Montag, 24. Mai 2021

Bei COVID-19-Beschwerden hilft diese Ernährung



COVID-19 schädigt oft auch die Verdauung. Das beeinträchtigt die Darmflora und verzögert den Genesungsprozess. Die richtige Ernährung fördert die Regeneration.

 

COVID-19-Beschwerden verbindet man vor allem mit Beschwerden wie Husten, Kurzatmigkeit und Verlust von Geruch und Geschmack. Aber auch Magen und Darm können angegriffen sein und Übelkeit und Durchfall verursachen. Das hat Einfluss auf die Darmflora. Darum spielt die Ernährung eine wichtige Rolle beim Genesungsprozess.

SARS-CoV-2 schädigt nicht nur die Lunge

Manche sind schnell wieder auf den Beinen, aber eine große Gruppe von Menschen braucht sehr lange, um sich vollständig von einer COVID-19-Infektion zu erholen. Sie haben oft noch Monate danach mit Symptomen wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Gedächtnisproblemen und Gehirnnebel zu kämpfen, wie Studien zeigen. Die Ernährung kann diesen Rehabilitationsprozess unterstützen. Genau wie bei einer Grippe, kann auch bei einer COVID-19-Infektion die Darmflora geschädigt werden, was Folgen für die Verdauung und für die Funktion anderer Organe wie Lunge und Gehirn hat. Eine geschädigte Darmflora hat auch Folgen für die Darmschleimhaut. Sie kann gereizt werden, so dass Nährstoffe schlechter aufgenommen werden und giftige Stoffe, die nicht in unseren Körper gehören, Entzündungsreaktionen hervorrufen oder verstärken. Auch die Produktion von nützlichen Substanzen durch die Darmbakterien wird erschwert. Auf diese Weise kann der Darm seine Schutzfunktion als Teil des Immunsystems weniger gut erfüllen. Deshalb unterstützt man eine Genesung am besten, indem man die Darmflora stärkt.

Abwechslung ist Trumpf

Während der Genesungsphase kommt es darauf an, die Verdauung wieder in Gang zu bringen und so den Körper mit den notwendigen Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, Flüssigkeit, Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen. Eine Infektion hat oft die dem Körper zur Verfügung stehenden Vorräte erschöpft. Proteine sind unter anderem für die Produktion von Antikörpern, Enzymen und Hormonen unerlässlich. Man bezieht sie am besten aus verschiedenen Quellen, sowohl tierischen wie pflanzlichen.

Eiweißshakes können eine interessante Alternative sein. Auch hier ist Abwechslung ein Vorteil. Stellen Sie Ihren Shake her, indem Sie pflanzliche Milchgetränke wie Reis- oder Sojadrinks untereinander oder mit Kuhmilch mischen. Die Abwechslung fügt nicht nur zusätzliche Nährstoffe hinzu, sondern reduziert auch das Risiko für Unverträglichkeiten. Wenn Ihr Körper geschwächt ist, kann man auf Reaktionen wie Unverträglichkeiten gut verzichten. Wenden Sie das gleiche Prinzip der Abwechslung auf Ihre Auswahl von Gemüse, Obst und Getreide an. Mischen Sie zum Beispiel auf dem Teller verschiedene Sorten wie Quinoa und Reis oder Ebly-Weizen und Hirse. Ihre Mahlzeit wird mit einem Schlag interessanter, bunter und reicher an Nährstoffen.

Zuckerspitzen

Zucker, der für eine schnelle Energiezufuhr sorgt, ist interessant bei Erschöpfungszuständen. Aber man schränkt das am besten so viel wie möglich ein. Nach einem schweren Infekt sind die Glykogen-(Zucker-) Reserven in den Muskeln und der Leber erschöpft. Um diese Reserven wieder aufzufüllen, vermeidet man am besten größere Blutzuckerschwankungen. Das Auf und Ab des Blutzuckers erschwert die Speicherung und verlangsamt so die Regeneration. Man fühlt sich dadurch noch länger müde und erschöpft.

Koffein verursacht eine ähnliche Wirkung, so dass man ihn besser durch Kräutertee, Suppe oder koffeinfreien Kaffee ersetzt. Wenn Sie etwas Süßes essen, geben Sie etwas kaltes Öl oder Fett hinzu, um die Aufnahme der Glukose zu verlangsamen. Über den Tag verteilt kleine Portionen zu essen, hilft ebenfalls, diese Schwankungen zu begrenzen.

Frische Nahrungsmittel wirken optimal

Kochen Sie so viel wie möglich frisch und verbannen Sie verarbeitete Lebensmittel von Ihrem Teller. Ihre Darmflora wird sich darüber freuen. Das muss nichts Kompliziertes sein. Denn wer erschöpft ist und alleine zurechtkommen muss, hat wenig Energie übrig, um Drei-Gänge-Menüs zu zaubern. Bleiben Sie in der Erholungsphase bei einfachen Sachen wie Suppe, Eintöpfe, ergänzt mit Gemüse, Kartoffeln, Reis und gedünstetem Gemüse. Verarbeitete Lebensmittel enthalten meist Konservierungsstoffe oder Transfette. Diese Substanzen bringen die entzündungshemmenden Stoffe im Körper durcheinander.

Versuchen Sie auch, sich täglich zu bewegen. Geht das noch nicht, dann sind Atemübungen eine prima Ergänzung. Besteht außerdem ein Mangel an bestimmten Stoffen im Blut, können Sie in Absprache mit Ihrem Arzt auch Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Vorher muss allerdings Ihre Verdauung wieder einigermaßen normal sein. Ansonsten werden bestimmte Vitamine und Mineralien kaum aufgenommen und haben dann wenig Wirkung.

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