Freitag, 2. August 2019


Yoga ist gut für Körper und Geist. Muskelkraft, Beweglichkeit, rheumatische Beschwerden, aber auch Depressionen lassen sich mit Yoga lindern.

Eine ganz Reihe klinischer Studien zeigen, wie Yoga Körper und Geist wirklich gesund hält. Yoga verbessert viele Aspekte der körperlichen und geistigen Gesundheit. Auch interessant: Yoga reguliert die Nervenbotenstoffe GABA, Serotonin und Dopamin. Diese Substanzen sind für unsere psychische Verfassung und unseren Schlaf sehr wichtig. Neugierig? Dann lesen Sie weiter.
Yoga hält gesund
Yoga wird häufig belächelt, aber 22 randomisierte klinische Studien zeigen, wie gesund Yoga tatsächlich ist. Die Mind-Body-Methode stammt aus hinduistischen Traditionen. Bei uns wird sie immer noch manchmal unterschätzt, als etwas das eher zu spirituellen Typen passt. Aber vielleicht gönnen wir uns einfach nicht die Zeit dafür, so gehetzt wie wir im Alltag immer sind.
Mind-Body-Ansatz
Wie bei allen fernöstlichen Techniken und Heilmethoden betrachtet die Mind-Body-Methode den Menschen als Ganzes. Mit anderen Worten: Sie behandelt ganzheitlich, sowohl körperlich als auch geistig. Und geht davon aus, dass alles miteinander verbunden ist. Das ist laut der aktuellen Studienlage sinnvoll. Wie Yoga Körper und Geist wirklich gesund hält? Yoga konzentriert sich auf die Ursachen von Beschwerden, statt nur die Symptome zu unterdrücken. Wenn wir dafür Zeit und Ruhe nehmen, funktioniert das für viele Menschen gut.
Wie gesund ist Yoga laut der Wissenschaft?
Yoga ist eine Mind-Body-Technik, die Angst und Depressionen reduziert. Das gilt vor allem für Hatha-Yoga, einer Form des Yoga bei der Körperübungen, Meditation und Atemtechniken im Mittelpunkt stehen. Schon nach wenigen Wochen spüren Sie eine Verbesserung von Angst und Depression, wenn Sie zweimal pro Woche Yoga machen. Das haben mehrere Studien bestätigt. Entspannungsübungen von einer halben Stunde lindern ebenfalls die Beschwerden.
Yoga erhält die Gehirnleistung
Unsere Gehirnfunktion wollen wir gerne so lange wie möglich erhalten. Altersbedingte Gedächtnisprobleme und die abnehmende Fähigkeit, neue Dinge zu lernen, brauchen wir genauso wenig wie Zahnschmerzen. Und auch dafür ist Yoga gut. Wer acht Wochen Yoga machte, hatte weniger Probleme mit der Denkleistung. Sogar bei Demenz haben die Techniken einen positiven Effekt. Und wenn Sie Suchtprobleme haben: Wenden Sie diese Methode an. Denn Yoga macht weniger abhängig von Suchtmitteln.
Yoga bei rheumatoider Arthritis
Dass Yoga die Beschwerden bei rheumatoider Arthritis lindert, ging aus einer Serie von Meta-Analysen hervor (1, 2, 3). Wie Yoga Körper und Geist gesund hält, hängt auch von der Methode ab. Die besten Ergebnisse werden erzielt mit einer Kombination aus Bewegungsübungen, Atemtechniken und Meditation. Das Verfahren reduziert in erster Linie Schwellungen und Empfindlichkeit der Gelenke und lindert Schmerzen. Auch bei Rheuma waren meist nach acht Wochen Yoga-Praxis deutliche Verbesserungen spürbar.
Besseres Gleichgewicht und Muskelkraft
Eine Übersichtsstudie von 22 klinischen Studien, die im „International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity“ veröffentlicht wurde, verglich Yoga mit anderen Aktivitäten wie Wandern. Dabei zeigte sich, dass Menschen mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren sehr viel von Yoga profitierten. Gleichgewicht, Beweglichkeit und Muskelkraft steigerten sich. Depressive Symptome nahmen ab, und die Teilnehmer schliefen besser. Insgesamt fühlten sich die Teilnehmer ein Stück vitaler als ohne Yoga.
Yoga schlägt Wandern
Obwohl 20 Minuten Wandern schon sehr gesund sind, ist Yoga deutlich effektiver. Die Ergebnisse bei Muskelkraft, Beweglichkeit und Depressionen sind überzeugender. Andere Studien zeigen, wie katastrophal Untätigkeit speziell für die Muskelkraft ist. Bei Inaktivität nimmt die Muskelkraft sehr schnell ab. Yoga ist leicht zugänglich für alle Altersgruppen und tut sowohl Körper als Geist gut.
Die Wirkung von Yoga auf die Nervenbotenstoffe
Yoga ist durchaus gesund fürs Gehirn. Für diejenigen, die unter Depressionen leiden, ist das ein interessanter Aspekt. Aber warum funktionieren solche Methoden so gut bei Depressionen? Kurz gesagt, Yoga bringt den Stoffwechsel im Gehirn ins Gleichgewicht.
Yoga sorgt im Gehirn für mehr:

  • Serotonin: das Glückshormon
  • GABA (Gamma-Amino-Butteräsure): dieser Neurotransmitter reguliert Schlaf und Stimmung
  • Dopamin: Genau wie Serotonin ein Glückshormon, dass uns hilft, ausgeruht und motiviert zu sein

Auch Entzündungen spielen eine Rolle. Bei Depressionen ist inzwischen klar, dass eine der Ursachen Entzündungen im Gehirn sind. Die höheren Konzentrationen verschiedener Entzündungsmarker zeigen das eindeutig. Weil Yoga diese Entzündungsprozesse positiv beeinflusst, werden die Beschwerden gelindert. Daher ist es also nicht so verwunderlich, dass Yoga nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Gesundheit fördert.

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