Dienstag, 12. März 2019


Eine kohlenhydratarme Diät ist schlecht fürs Herz und führt zu Herzrhythmusstörungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen großangelegten Studie.
Kohlenhydratarme Diät: Risiko fürs Herz
Wer eine kohlenhydratarme Diät macht, verliert tatsächlich meist an Gewicht. Die Frage ist allerdings, was verloren geht: Muskelgewebe oder Fettgewebe? Es gibt Hinweise, an denen Sie das erkennen können. Kennen Sie jemanden in Ihrem Umfeld, der dank einer kohlenhydratarmen Ernährung jetzt dünner ist? Dann schauen Sie sich die Person einmal genau an, abgesehen vom neuen Körpergewicht. Sieht derjenige gesund aus, strotzend vor Energie? Oder eher erschöpft, müde und gealtert? Was Sie sehen, sagt wahrscheinlich genug über die Folgen einer kohlenhydratarmen Diät.
Kohlenhydrate sind bitter nötig
Wir können nicht ohne Kohlenhydrate leben. Sie versorgen uns mit der täglichen Energie, die wir brauchen, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Den größten Anteil der Energie und damit der Kohlenhydrate benötigt dabei unser Gehirn. Und das soll ja als „Hauptschaltzentrale“ auf jeden Fall gut arbeiten können. Getreide, Früchte, Hülsenfrüchte und auch Stärke: Wir brauchen sie, um leistungsfähig zu bleiben.
Der Unterschied bei den Kohlenhydraten macht’s
Kohlenhydrate, die wir brauchen
Eine kohlenhydratarme Ernährung bedeutet nicht, dass man alle Kohlenhydrate vom Essensplan streicht. Man muss nur die Unterschiede beachten. Wollen Sie sich wohlfühlen und gut aussehen, dann essen Sie natürlich Getreide, Obst, Vollkornnudeln und Vollkornbrot, Gemüse, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.
Verarbeitete Kohlenhydrate
Dagegen verzichten Sie auf verarbeitete Kohlenhydrate. Meiden Sie Säfte, zuckerhaltige Getränke, Gebäck, Kekse, Weißbrot, Weizennudeln, weißen Reis und ähnliche verarbeiteten Lebensmittel. Zahllose Studien zeigen, dass verarbeitete Kohlenhydrate für viele Gesundheitsprobleme sorgen.
Erhöhtes Sterberisiko und chronische Erkrankungen
Der völlige Verzicht auf Kohlenhydrate ging schon in früheren Studien mit verschiedenen Gesundheitsproblemen einher. Eine großangelegte Studie zeigte kürzlich, dass der Verzicht auf wichtige Kohlenhydrate zu einem erhöhten Sterberisiko und verschiedenen chronischen Krankheiten führt. Daher war die Schlussfolgerung: Vermeiden Sie kohlenhydratarme Diäten. Die Gesundheitsrisikos sind deutlich zu hoch.
Denn Menschen, die zu wenig Kohlenhydrate essen, haben ein um 51 Prozent erhöhtes Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben, ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko an Gefäßschäden im Gehirn zu sterben und ein um 35 Prozent erhöhtes Risiko an Krebs zu sterben. Das betrifft vor allem ältere Menschen ohne Übergewicht.
Die Studienautoren berichten, dass eine Ernährung mit wenig Ballaststoffen und Obst, aber vielen tierischen Proteinen und gesättigten Fetten, schließlich für einen vorzeitigen Tod sorgt.
Wenig Kohlenhydrate sind auf Dauer ungesund
Kohlenhydratarme Diäten können für kurze Zeit sinnvoll sein. Man nimmt tatsächlich ab, senkt den Blutdruck und verbessert den Blutzuckerspiegel. Dauerhaft bringt das aber wieder Probleme.
Für die aktuelle Studie, die das bestätigt, wurden Daten aus zwanzig Jahren mit etwa 14.000 Teilnehmern analysiert. Es ist die erste große Studie, die die Verbindung zwischen Kohlenhydraten und Herzrhythmusstörungen unter die Lupe nimmt.
Obwohl eine Begrenzung der Kohlenhydrate sehr beliebt ist, hat das leider einen schlechten Einfluss auf die Herzgesundheit. Unter kohlenhydratarme Diäten fallen die ketogene Diät, die Paleo-Diät und die Atkins-Diät. Alles Diäten, bei denen nicht nur die Aufnahme von Zucker begrenzt wird, sondern auch die von Getreide, Hülsenfrüchten, Obst und stärkehaltigen Gemüsesorten wie Kartoffeln.
Eine niedrige Zufuhr von Kohlenhydraten steht in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern. Es spielt dann keine Rolle, durch welche Eiweiße oder Fette die Kohlenhydrate ersetzt werden“, so die Studienautoren.
Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der die Vorhöfe des Herzens sich nicht mehr wie normalerweise ruhig und regelmäßig zusammenziehen, sondern viel zu schnell und unregelmäßig.

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