Sonntag, 2. Dezember 2018


Zimt ist nicht nur Gewürz, aber auch Heilpflanze und zusammen mit Kaffee lassen sich die Heilkräfte noch verstärken.
Die Rolle des antibakteriellen Zimts bei verschiedenen Krankheiten ist interessant. So verbessert Zimt die Symptome von rheumatoider Arthritis: Das Gewürz bremst nämlich Entzündungen und andere Risikofaktoren. Aber das ist noch lange nicht alles! Zimt bietet auch starken Schutz vor chemischen Giftstoffen. Und wussten Sie, dass die Wirkung von Zimt verstärkt wird, wenn man ihn mit Kaffee kombiniert?
Zimt reduziert Entzündungen
Wie viel Zimt braucht man, um diese entzündungshemmende Wirkung für Rheuma zu erreichen? Viermal täglich eine Kapsel mit 500 Milligramm Zimtpulver. Nach acht Wochen wurde eine Abnahme des C-reaktiven Proteins (CRP) festgestellt, dass ein wichtiger Entzündungsmarker ist. Auch der Blutdruck war deutlich niedriger als in der Gruppe, die ein Placebo erhielt.
Die Studienautoren kamen zu dem Schluss, dass die Verabreichung von Zimtkapseln eine sichere Behandlung sein kann, um die Entzündung und die klinischen Symptome der rheumatoiden Arthritis zu verbessern. Das berichtet eine Veröffentlichung im "Journal of the American College of Nutrition".

Zimt im Kaffee: Gute Idee!
Man kann Zimt auch in den Kaffee tun. Mal abgesehen davon, dass es das unverzichtbare Getränk noch leckerer macht, hat es noch einen weiteren Vorteil. "Food Chemistry" berichtet, welcher Vorteil das ist: Mit Zimt im Kaffee trinkt man die Entzündungen quasi weg. Es ist die Kombination aus Chlorogensäure (Kaffee) und Zimtsäure (Zimt), die das bewirkt. Diese Kombination greift freie Radikale an und hemmt die Aktivität der Lipoxygenase (LOX). Beide verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung und die Veränderungen während des Verdauungsprozesses schaffen neue biologische Eigenschaften, die Entzündungen entgegenwirken.
Zimtpulver verursacht also einen Rückgang des C-reaktiven Proteins (CRP) und hemmt zusammen mit Kaffee die Aktivität von LOX.
  • C-reaktives Protein ist ein Akute-Phase-Protein, das in der Leber produziert wird. Nach einer Entzündung befindet sich dieses Eiweiß im Blutkreislauf. Erhöhte CRP-Werte deuten also auf eine Entzündung hin und werden auch nach einem Herzinfarkt, während einer Infektion und nach einer Operation festgestellt. Die Messung von CRP ist eine Möglichkeit, die Krankheitsaktivität zu überwachen. CRP wird auch gemessen, um Infektionen, Rheuma oder Autoimmunerkrankungen zu erkennen.
  • Lipoxygenase ist ein Enzym, das vom Körper zur Herstellung von Leukotrienen benötigt wird. Leukotriene treten auch bei Entzündungen auf, zum Beispiel im Fettgewebe und bei Asthma. Zimt ist daher eine natürliche Substanz, die diese Leukotriene blockiert, vor allem wenn man das Gewürz zusammen mit Kaffee konsumiert.
Zimt als Anti-Rheuma-Mittel
Einer der wirksamen Stoffe im Zimt ist das Zimtaldehyd. Es ist bekannt, dass Zimtaldehyd Entzündungen hemmt, das Cholesterin senkt, das Immunsystem stärkt, antibakteriell und pilzhemmend wirkt und sogar Krebs bekämpft. Was rheumatoide Arthritis betrifft, so hemmt Zimtaldehyd die Entzündungsbotenstoffe und deshalb kann das Gewürz als Anti-Rheuma-Mittel angesehen werden. Außerdem ist Zimt auch bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson wirksam.
Zimt schützt vor (chemischen) Giftstoffen
Es gibt noch eine weitere besondere Eigenschaft des Zimts, die in unserer modernen Welt sehr willkommen ist. Da das Gewürz effektiv freie Radikale bekämpft, kann es vor Giftstoffen schützen. Das gilt sowohl für natürliche als auch chemische Giftstoffe. Die antioxidative Wirkung von Zimt ist stark genug, um eine Vielzahl von Giftstoffen in Leber, Nieren, Blut, Gehirn, Fortpflanzungsorganen, Herz und Milz zu bekämpfen.

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