Sonntag, 23. Juni 2019


Jeder möchte morgens am liebsten ausgeruht aufwachen. Beeinflusst das Schlafen bei geöffnetem Fenster die Nachtruhe oder nicht?

Schlaftherapeuten und Schlafforscher halten eine Schlafzimmertemperatur zwischen 15 und 20 Grad für ideal. Für eine gute Nachtruhe muss man vor allem seine Wohlfühltemperatur kennen. Wenn der Körper zu kalt oder zu warm ist, kann das zu unruhigem Schlaf und häufigem Aufwachen führen.
Deshalb kann es von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, ob ein offenes Fenster eine gute Idee für die Nachtruhe ist oder nicht. Manche Menschen schwitzen schnell, andere sind echte Frostbeulen. Darum ist ein offenes Fenster keine Garantie für besseren Schlaf. Denn auch der Wohnort beeinflusst, ob Sie bei offenem oder geschlossenem Fenster schlafen sollten. Vielleicht dringt mehr Lärm oder Licht ins Zimmer bei geöffnetem Fenster. Solche Umstände muss man natürlich berücksichtigen.
Schlafzimmer meist schlecht belüftet
Ob nachts oder tagsüber: Die Belüftung des Schlafzimmers ist wichtig. Das Schlafzimmer ist oft der am schlechtesten belüftete Raum im Haus. Das Fenster offen zu halten ist empfehlenswert, denn das Schlafzimmer sollte gut gelüftet werden. Am besten tagsüber für gute Ventilation sorgen und nachts das bevorzugen, was einem am besten gefällt.
Es wird allgemein angenommen, dass das Fenster nachts offen stehen muss, damit das Kohlendioxid, das wir ausatmen, besser entweichen kann. Laut aktuellen Studien hängt die Schlafqualität nämlich auch von der Kohlendioxidkonzentration im Schlafzimmer ab. Laut anderen Experten ist der Kohlendioxid-Gehalt in einem Schlafzimmer nicht der Rede wert und schadet nicht. Es gibt immer genug Sauerstoff in einem Raum.
Lüften beugt Schimmelbildung vor
Das Lüften des Zimmers ist aus anderen Gründen wichtig. Einer davon ist die Vermeidung von Schimmelpilzen. Nachts produziert der Körper viel Feuchtigkeit durch Schwitzen. Dadurch kann es bei unzureichender Belüftung im Raum feucht werden. Feuchtigkeit fördert aber die Vermehrung der Hausstaubmilben. Deshalb sollte man tagsüber immer die Bettdecke zurückschlagen, damit möglichst viel Feuchtigkeit verdunsten kann.
Lüften vertreibt flüchtige organische Verbindungen
Es können auch allerlei Substanzen in der Luft schweben, die man besser aus dem Zimmer wehen lässt. Zum Beispiel Viren, die vorhanden sein können. Aber auch flüchtige organische Verbindungen. Das sind Stoffe, die in Neubauten und von neuen Möbeln, Bodenbelägen und Laminatböden freigesetzt werden. Das verursacht eine ungesunde Luft, was bei manchen Menschen wie Asthmatikern zu Beschwerden führen kann. Auch Duftkerzen, Weihrauch und Lufterfrischer verströmen ungesunde Stoffe in der Luft.
Wie bekommt man frische Luft ins Zimmer?
Nachts frische Luft im Zimmer zu haben, ist nicht immer ganz leicht. Ein Lüftungsgitter ist nützlich, aber relativ klein und oft verstopft. Außerdem dringt Luft normalerweise nur dann durch das Gitter, wenn es windig ist oder gegenüber ein Fenster offen steht. Darum ist ein gekipptes Fenster eine gute Option, zumindest wenn der Wohnort es zulässt. Wer an einer viel befahrenen Straße wohnt, lässt das Fenster wegen des Feinstaubs besser geschlossen.
So mancher wird das Fenster auch lieber geschlossen lassen, weil er Lärm oder Einbrüche befürchtet. Dann kann man vielleicht wenigstens die Zimmertür offen lassen oder ein Fenster oder eine Tür an der Rückseite des Hauses. Ist das alles nicht möglich, reicht auch ein ordentliches Durchlüften vor dem Schlafengehen oder nach dem Aufstehen.

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