Donnerstag, 14. Februar 2019


Fencheltee wirkt nicht nur beruhigend auf die Verdauung, sondern zügelt auch den Appetit und erleichtert das Abnehmen.

Unbezwingbarer Appetit, der aus dem Nichts auftaucht: Das ist der Schrecken aller Abnehmwilligen. Denn so manche Diät ist schon an solchen Heißhungerattacken gescheitert. Zum Glück gibt es Kräutertee. Fencheltee hat sich als effektive Appetitbremse erwiesen.
Fencheltee zügel den Appetit
Natürlich ist die Kontrolle des Appetits der Schlüssel für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme. Denn unkontrollierbare Esslust verdirbt jeden Abnehmversuch. Erleben Sie das auch so? Dann könnte Fencheltee hilfreich sein.
Fencheltee wird seit langem zur Appetitzügelung verwendet. Nicht so ungewöhnlich, denn die Wirkung als Appetitbremse ist beachtlich.
Verhindert weitere Gewichtszunahme
Der Tee ist speziell für zwei Gruppen eine Lösung: Frauen mit allmählicher Gewichtszunahme während und nach den Wechseljahren und Menschen, die fettleibig sind. Fenchel beugt einer weiteren Gewichtszunahme vor. Fenchel unterdrückt den Appetit äußerst wirksam.
Wie soll man Fenchel anwenden?
Fencheltee ist als Teebeutel überall erhältlich. Besser ist es jedoch, getrocknete Fenchelsamen zu nehmen. In manchen Studien wurden zwei bis vier Tropfen ätherisches Fenchelöl auf ein Tuch geträufelt und inhaliert. Auch auf diese Weise lässt sich der Appetit bremsen. Nimmt man getrockneten Fenchelsamen, sollte man zwei Gramm mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen.
Mehr Sättigung, geringere Nahrungsaufnahme
Teilnehmer erlebten in Studien durch Fenchel ein größeres Sättigungsgefühl. Das führte natürlich zu einer geringeren Nahrungsaufnahme. Alles, was sie dafür tun mussten, war, vor den Mahlzeiten Fencheltee zu trinken. Diese Ergebnisse wurden auch mit ätherischem Fenchelöl erzielt.
Ätherisches Fenchelöl
Da ätherisches Fenchelöl trans-Anethol enthält, wird der Appetit gezügelt. Trans-Anethol senkt den Appetit auf dieselbe Weise wie Amphetamine. Inhalieren Sie das Öl, um die Wirkung zu erfahren. Das ist vor allem praktisch, wenn Sie den Geschmack von Fencheltee nicht gerne mögen. Die ätherischen Öle im Fenchel wirken verdauungsfördernd, entzündungshemmend und unterstützen den Magen.
Fenchel während der Wechseljahre
Weil getrockneter Fenchel Östrogen enthält, wird Fenchel auch bei Frauenbeschwerden angewendet. Dazu zählen starke Menstruation, Förderung der Milchproduktion bei stillenden Frauen und die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Wird der Fenchel als Tee zubereitet, ist die Östrogen-Menge allerdings geringer.

Fenchel lindert in den Wechseljahren vor allem Beschwerden wie häufiges Wasserlassen und Reizbarkeit. Aber auch Nachtschweiß und unangenehme Hitzewallungen beeinflusst Fenchel positiv. Und wer unter trockener Haut, Konzentrationsproblemen sowie Kopf- und Nackenschmerzen leidet, sollte es mit Fenchel versuchen.

Vaginale Trockenheit und Juckreiz ist leider ebenfalls ein Symptom, das in den Wechseljahren viele Frauen erleben. In diesem Fall verbessert eine vaginale Creme mit fünf Prozent Fenchel die Beschwerden. Eine solche Creme sorgt in vielen Fällen für eine erhebliche Linderung um bis zu 50 Prozent.

Sogar eine vermehrte Behaarung, die häufig in und nach den Wechseljahren durch Hormonschwankungen auftritt, lassen sich mit einem Gel mit drei Prozent Fenchel bekämpfen.

