Donnerstag, 25. August 2016


Gesättigte Fettsäuren machen das Abnehmen schwer
(Foto: Lebensmittelfotos - pixabay.com)
Manche Fette können das Abnehmen behindern, andere Fette fördern einen Gewichtsverlust. Gesättigte Fette stören die Regulierung des Hungergefühls.


Eine Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren ist, macht es dem Gehirn schwer, zu kontrollieren, was wir essen. Das ergab eine Studie in »Frontiersin Cellular Neuroscience«. Die Verwendung von Fischöl anstelle von Schweineschmalz kann laut den Wissenschaftlern einen großen Unterschied machen.
Die Auswirkungen einer fettreichen Ernährung auf den Stoffwechsel sind bereits ausführlich untersucht worden. Aber über die Wirkung von Fetten auf das Gehirn, ist noch wenig bekannt. Forscher der Universität Neapel haben nun einen Mechanismus entdeckt, der möglicherweise erklärt, warum es so schwierig ist, die Kontrolle über das Essverhalten zu behalten.

Fette wirken auf den Hypothalamus
Der Konsum gesättigter Fette beeinflusst den Hypothalamus, einen Teil des Gehirns, der eine Rolle bei der Regulierung des Hungergefühls spielt. Das Fett verursacht Entzündungen im Gehirn, die eine Kontrolle der Nahrungsaufnahme erschweren. Mit anderen Worten, Menschen fällt es schwer, darauf zu achten wie viel sie essen, wann sie aufhören müssen und welche Nahrungsmittel sie wählen sollen; alles Symptome, die man auch bei krankhaftem Übergewicht feststellt. Die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme geht verloren oder wird zumindest stark gestört.

Ungesättigte Fette behindern nicht die Gehirnfunktion
Das entdeckten die Wissenschaftler bei Tests mit Ratten. Eine Gruppe der Tiere wurde auf eine Standarddiät gesetzt, eine zweite Gruppe bekam eine Diät mit vielen gesättigte Fetten wie Schweineschmalz und die letzte Gruppe wurde mit vielen ungesättigten Fetten wie Fischöl gefüttert. Täglich registrierten die Forscher das Körpergewicht und die Futteraufnahme der Ratten.
Die Ratten, die mit Schweineschmalz gefüttert wurden, konnten nur mühsam ihre Fressgewohnheiten kontrollieren. Ein Austausch des Schweineschmalzes durch Fischöl, bewies sich als enormer Unterschied. Die Studie zeigt, dass die Gehirnfunktion beim Konsum von Fischöl normal bleibt und die Ratten daran hindert mehr zu essen als nötig. »Der Unterschied war überdeutlich und wir waren erstaunt, welchen Einfluss eine fettreiche Ernährung auf das Gehirn hat. Unsere Ergebnisse deuten an, dass eine größere Aufmerksamkeit bei den Fetten, die man zu sich nimmt, das Risiko für Übergewicht senkt und zahlreichen Stoffwechselkrankheiten vorbeugen kann«, schlussfolgert Professorin Marianna Crispino von der Universität Neapel.

Ungesättigte Fette erleichtern das Abnehmen
Versuchen Sie also mal wieder verzweifelt abzunehmen? Dann sollte Sie laut den Studienergebnissen gesättigte Fette tunlichst meiden. Gesättigte Fette sind unter anderem in Fleischprodukten, Butter und frittierten Nahrungsmitteln. Gesunde ungesättigte Fette liefern Fisch, Avocado und Olivenöl.

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