Sonntag, 25. November 2018


Die tägliche Tasse Kaffee macht uns nicht nur morgens wach, sondern schützt auch das Gehirn.
Wissenschaftliche Forschungen haben gezeigt, dass eine tägliche Tasse Kaffee das Gehirn schützt. Das für viele unentbehrliche Getränk unterstützt die kognitive Funktion. Doch wie kommt das zustande? Und was muss man trinken, um den geistigen Verfall so weit wie möglich hinauszuzögern, Filterkaffee oder andere Kaffeesorten?
Kaffee gut fürs Gehirn
Die wenigsten von uns können darauf verzichten: unsere tägliche Tasse Kaffee. Obwohl es auch Nachteile gibt, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2016, dass die Vorteile deutlich überwiegen. Einer der Vorteile ist, dass Kaffee das Gehirn vor kognitivem Abbau schützt und eine Tasse Kaffee auch das Denkvermögen anregt.
Darüber hinaus besteht auch ein Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und einem geringeren Risiko für die Alzheimer- und Parkinson-Erkrankung. Wie ist das möglich?
Dunkler Röstkaffee
Eine Veröffentlichung im Fachjournal "Frontiers in Neuroscience" berichtet mehr darüber. Die Schutzwirkung von Kaffee auf das Gehirn liegt nicht im Koffeingehalt, sondern in den übrigen Bestandteilen des Kaffees. Vor allem der Röstvorgang spielt dabei eine wichtige Rolle.
Dr. Ross Mancini, Autor der Studie, erklärt dazu: "Dunkel gerösteter koffeinhaltiger und entkoffeinierter Kaffee haben beide dieselbe Wirkung. Die Schutzwirkung kann also nichts mit dem Koffein zu tun haben."
Den richtigen Zusammenhang stellten die Forscher erst fest, als sie sich auf eine Reihe von Bestandteilen konzentrierten. Dabei handelte es sich um Phenylindane, die bei der Röstung von Kaffeebohnen entstehen und dem Kaffee seinen bitteren Geschmack verleihen. Und je mehr dieser Röststoffe entstehen, umso besser schützen sie das Gehirn.
Phenylindane hemmen die Plaques-Bildung
Diese Phenylindane scheinen die Bildung der giftigen Eiweiß-Ablagerungen, die für neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson charakteristisch sind, zu hemmen. Im nächsten Schritt will das Team schauen, inwieweit Phenylindane in die Blutbahn gelangen und die Blut-Hirn-Schranke passieren. Für die Forscher ist es spannend, dass die Kaffeebestandteile rein natürlich sind und nicht in einem Labor hergestellt werden müssen. "Mutter Natur ist die beste Apothekerin und in der Lage, diese Substanzen herzustellen", sagt Mancini.
Kaffee schützt auch vor Depressionen
Kaffee beugt auch Depressionen vor. Eine großangelegte Studie zeigte den Zusammenhang zwischen Depressionen, Kaffee, Tee und Limonaden. Rund 250.000 Menschen wurden dafür zehn Jahre lang untersucht. Die Studie wurde 2014 in "PLOS ONE" veröffentlicht. Die schützende Wirkung von Tee war in dieser Studie übrigens Null, wurde aber in anderen Studien nachgewiesen.
Auch Tee wirkt anti-depressiv
Chinesische Erwachsene, die regelmäßig Tee tranken, hatten ein geringeres Risiko für Depressionen. Es spielte keine Rolle, welcher Tee getrunken wurde. Das Risiko war am niedrigsten (41 Prozent) bei Erwachsenen, die täglich Tee tranken. Aber selbst wenn nur ein paar Mal pro Woche Tee getrunken wurde, war das Risiko immer noch geringer als 21 Prozent.

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