Montag, 29. April 2019


Trinken ist für den Körper besonders wichtig. Aber woran erkennt man einen Flüssigkeitsmangel? Und wie schafft man es, genug zu trinken?

Die Temperaturen steigen wieder, der Sommer steht schon vor der Tür und der Durst auf kühle Getränke nimmt zu. Die empfohlene Trinkmenge liegt bei 1,5 bis zwei Litern Wasser täglich. Aber wie viel Wasser trinken wir eigentlich und wie versorgt man den Körper mit genügend Flüssigkeit?
Flüssigkeitsbedarf individuell verschieden
Der Körper einer Frau besteht im Durchschnitt aus 52 Prozent Flüssigkeit, bei Männern liegt der Wassergehalt bei 63 Prozent. Wir verlieren jeden Tag Flüssigkeit durch Schwitzen, Atmen und den Gang zur Toilette. Das sind etwa 2,5 Liter.
Die Flüssigkeitsmenge wird wieder angereichert durch Nahrungsmittel und Getränke sowie Oxidationswasser, das bei der Verbrennung von Nahrung entsteht.
Wie viel Wasser jemand täglich benötigt, ist laut Ernährungsexperten, individuell unterschiedlich. Jemand, der zum Beispiel schwerer ist, hat einen größeren Lungeninhalt und schwitzt im Allgemeinen mehr. In der Praxis berechnet man den Flüssigkeitsbedarf folgendermaßen: Pro Kilogramm Körpergewicht braucht der Körper 30 Milliliter Wasser oder andere Flüssigkeit. Jemand der 70 Kilo wiegt, müsste also täglich 2,1 Liter trinken. Andere Ernährungsberater handhaben einen niedrigeren Richtwert. Denn auch das Alter spielt eine Rolle, darum reichen 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit aus alkoholfreien Getränken pro Tag aus. Kinder brauchen einen bis eineinhalb Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag und Senioren etwa 1,7 Liter täglich.
Keine süßen Getränke
Mit Ausnahme von alkoholischen Getränken zählen alle warmen oder kalten Getränke bei der Flüssigkeitszufuhr mit. Empfohlen werden Getränke ohne Zucker wie Wasser, schwarzer oder grüner Tee, Kräutertee und sogar Kaffee. Für Erwachsene ist es durchaus gesund täglich zwei bis vier Tassen Kaffee zu trinken. Studien haben gezeigt, dass das Lieblingsgetränk der Deutschen das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten senkt. Mehr als vier Tassen Kaffee können allerdings dazu führen, dass man sich gehetzt und unruhig fühlt. Leitungswasser zu trinken ist besser für die Umwelt als Mineralwasser und außerdem auch viel billiger. Zudem ist Wasser kalorienfrei und fast überall erhältlich.
Hälfte des Flüssigkeitsbedarfs kommt aus der Nahrung
Aus der Nahrung bezieht der Körper – je nach dem, was man isst – ungefähr 900 Milliliter Flüssigkeit. Gemüse und Obst enthalten viel Wasser. Zum Beispiel Gurken, Wassermelonen und Sellerie. Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate aus der Nahrung, die in Energie umgewandelt werden, machen etwa 350 Milliliter Oxidationswasser aus. Wenn man zu viel Flüssigkeit verliert, versucht der Körper automatisch, das auszugleichen. So nehmen beispielsweise das Durstgefühl und der Harndrang ab. Flüssigkeit ist wichtig für die Regulierung der Körpertemperatur, das Abführen von Abfallstoffen und den Transport von Nährstoffen. Bei einem Flüssigkeitsmangel können Dehydrierungssymptome wie Konzentrationsverlust, Benommenheit und Kopfschmerzen auftreten. Auch Verdauungsbeschwerden, Hautprobleme, Gelenkschmerzen und Steifheit nehmen bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr ab. Besonders bei Menschen mit einem Reizdarmsyndrom kann mehr trinken helfen, die Beschwerden zu lindern. Die Farbe des Urins ist ein guter Indikator dafür, ob Sie genügend Wasser trinken. Wenn die Farbe gelb bis orange ist, dann trinken Sie zu wenig Wasser. Ist die Farbe hellgelb bis transparent, dann sind Sie auf einem guten Weg.
Ein chronischer Flüssigkeitsmangel kann zu Verwirrung, Ohnmacht und sogar zum Koma führen. Besonders bei älteren Menschen muss man darauf achten, dass sie genug trinken, da sich die Nierenfunktion mit zunehmendem Alter verschlechtert. Zudem vergessen sie, zu trinken, weil das Durstgefühl ebenfalls altersbedingt abnimmt. Bei Krankheiten, die mit Fieber, Erbrechen und Durchfall verbunden sind, ist es besonders wichtig, genügend Flüssigkeit zu trinken.
Tipps, um genug zu trinken
Für alle, die es nicht so einfach finden, genug Flüssigkeit zu trinken, hier einige praktische Tipps:

Stellen Sie eine Flasche Wasser auf die Küchenanrichte oder auf den Schreibtisch. Wenn man die Flasche im Blick hat, vergisst man nicht so leicht, zu trinken. Sie können dem Wasser Geschmack verleihen, indem Sie Kräuter oder Früchte hinzufügen. Apfelstücke und eine Zimtstange sind dafür ein schönes Beispiel. Erfrischend sind auch Gurke oder Zitronenscheiben.

Ratsam ist es auch, gleich nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken. Im Schlaf wird dem Körper durch Schwitzen und Atmen viel Feuchtigkeit entzogen. Trinken Sie auch zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser und behalten Sie im Auge, wie viel Sie an einem Tag trinken. Für alle die eine zusätzliche Hilfestellung gebrauchen können und sich gerne digital unterstützen lassen, gibt es diverse Trink-Apps, die einen ans Trinken erinnern.

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