignon enthält davon sogar am meisten. Nur fünf Champignons täglich senken das Risiko für Demenz, Herzerkrankungen und Krebs, berichtet die Pennsylvania State University. Das alles hat zu tun mit zwei Aminosäuren, die ein Champignon enthält.
5 Champignons pro Tag
Die beiden Antioxidantien im Champignon sind Ergothionein und Glutathion. Sie bekämpfen freie Radikale, die unseren Gefäßen schaden. Alle Antioxidantien haben diese Fähigkeit, aber der Champignon liefert am meisten dieser beiden Antioxidantien. Ergothionein ist eine Aminosäure und Glutathion ist ein aus drei Aminosäuren aufgebautes Tripeptid. Die Wirkung ist enorm: Die Pilze bremsen Demenz, machen kurzen Prozess mit Herzerkrankungen und beugen sogar Krebs vor, haben Wissenschaftler herausgefunden.
Die meisten Antioxidantien
Pilze sind laut der aktuellen Studie die reichste Quelle für die Kombination von Ergothionein und Glutathion. Sie sind prall gefüllt mit diesen Antioxidantien, sagt Professor Robert Beelman von der Pennsylvania State University.
Beim Verbrauch von Sauerstoff im Körper werden freie Radikale freigesetzt. Wissenschaftler vermuten schon lange, dass diese schädlichen Nebenprodukte die Entwicklung von Demenz fördern. Die freien Radikale wandern durch den Körper auf der Suche nach Elektronen, um dann den Zellen, Proteinen und der DNA zu schaden: Ein Prozess, den man oxidativen Stress nennt. Beelman sagt, dass dies letztlich zu Krebs, Herzerkrankungen und Alzheimer führen kann. Die Versorgung des Körpers mit Antioxidantien beugt diesen Prozessen vor.
Der Steinchampignon oder Braune Egerling enthält die größte Menge der zwei Antioxidantien. Und obwohl der normale Champignon weniger davon hat, als der Steinchampignon ist er dennoch eine reichhaltigere Quelle als andere Nahrungsmittel. Das Kochen von Champignons hat kaum Auswirkungen auf die Antioxidantien Ergothionein und Glutathion, berichtet Beelman im Fachmagazin "Food Chemistry".
Mehr Champignons, weniger Demenz?
In Ländern, in denen besonders viele Champignons für die Mahlzeiten verwendet werden, wie Frankreich und Italien, tritt Demenz deutlich seltener auf. Dort wo mehr die westliche Ernährungsweise vorherrscht, wie in Amerika, erkranken Menschen viel häufiger an Parkinson und Alzheimer. Beelman gibt allerdings zu bedenken, dass die Studienergebnisse vorläufig sind. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Ländern und Mahlzeiten sollte aber in Studien genauer erforscht werden, meint Beelman. "Der Unterschied zwischen den Ländern, in denen neurodegenerative Krankheiten seltener auftreten, liegt bei ungefähr drei Milligramm pro Tag: Das entspricht etwa fünf Champignons", erklärt Beelman.
Champignons als funktionelle Nahrung
Es gab schon Beweise dafür, dass Champignons antioxidative, krebshemmende, antivirale, entzündungshemmende, antibakterielle und sogar antidiabetische Eigenschaften besitzen. Der anti-entzündliche Champignon kann als funktionelles Nahrungsmittel eingesetzt werden, um einem zu hohen Blutdruck entgegenzuwirken. Hoher Blutdruck spielt ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Demenz.
Vor einigen Monaten erschienen auch einige Studien über Champignons und der Vorbeugung von Demenz. Daraus ging hervor, dass die Pilze sogar das Nervenwachstum im Gehirn fördern und vor neurodegenerativen Krankheiten schützen. Das Fachmagazin "Appetite" berichtet kürzlich, dass Champignons zum Frühstück für ein stärkeres Sättigungsgefühl sorgen.

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