Dienstag, 31. Dezember 2019


Die gesunden Eigenschaften dieses fettarmen Milchproduktes, das gut für Haut, Herz und Darm ist.

Buttermilch ist ein fettarmes Produkt und gehört in eine gesunde Ernährung. Was daran so gesund ist? Hier die interessantesten Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung.
Gut für Cholesterin und Blutdruck
Ein erhöhter Cholesterinspiegel, vor allem die Triglyceride, und/oder zu hoher Blutdruck steigern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zur Vorbeugung oder Behandlung von zu hohem Cholesterin und Blutdruck wird unter anderem empfohlen, um bei der täglichen Ernährung nicht zu viel gesättigte Fette aufzunehmen. Sowohl die traditionell gebutterte Bauernbuttermilch als auch die moderne Buttermilch sind gesunde, fettarme Milchprodukte und passen in eine gesunde Ernährungsweise.
Senkt das Cholesterin
Die traditionell hergestellte Bauernbuttermilch soll sogar zusätzliche gesundheitliche Vorteile bieten. Während des Butterns landen relativ viele beschädigte, leere Fettzellwände in der Buttermilch – nicht zu verwechseln mit den Fettpartikeln, die die Butter bilden. Diesen Fettzellwänden, die reich an Phospholipiden, Eiweißen und Enzymen sind, werden zusätzliche Gesundheitsvorteile zugeschrieben. Wissenschaftliche Studien deuten an, dass das Trinken von 45 Gramm Buttermilch täglich, die Blutfettwerte und den Blutdruck verbessert. Diese Wirkung soll bei Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten größer sein als bei gesunden Menschen.
Herstellungsverfahren wichtig
Das Trinken von moderner Buttermilch aus Magermilch verbessert nicht die Werte von Cholesterin und Blutdruck. Grund ist wahrscheinlich die veränderte Herstellungsmethode, wodurch die Fettzellwände in der Buttermilch fehlen. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn es bedarf mehr wissenschaftlicher Forschung, um daraus Schlüsse zu ziehen.
Geringeres Risiko für Darmkrebs
400 Milliliter Milchprodukte täglich senken das Darmkrebsrisiko um etwa 15 Prozent. Darüber hinaus wird auch behauptet, dass Buttermilch das Brustkrebsrisiko senkt. Die Beweise dafür sind allerdings hauchdünn. Dennoch kann Buttermilch indirekt das Risiko für Brustkrebs senken, weil sie gesunde Nährstoffe liefert und zu einem gesunden Gewicht beiträgt. Solche Faktoren spielen auch eine Rolle bei der Krebsentstehung.
Gesund für den Darm
Fermentierte Milchprodukte wie Buttermilch enthalten Milchsäurebakterien und andere probiotische Bakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien. Solche probiotischen Bakterienstämme haben eine positive Wirkung auf die Darmflora. Die Darmbakterien sind für die Verdauung unserer Nahrung unerlässlich, können Entzündungen reduzieren und möglicherweise vor Darmerkrankungen schützen. Schon 1908 erkannte der russische Nobelpreisträger Eli Metchnikoff, dass fermentierte Milchprodukte und Probiotika von großer Bedeutung für unsere Darmgesundheit sind. Das wurde aber erst später ernst genommen.
Geeignet für Menschen mit Laktoseintoleranz
Manche Menschen vertragen Milchzucker oder Laktose aus Milchprodukten nicht gut. Dies wird auch als Laktoseintoleranz bezeichnet. Laktose kommt in allen bekannten Milchprodukten vor. Saure, fermentierte Milchprodukte wie Joghurt und Buttermilch sind im Allgemeinen besser verträglich als normale, süße Milch. Denn Sauermilchprodukte haben einen geringeren Laktosegehalt, weil ein Teil der Laktose bereits von den Milchsäurebakterien verdaut wurde.
Leichter verdaulich
Darüber hinaus haben Sauermilchprodukte eine hohe Zähflüssigkeit und einen niedrigen PH-Wert, wodurch der Magen langsamer entleert wird als bei normaler süßer Milch. Der Körper hat dann mehr Zeit, Laktose aus der Buttermilch zu verdauen. Bei manchen verursacht Buttermilch trotzdem Beschwerden. Dann ist es besser, auf Buttermilch zu verzichten und ein alternatives Produkt zu nehmen.
Hilft möglicherweise bei Blasenentzündung
Das Darmbakterium Escheria coli – auch als E. coli bekannt – ist einer der Risikofaktoren für eine Blasenentzündung. Fermentierte Milchprodukte wie zum Beispiel Buttermilch, enthalten Milchsäurebakterien und andere probiotische Bakterienstämme. Beides hat einen positiven Einfluss auf die Darmflora und stärkt das Immunsystem. Darüber hinaus senken Probiotika auf sichere Art das Risiko einer Blasenentzündung, weil sie dafür sorgen, dass die E.-coli-Bakterien sich schlechter auf der Schleimhaut von Harnröhre und Blase ansiedeln können. Inwieweit Buttermilch tatsächlich als Hilfsmittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Harnwegsinfektionen angesehen werden kann, ist noch unklar und erfordert mehr wissenschaftliche Forschungen.
Reinigt und beruhigt die Haut
Milchprodukte wurden in vielerlei Hinsicht mit der Gesundheit der Haut in Verbindung gebracht. Bei manchen Menschen verschlimmert der Konsum von Milchprodukten eine Akne. Andererseits enthalten Milchprodukte gesunde Nährstoffe, die die Haut positive beeinflussen können. Beispielsweise wird Milchsäure in fermentierten Milchprodukten seit Jahren gegen Sonnenbrand und übermäßige Pigmentierung eingesetzt. Fermentierte Milchprodukte beeinflussen auch die Darmflora günstig, was Entzündungen der Haut lindern kann.
Eine wissenschaftliche Studie, die 2015 in Japan durchgeführt wurde, zeigt, dass essenzielle Phospolipide – auch in Buttermilch enthalten – die Elastizität und Feuchtigkeit der Haut verbessern und Falten reduzieren können. Für diese Studie wurden allerdings derart hohe Dosierungen verwendet, die man durch das Trinken von Buttermilch nicht erreichen kann.
Weiterhin ist noch nicht bekannt, ob es besser ist, fermentierte Milchprodukte zu konsumieren oder sie direkt mit einem Wattepad auf die Haut aufzutragen. Das muss noch genauer erforscht werden.
Fazit
Buttermilch kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs senken. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Buttermilch positive Auswirkungen auf die Darmflora und das Immunsystem hat. Solange Sie also keine (schwere) Laktose-Intoleranz haben: Buttermilch ist für jeden gut.

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