Freitag, 7. Dezember 2018


Energy Drinks sind vor allem bei Jugendlichen beliebt. Eine neue Studie zeigt aber erneut, dass sie sich negativ auf die Gesundheit auswirken.
Für Schüler und Studenten nähert sich wieder die stressige Zeit der Prüfungen und Examen. Dann greifen unzählige Lernende wieder mal zu Energy Drinks, um sich wach zu halten und sich länger zu konzentrieren. Doch die süßen Koffein-Drinks sind noch schlechter für die Gesundheit, als bislang angenommen, ergab eine neue Studie der Universität von Texas.
Anregender Effekt von kurzer Dauer
Energy Drinks von Red Bull, Monster, Bullit und anderen Marken enthalten bekanntlich viel Zucker, was einen kurzen belebenden Effekt hat. Auch das enthaltene Koffein trägt dazu bei.
Höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
Amerikanische Forschungen zeigen nun, dass der Konsum von nur einer Dose Energy Drink das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls innerhalb von 90 Minuten deutlich erhöht. Das liegt daran, dass die Blutgefäße sich enorm verengen.
In einer Studie erhielten 44 gesunde, nicht-rauchende Schüler der McGovern Medical School in Houston, die Teil der Universität von Texas ist, einen Energy Drink. Die Forscher untersuchten die Blutgefäße, bevor die Studenten den Energy Drink tranken und neunzig Minuten später. Was zeigte sich? Nach dem Genuss der Energy Drinks verengte sich der innere Durchmesser der Blutgefäße um die Hälfte. Diese Verengung führt zu einem höheren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Erhöhter Blutzuckerspiegel
Die Forscher vermuten, dass die Verengung der Blutgefäße durch die schlechten Inhaltsstoffe der Energy Drinks verursacht wird: Koffein, Zucker, Taurin und andere Gewürze. Eine Dose Energy Drink enthält schnell 35 bis 40 Gramm Zucker und bis zu 80 Milligramm Koffein, was 2,5 Dosen Cola entspricht. Alles zusammen sorgt für einen erhöhten Blutzuckerspiegel, was wiederum zu verengten Blutgefäßen führt.
"Da die Getränke sich steigender Beliebtheit erfreuen, ist es wichtig, die Auswirkungen besser zu erforschen", sagt Dr. John Higgins, Professor für Medizin an der McGovern Medical School in Houston. "Nur so können wir feststellen, welche Mengen sicher sind."
Schlecht für Darm und Herz
Dass Energy Drinks ungesund sind, war bereits bekannt. Sie trocknen den Körper aus und verlangsamen die Flüssigkeitsaufnahme im Darm. Das Verdauungssystem gerät dadurch durcheinander. Es war zudem schon früher bekannt, dass Energy Drinks Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen hervorrufen können.
Lieblingsgetränk der 10- bis 19-Jährigen
Untersuchungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ergaben, dass Energy Drinks vor allem in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen beliebt sind. 68 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an Energy Drinks zu trinken, jeder zehnte von ihnen sogar mehrmals pro Woche und jeder zweite trinkt Energy Drinks in Kombination mit Alkohol. Verbraucherschutzorganisationen setzen sich schon seit Jahren für Abgabeverbot an Jugendliche unter 18 Jahren ein.

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