Samstag, 6. Juni 2020


Öle hatten lange Zeit ein schlechtes Image, weil alles was mit Fett zu tun hatte, verteufelt wurde. Inzwischen weiß man, dass Öle überaus gesund ist.

 

Man könnte sogar sagen, es gibt für jedes Wehwehchen ein Öl. So hilft bei Arthritis und Heuschnupfen Schwarzkümmelöl und Leinöl hebt die Laune. Hier eine Übersicht über Wissenswertes der einzelnen Öle.

Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl ist bekannt für seine heilsamen Eigenschaften. Ein Sprichwort lautet: „Es heilt alles, außer den Tod.“ Darum sind in jüngster Zeit viele Studien durchgeführt worden, die die Gesundheitsvorteile beweisen. So reduziert Schwarzkümmelöl Heuschnupfen-Symptome, wenn man zwei Monate lang täglich einen Teelöffel einnimmt. Schmerzen bei Gelenkentzündungen lassen sich verringern, indem man das Öl einreibt. Schon länger bekannt ist, dass Schwarzkümmelöl den Blutzucker und die Blutfette senkt, Bakterien bekämpft, Schmerzen lindert, Entzündungen hemmt und Epilepsie mildert. Die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl bremst sogar das Wachstum und die Ausbreitung verschiedener Krebsarten.

Fischöl

Eines der bekanntesten Öle ist sicherlich das Fischöl. Fischöl mit seinen vielen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren hilft bei Gelenkentzündungen und Depressionen, aber kann noch weit aus mehr für die Gesundheit tun. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Herz, Blutgefäße, Blutdruck, Denkleistung und Haut von Fischöl profitieren. Studien haben gezeigt, dass Fischöl einen deutlichen Einfluss auf Depressionen hat und bipolare Störungen und Schwangerschaftsdepressionen positiv beeinflusst.

Leinöl

Leinöl ist ebenfalls ein sehr gesundes Öl und eine prima Ergänzung zur gesunden Ernährung. Leinsamen oder Leinöl lassen sich gut in Joghurt rühren oder zum Salatdressing hinzufügen. Kaltgepresstes Leinöl hat einen feinen und leicht nussigen Geschmack. Und das beste ist: Leinöl tut besonders der Haut gut. In einer Studie nahmen Frauen zwölf Wochen lang täglich Leinöl und erlebten eine deutliche Abnahme der Hautreizungen, die Haut reagierte weniger empfindlich und war weniger rau. Geschmeidigkeit und Feuchtigkeitsgehalt der Haut nahmen deutlich zu. Dafür reichte bereits ein Teelöffel täglich. Leinöl tut aber nicht nur der Haut gut, sondern vor allem auch Herz- und Blutgefäßen.

Leinöl und Leinsamen ist reich an pflanzlichem Östrogen, sogenanntem Phytoöstrogen. Das kann bei Frauen während der Wechseljahre die Beschwerden durch den sinkenden Östrogenspiegel wie Hitzewallungen, steigendes Cholesterin und steigenden Blutdruck positiv beeinflussen.

Leinöl schützt zudem die Nervenzellen und das Gehirn. Durch den Konsum von Mononatriumglutamat, das als Lebensmittelzusatzstoff E621 eingesetzt wird, kann es zu Lern- und Gedächtnisschwierigkeiten kommen sowie zu Hyperaktivität. Leinöl unterstützt auch die Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Ebenso gut lassen sich mit diesem Öl Angststörungen und Depressionen lindern. Das funktioniert mit allen Omega-3-Fettsäuren und die Alpha-Linolensäuren (ALA) im Leinöl gehören natürlich auch dazu.