Selbst das Gedächtnis bringt Fenchel ein wenig auf Trab. Und das sogar, wenn das Gedächtnis durch Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer bereits geschädigt ist.
Fenchel und Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter)
Fenchelsamenextrakt in einer Dosierung von 200 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht hat eine beruhigende Wirkung. Das beruht auf einer deutlichen Zunahme einiger Nervenbotenstoffe im Gehirn. Dadurch nehmen auch Beschwerden wie Angst und Depressionen um 55 bzw. 45 Prozent ab. Diese Wirkung konnte ebenfalls in anderen In-vitro-Studien beobachtet werden.
Fenchel: Die wichtigsten Gesundheitsvorteile
Fenchel wird schon seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel verwendet. Diese Pflanze aus der Familie der Doldenblütler kannten schon die alten Griechen und Römer. Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze ist Gemüse und Gewürz gleichzeitig und hat einen anisähnlichen Geschmack. Fenchel wächst fast überall und alle Pflanzenteile sind verwendbar und verleihen speisen ein einzigartiges Aroma. Die wichtigsten Gesundheitsvorteile sind nachfolgend aufgelistet.

Die Inhaltsstoffe:
Eine rohe Fenchelknolle enthält:
  • 73 Kalorien
  • 0,5 Gramm Fett
  • 2,9 Gramm Eiweiß
  • 17 Gramm Kohlenhydrate
  • 7 Gramm Ballaststoffe
  • 5 Prozent Salz
  • 27 Prozent (der täglich empfohlenen Menge) Kalium
  • 6 Prozent Vitamin A
  • 11 Prozent Kalzium
  • 46 Prozent Vitamin C
  • 9 Prozent Eisen
  • 5 Prozent Vitamin B6
  • 10 Prozent Magnesium
  • sowie weitere Mineralstoffe und Spurenelemente. Fenchel ist zudem eine natürliche Östrogenquelle und kann Wechseljahresbeschwerden lindern.
Stärkung für die Knochen
Eisen, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Mangan, Zink und Vitamin K fördern alle einen gesunden Knochenaufbau. Obwohl Phosphat und Kalzium beide für die Knochenstruktur wichtig sind, ist ein ausgewogenes Gleichgewicht der beiden Mineralstoffe nötig. Die Zufuhr von zuviel Phosphor und zu wenig Kalzium kann zu Knochenabbau führen. Eisen und Zink spielen eine elementare Rolle bei der Bildung von Kollagen. Mangan ist unter anderem am Knochenaufbau, an der Blutgerinnung und am Energiehaushalt beteiligt. Eine geringe Aufnahme von Vitamin K führt zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche. Eine ausreichende Aufnahme dieses Vitamins ist wichtig, damit Kalzium sich mit dem Eiweißstoff Osteocalcin verbinden kann und so die Einlagerung von Kalzium in die Knochen ermöglicht.
Für ein gesundes Herz und gesunde Blutgefäße
Ballaststoffe, Kalium, Folsäure, Vitamin C, B6 und Phytonährstoffe fördern ein gesundes Herz und gesunde Gefäße. Fenchel hat viele Ballaststoffe, die den Cholesterinspiegel senken und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Zudem ist Fenchel reich an Kalium, das die Blutgefäße erweitert und so den Blutdruck senkt. Genügend Kalium ist außerdem wichtig für eine gute Nerven- und Muskelfunktion. Ein Kaliummangel kann durch Entwässerungstabletten und Blutdrucksenker entstehen. Es zeigen sich dann Symptome wie Müdigkeit, hoher Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Muskelkrämpfe und Schwäche. Die drei Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium arbeiten zusammen und können auf natürliche Weise den Blutdruck senken. Die Vitamine B6 und B11 (Folat) beugen der Ansammlung von Homocysteinen im Körper vor, die den Blutgefäßen schaden und zu Herzproblemen führen können.
Krebshemmend
Selen findet man nicht nur in vielen Obst- und Gemüsesorten, sondern auch in Fenchel. Selen ist wichtig für eine gute Leberfunktion und unterstützt die Entgiftung einiger Krebs verursachender Substanzen. Selen stärkt das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und bremst das Tumorwachstum. Ballaststoffe aus Obst und Gemüse senken das Risiko für Darmkrebs. Vitamin C, A und Betakarotin sind starke Antioxidantien, die die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen. Fenchel enthält die natürliche Folsäureverbindung Folat, die eine Rolle für den Aufbau und die Reparatur der DNA spielt und so der Bildung von Krebszellen vorbeugt.
Kaliumreiche Nahrung in Maßen essen
Betablocker können den Kaliumspiegel im Blut erhöhen, deshalb sollte in diesem Fall Fenchel und auch Aprikosen und Bananen, die ebenfalls viel Kalium enthalten, nur in Maßen gegessen werden. Ein Kaliumüberschuss verursacht Muskelzuckungen, Lähmungen, Missempfindungen im Mundbereich, Herzrhythmusstörungen und kann die Nieren schädigen.

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