Kürbiskernöl

Kürbiskerne landen leider nur allzu oft im Mülleimer. Schade, denn man kann sie wunderbar rösten. Und außerdem lässt sich aus Kürbiskernen ein leckeres und gesundes Öl mit überraschenden Eigenschaften machen. Kürbiskernöl hat eine satte tiefgrüne Farbe. Die Farbe entsteht durch die enthaltenen Nährstoffe: das Carotinoid Lutein - gut für die Augen - und Zeaxanthin, das Zellschäden und Zellveränderungen hemmt. Kürbiskernöl ist zusätzlich reich an Zink und Vitamin E, das Verdauungsstörungen, Konzentrationsschwäche und dem Abbau der Muskulatur vorbeugt. Vitamin E wirkt zusätzlich antioxidativ und zellschützend.

Kürbiskernöl ist voll von pflanzlichen Nährstoffen und gesunden Fetten und es ist daher auch keine Überraschung, dass es die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen verbessert. Das Öl muss man nicht zwingend täglich essen, sondern kann es zum Beispiel als Salatdressing verwenden, um die Vorteile zu nutzen. Auch bei Diabetes und Prostatabeschwerden wirkt Kürbiskernöl günstig.

Pfefferminzöl

Der frische Duft einer Tasse Pfefferminztee kommt durch die Öle zustande, die verdampfen. Diese Öle können auch aus frischen Pfefferminzblättern destilliert werden, so dass ein ätherisches Pfefferminzöl entsteht. Das ist eines der wichtigsten natürlichen Mittel für eine gute Verdauung und auch das am besten untersuchte Heilmittel diesbezüglich. Pfefferminzöl löst Krämpfe, fördert die Verdauung und reduziert Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Schmerzen und Schwellungen. Es wirkt besonders heilsam beim Reizdarmsyndrom und beruhigt den überempfindlichen Darm. Pfefferminze bekämpft zudem Bakterien und Viren, erweitert die Gefäße und senkt Herzschlag und Blutdruck. Der Duft von Pfefferminz fördert außerdem die Gehirnleistung und das Gedächtnis.

Sesamöl

Sesamöl wird - genau wie Kokosöl – als natürlicher Zahnreiniger verwendet. Das Öl ist bernsteinfarben und riecht süß. Es eignet sich nicht nur zum Kochen, sondern kann sogar eine Mundspülung ersetzen. Man kann es auch zum Ölziehen verwenden. Dafür kaut man das Öl im Mund, zieht es zwischen den Zähnen durch, ohne es auszuspucken und zu schlucken. Dabei macht man Übung den Meister: Man beginnt mit einigen Minuten und ehe man sich versieht, kann man das jeden Morgen für mindestens zehn Minuten auf nüchternen Magen tun. Und es wirkt: Ölziehen mit Sesamöl bekämpft Bakterien und dadurch Plaquebildung, hemmt Zahnfleischentzündungen, reduziert Mundgeruch und verbessert die allgemeine Mundgesundheit. Sobald das Öl sich im Mund dickflüssig anfühlt, spuckt man es aus und spült den Mund mit warmem Wasser aus. Sesamöl enthält viel Vitamin E, wirkt günstig bei Diabetes und senkt den Blutdruck.

Olivenöl

Eins der meist verwendeten Öle in der Küche ist wohl das Olivenöl. Und so seltsam es auch klingt, Olivenöl ist nicht nur reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die gut für Herz und Gefäße sind. Das Öl ist ein natürliches Schmerzmittel und hemmt Entzündungen. Olivenöl enthält zudem Oleocanthal, ein Stoff, der dafür sorgt, dass Krebszellen sich innerhalb einer Stunde selbst töten.

Oleocanthal wirkt auf dieselbe Art wie das entzündungshemmende Schmerzmittel Ibuprofen und andere synthetische Entzündungshemmer. Oleocanthal hemmt das Enzym Cyclooxygenase, das Entzündungen fördert.

Olivenöl enthält weiterhin Oleuropein, ein starkes Antioxidans, das zusätzlich Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze bekämpft, Entzündungen hemmt und das Immunsystem stärkt. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität des Olivenöls, vorzugsweise ein extra virgine Olivenöl, denn dann entspricht das Öl höchsten Qualitätsstandards.

 

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